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Trinkwasserhygiene

Trinkwasser muss so beschaffen sein, dass durch seinen Genuss oder Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit insbesondere durch Krankheitserreger nicht zu besorgen ist.
In der Trinkwasserverordnung sind die Anforderungen an die Wassergewinnung, -aufbereitung, -verteilung sowie letztendlich an die Trinkwasserqualität geregelt. Das Trinkwasser in den Wasserwerken und im Verteilungsnetz wird regelmäßig durch akkreditierte und gelistete Analysenlabore beprobt und analysiert.

Die Aufgaben des Gesundheitsamtes im Bereich Trinkwasser sind unter anderem: 

  • Hygienische Prüfung von Groß- und Kleinanlagen zur Wasserversorgung (Wasserwerke, Brunnen)
  • Hygienisch-orientierte Überwachung der Einzugsgebiete der Wasserversorgungsanlagen
  • Überwachung der Trinkwasserqualität in den Wasserversorgungsanlagen der Städteregion anhand der Analysenbefunde
  • Einleitung und Überwachung von Maßnahmen bei Nichteinhaltung der Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung
  • Erstellung von Stellungnahmen zu trinkwasserrelevanten Projekten in den Wasserschutzgebieten
  • Hygienische Überwachung der Trinkwasserinstallationen von öffentlichen und gewerblich genutzten Immobilien, insbesondere im Hinblick auf die Einhaltung mikrobiologischer und chemischer Parameter, die sich in der Trinkwasserinstallation nachteilig verändern können



Trinkwasserversorgung in der StädteRegion Aachen


Die Trinkwasserversorgung in der StädteRegion Aachen erfolgt zu ca. 85 % aus Oberflächenwasser aus den Talsperren der Eifel und zu ca. 15 % aus Grundwasser. Insgesamt werden in der Städteregion Aachen neun Wasserwerke betrieben. In drei Wasserwerken wird Talsperrenwasser aufbereitet.

Für die Trinkwasserversorgung in der Städteregion genutzte Talsperren sind die Perlenbachtalsperre, der Obersee, die Kalltalsperre, die Dreilägerbachtalsperre sowie die Wehetalsperre.

Das Wasser der Perlenbachtalsperre wird in der Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) Perlenau in Monschau zu Trinkwasser aufbereitet. Das Wasser aus dem Obersee, der Kalltalsperre und der Dreilägerbachtalsperre wird in Roetgen in der TWA Roetgen und das Wasser aus der Wehetalsperre wird in der TWA Wehe in Schevenhütte zu Trinkwasser aufbereitet.

In sechs Wasserwerken wird Grundwasser zu Trinkwasser aufbereitet. Die Grundwasserwerke befinden sich in Stolberg-Binsfeldhammer, in Eschweiler-Hastenrath, in Aachen-Schmithof, -Brandenburg, -Lintert und -Reichswald.

Durch die unterschiedlichen Rohwässer ergeben sich unterschiedliche Härtegrade im Trinkwasser. Trinkwasser, welches aus Grundwasser aufbereitet wird, hat in der Regel einen wesentlichen höheren Härtegrad als Trinkwasser aus Talsperrenwässern. Bereiche mit härterem Trinkwasser in der Städteregion liegen in der Aachener Innenstadt, Stolberg und Eschweiler. Die Härte des Wassers hat keinen Einfluss auf dessen Tauglichkeit zur Nutzung für den menschlichen Gebrauch.