Breadcrumb

Familienleben in Zeiten von Corona

Liebe Eltern,

aktuell  - in Zeiten von Corona – ist vieles vollkommen anders, als Sie es gewöhnt sind. Wer beispielsweise Kinder, die seit Wochen nicht in Kita oder Schule gewesen sind, beschäftigen muss oder dabei gar noch im Home-Office arbeitet, weiß, dass Multitasking manchmal auch ein frommer Wunsch sein kann...

Ein paar Ideen können helfen, in der jetzigen Situation als Familie besser zurechtzukommen.

Alle in einem Boot
Denken Sie daran, dass die jetzige Lage auch für Ihre Kinder eine absolute Ausnahmesituation ist. Angst vor etwas Unsichtbarem bestimmt die Atmosphäre, die Welt sieht anders aus (leere Straßen, Menschen mit Masken usw.), die Freunde sind fern und so Vieles darf man nicht mehr. Die Verunsicherung der Kinder drückt sich je nach Alter anders aus, ist aber da: Gesteigerte Unruhe, Genervt-sein, schlechte Laune, Verängstigung. Das alles geht nicht gegen Sie, sondern ist der Lage geschuldet.

Kinder brauchen Strukturen.
Anfangs war es sicher toll, so viel Freizeit zu haben. Aber Strukturen schaffen Sicherheit, auch wenn sie manchmal nerven. Versuchen Sie, den Tagesablauf in eine gewisse Form zu bringen. Regelmäßige Zeiten für Aufstehen, Anziehen, Mahlzeiten, Lernen, gemeinsame Unternehmungen und Schlafen gehen geben einen Rahmen, schaffen Verlässlichkeit und machen die spätere Rückkehr in einen geregelten Alltag leichter.

Erlauben Sie sich und den Kindern Freiräume.
Es ist schön, mehr Zeit miteinander zu verbringen, wie jetzt viele sagen, aber nicht unbedingt rund um die Uhr! Planen Sie Rückzugsmöglichkeiten (soweit es altersmäßig möglich ist). Eine „Höhle“ unter dem Tisch oder eine Spielphase draußen sind Beispiele dafür. Eine klare Schlafenszeit für die Kinder verschafft Ihnen etwas Abendruhe.

Nutzen Sie die Umgebung.
Wenn es Ihnen möglich ist, gehen Sie mit ihren Kindern regelmäßig nach draußen. In einem Freigelände (ruhige Nebenstraße, Wiese, Wald) kann man „altmodische“ Spielideen zum Leben erwecken: Verstecken, Nachlaufen, Waldspiele, Figurenwerfen, Dinge als erster entdecken oder erraten … Oder Sie nutzen die moderne Technik und suchen/gestalten Fotomotive. Die Bilder kann man dann auch den Großeltern schicken…

Gestatten Sie sich „Mut zur Lücke“.
Sie, aber auch Ihre Kinder, leisten in dieser Zeit viel, jeder auf seine Weise. Seien Sie nett zu sich: Es ist eine schwierige Zeit! Dass Ihre Nerven strapaziert sind, ist nicht überraschend. Stoppen Sie Stresssituationen, bevor Sie explodieren. Schaffen Sie Abstand, wenn es Streit gibt. Sie müssen nicht gerade jetzt Grundsatzdiskussionen führen.

Was gibt es außer Corona?
Das Thema Corona beherrscht die Medien, die Gespräche – das Leben. Beantworten Sie die Fragen ihrer Kinder, soweit Sie es können, aber drängen Sie ihnen das Thema nicht auf. Zeigen Sie ihnen, dass es in Ordnung ist, verwirrt oder ängstlich zu sein, dass man aber auch über andere Themen sprechen oder diskutieren kann, so dass man auch einfach Spaß haben kann.

Sollten Sie mit ihrer aktuellen Familiensituation schlecht zurechtkommen und Unterstützung benötigen, können Sie sich telefonisch bei den Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche der StädteRegion Aachen melden. Die Adressen finden Sie im oben befindlichen Infoflyer.

Halten Sie durch und bleiben Sie gesund,
Ihr Team der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche der StädteRegion Aachen

Kontakt

Erziehungsberatung und Schulpsychologie
Zollernstraße 10
52070 Aachen

Ansprechpartner/-innen

Frau Angelika Overhage
Tel: +49 241 5198-5118
angelika.overhage@staedteregion-aachen.de