Wer ist von einem GAU in Tihange denn betroffen?

Die StädteRegion Aachen hat eine Studie in Auftrag gegeben, die mögliche radiologische Auswirkungen eines Versagens des Reaktordruckbehälters im KKW Tihange 2 für die DreiländerRegion Aachen unter 3000 verschiedenen realen Wetterbedingungen analysiert. Die Ergebnisse sind verheerend!
 
Mit 30-prozentiger Wahrscheinlichkeit würde in der Region der Grenzwert für die effektive Dosis zum Schutz von Einzelpersonen um das dreifache überschritten, der für den Normalbetrieb von Anlagen zulässig ist (=1 Millisievert). Dieser Wert ergibt sich aus der Strahlenschutzverordnung.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Aachener Region von einem radioaktiven Niederschlag betroffen wäre, der in Tschernobyl zur Umsiedelung führte, liegt demnach bei 10 Prozent!

Bei ungünstiger Wetterlage wären die Auswirkungen in dieser Region mit den Städten innerhalb der 20-Kilometer-Sperrzone von Fukushima vergleichbar.

Städteregionsrat Helmut Etschenberg sieht sich durch diese Ergebnisse in seiner konsequenten Forderung bestätigt, das Tihange2 abgeschaltet werden muss! Sein Fazit: „Solange die Sicherheit nicht nachgewiesen werden kann, ist der Weiterbetrieb von Tihange 2 mit Russischem Roulette vergleichbar und nicht hinnehmbar!“