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Kulturelle Schulentwicklung

Kulturellen Schulentwicklung bedeutet kulturelle Bildung und Teilhabe von Anfang an und für jedes Kind – unabhängig von seinem familiären und sozialen Hintergrund. Alle Kinder und Jugendlichen sollen Kunst und Kultur erleben – und das nicht nur als Zuschauer im Theater oder im Museum, sondern auch als Künstler beim Schreiben, Malen, Fotografieren, Tanzen oder beim Musik machen.

Das Bildungsbüro begleitet und berät Schulen auf diesem Weg mit verschiedenen Angeboten. Die Schulen, so unterschiedlich sie auch sein mögen, stellen den Gedanken des „Anders Lernen“ in den Vordergrund. Sie wollen Bildungsangebote für ihre Schüler_innen ganzheitlich gestalten, Persönlichkeitsentwicklung in den Fokus ihrer Schulkultur stellen und Alternativen zum gängigen Schulalltag bieten.

Das Bildungsbüro bietet in Kooperation mit den Partnern folgende Unterstützungsangebote an:

• dauerhafte Prozessbegleitung (u. a. regelmäßige Schulentwicklungsgespräche, die Moderation und Vorbereitung von pädagogischen Konferenzen durch ein Beraterteam von Expertinnen und Experten für Schulentwicklung und Kultur, kollegiumsinterne Fortbildungen, Hospitationen und die Bereitstellung von Informationen und Materialien)

• bedarfsgerechte und themenspezifische Fach- und Qualifizierungsveranstaltungen

• Vermittlung von Kooperationspartnern

• Beratung zu Finanzierungsmöglichkeiten und Wettbewerben

• Beratung zur Öffentlichkeitsarbeit

• Netzwerkkoordination und Austausch mit anderen Schulen

• Unterstützung bei der Vernetzung innerhalb des regionalen Bildungsnetzwerks

 

Kultur.Schulen

An Kultur.Schulen ist kulturelle Bildung fest und nachhaltig im Schulleben verankert. Dazu braucht es Strukturen, die in einem intensiven Schulentwicklungsprozess erarbeitet werden. Das Kollegium, die Eltern und natürlich die Kinder und Jugendlichen werden in diesen direkt einbezogen und die Schulleitung muss den Prozess aktiv unterstützen und intern und extern kommunizieren. Hierbei gibt es viele Stolpersteine und Herausforderungen. Mit einer starken Verantwortungsgemeinschaft verschiedener Partner kann dies gelingen, wie das „Aachener Modell für kulturelle Schulentwicklung“ gezeigt hat.

Das Bildungsbüro bietet den Schulen in der StädteRegion Aachen, die sich zur Kulturschule entwickeln wollen, ein speziell darauf abgestimmtes Angebot an. In Zusammenarbeit mit der Arbeitsstelle „Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW“ den Schulentwicklungsbegleitern des Bildungsbüros und weiteren Experten werden Schulen bei der (Weiter-) Entwicklung ihres kulturellen Profils unterstützt.

18 Schulen in der Transferphase auf dem Weg zur Kultur.Schule

Im Jahr 2016 ist die Pilotphase „Aachener Modell für die Kulturelle Schulentwicklung“ zu Ende gegangen. Von den Erfahrungswerten der Pilotschulen mit kulturellem Profil profitieren schon heute viele weitere Einrichtungen: Der Wissenstransfer läuft einerseits innerhalb der StädteRegion Aachen in der sog. Transferphase. Andererseits gibt es in Kooperation mit der Arbeitsstelle „Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW" einen Transfer in andere Regionen.

An der Transferphase nehmen momentan 18 Schulen teil. In das Netzwerk integriert wurden auch vier von sechs (ehemaligen) Kulturagentenschulen, die durch die Teilnahme am Folgeprojekt der Stiftung Mercator und der BKJ „Kreativpotentiale“ das städteregionale Netzwerk bereichern. Alle Schulen haben Beschlüsse für den besonderen Schulentwicklungsprozess von der Lehrer- und Schulkonferenz eingeholt, eine Steuerungsgruppe eingerichtet und partizipieren an dem Angebot des Bildungsbüros. Die Kultur.Schulen erarbeiten individuelle Ansätze und Projekte, um ihren Schüler_innen mehr kulturelle Angebote im Unterricht und in Form von Projekten und AGs anzubieten. Immer wieder gilt es, das gesamte Kollegium vom Mehrwert dieser kulturellen Angebote zu überzeugen und zeitliche Ressourcen für die zusätzlichen Angebote zu finden. Unterstützung erhalten die Schulen vom Bildungsbüro und im regelmäßigen Austausch aller am Projekt beteiligten Schulen untereinander im Netzwerk Kulturelle Schulentwicklung sowie durch die Vernetzung innerhalb des regionalen Bildungsnetzwerks.

 

Wie alles begann: Das Projekt "Aachener Modell für Kulturelle Schulentwicklung" (2013-2016)

Am Pilot-Projekt „Aachener Modell für Kulturelle Schulentwicklung“ haben fünf Schulen teilgenommen: Die Grundschule Schönforst, die Gesamtschule Brand, die Luise-Hensel-Realschule (alle Aachen), das Gymnasium Herzogenrath und das Berufskolleg Alsdorf. Während der Pilotphase haben die Schulen über individuellen Strategien ihre Ziele erreicht und folgende positive Resultate hervorgebracht:

• eine systematische Verankerung kultureller Bildung in das Schulprofil

• die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern an kulturellen Angeboten ist um mehr als 50% gestiegen

• die Anzahl der Kooperationspartner hat sich verdoppelt

• es gab eine Ausweitung auf weitere Sparten kultureller Bildung

Die Pilotschulen stellten außerdem positive Auswirkungen auf die Förderung der Persönlichkeit der Schüler_innen sowie eine signifikante Verbesserung der Beziehungen zwischen Schüler_nnen und Lehrer_innen sowie untereinander hervor. Beziehungen, die Basis für erfolgreiches Lernen, werden durch das kulturelle Profil gestärkt und führen zu mehr Identifikation mit der Institution.

Umfassende Informationen zum Modellprojekt und seiner Wirkung liefert die Dokumentation „Drei – fünf – viele: Kultur.Schule“, die Sie unter "Weitere Informationen" finden.

 

Kontakt

Bildungsbüro
Zollernstraße 16
52070 Aachen
Tel: +49 241 5198-4300

Ansprechpartner/-innen

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Frau Ines Heuschkel
Tel: +49 241 5198-4335
ines.heuschkel@staedteregion-aachen.de