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Bildungskonferenz 2020: Lernen aus und in besonderen Zeiten

Städteregionales Bildungsbüro tagt mit 130 Bildungsverantwortlichen aus ganz NRW zum Thema Bildungsgerechtigkeit.

Hallo aus Düsseldorf! Guten Morgen aus Remscheid, …aus Köln, …aus Aachen, … aus Eschweiler! Ein herzliches Willkommen an alle Gäste aus der StädteRegion Aachen und ganz NRW! So wach und hochmotiviert schalteten sich die Teilnehmenden bei der ersten digitalen Bildungskonferenz des städteregionalen Bildungsnetzwerks ein. Initiator und Gastgeber der Veranstaltung war das Bildungsbüro der StädteRegion Aachen.

 

Das Thema der Konferenz ist hochaktuell: Lernen aus und in besonderen Zeiten.

Im Fokus der Diskussion standen vor allem die Bedarfe der Kinder und Jugendlichen. „Es ist wichtiger denn je, die Bedarfe jedes einzelnen Kindes und jedes einzelnen Jugendlichen fest im Blick zu behalten und für Chancengleichheit zu sorgen. Was in „normalen“ Zeiten schon schwierig ist, bedarf in diesen besonderen Zeiten noch größere Anstrengungen und verbesserter Rahmenbedingungen.“ so Markus Terodde, Bildungsdezernent der StädteRegion Aachen und Vorsitzender des Lenkungskreises der Bildungsregion Aachen.

Doch wie sieht aktuell der Alltag in den Bildungseinrichtungen konkret aus? Welche Rolle spielen soziale Kontakte und die persönliche Beziehung für den Bildungserfolg? Auf diese und andere Fragen ging Prof. Dr. Stephan Gerhard Huber von der Pädagogischen Hochschule Zug (Schweiz) in seinem Impulsvortrag ein. Er untersucht seit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 im Rahmen des Schul-Barometers mit seinem Team zentrale Fragestellungen rund um Schule und Bildung. Seine Studienergebnisse sind eindeutig: „Es gab eine Gruppe (von Schüler_innen), die sehr wenig oder gar nichts gemacht haben (…)Meine These: Krisen wirken wie ein Brennglas. Sie machen Unterschiede, die es vorher schon gab, noch deutlicher.“ so Prof. Huber. Daraus leitete er die Frage der Verantwortung aller in der im Bildungsbereich engagierten Personen ab - wie können wir diese Unterschiede kompensieren?

Arbeitsergebnisse

Nach diesem Input nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich untereinander in kleinen Runden über bereits bestehende Angebote in der Bildungsregion auszutauschen. Gemeinsam berieten sie darüber, welche guten Ansätze bewahrt werden müssen, was verbessert werden soll und an welchen Stellen neue Angebote und Kooperationen im Netzwerk entstehen müssen. Es zeigte sich, dass es durch die Krise auch positive Veränderungen gab: Es wurden die Entwicklung neuer Unterrichtsformate und Einführung digitaler Tools, stärkerer Zusammenhalt in Kollegien sowie die Verstärkung bereits bestehender Kooperationen genannt.

Es wurden auch klare Bedarfe formuliert. Zum Beispiel soll die Anschaffung von digitalen Endgeräten mit der Vermittlung von Medienkompetenzen einhergehen. Auch die begleitenden Qualifizierungen der päd. Fachkräfte und Lehrkräfte müssten weiter ausgebaut werden. Die Kommunikation und die Zusammenarbeit mit den Eltern sollte künftig stärker in den Blick genommen werden. Es braucht Personen und Institutionen, die die Netzwerke aufrechterhalten. Die Bildungsverantwortlichen benötigen Unterstützung und gute Rahmenbedingungen, um Neues umsetzen zu können und weiterhin gute Bildung für alle Kinder und Jugendlichen ermöglichen zu können.

 

Technisch umgesetzt und moderiert wurde die Bildungskonferenz durch Christine von Fragstein und Andrea Rawanschad.

Kontakt

Bildungsbüro
Zollernstraße 16
52070 Aachen
Tel: +49 241 5198-4300

Ansprechpartner/-innen

Frau Nadejda Pondeva
Tel: +49 241 5198-4318
nadejda.pondeva@staedteregion-aachen.de