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Grenzinspektion an der deutsch-belgischen Grenze

Gemeinsam mit der belgischen Vermessungsverwaltung

In der Städteregion Aachen begann am 06.05.2019 die regelmäßig stattfindende Begehung der deutsch–belgischen Staatsgrenze. Grundlage für die turnusmäßige Inspektion bildet das „Abkommen zur Sicherstellung des Grenzzuges und die Unterhaltung der Grenzmale“ vom 07.11.1929.

Seit der letzten Grenzbegehung 2012 sind die Oberflächen vieler Landesgrenzsteine mit Moos bedeckt und die Beschriftung durch Witterungseinflüsse kaum noch lesbar. Vertreter des belgischen Centre Mesurages et Photogrammétrie aus Lüttich und des Aachener Kataster- und Vermessungsamts überprüfen gemeinsam die Grenzzeichen, erneuern fehlende oder verwitterte Beschriftungen und beheben Mängel an den Vermarkungen.

Für das Kataster- und Vermessungsamt der StädteRegion Aachen beginnt die Zuständigkeit an der Grenze zum Kreis Euskirchen (Wahlerscheid) in der Nähe des Landesgrenzsteins mit der Nummer 572 und endet am Dreiländerpunkt.
Über 80 km werden in den nächsten Wochen überwiegend zu Fuß  entlang der Staatsgrenze, vorbei an Bachläufen, Gräben, Wiesen und Wäldern oft abseits befestigter  Wege zurückgelegt. Die nummerierten Landesgrenzsteine aus Granit kennzeichnen markante Punkte der Staatsgrenze und dienten mit ihren eingemeißelten Richtungsmarken bis zum Abkommen von Schengen im Jahr 1995 den Zöllnern als Wegweiser für ihre Grenzpatrouillen. Heute kennzeichnen sie weiterhin die Staatsgrenze,  aber auch die Begrenzung eines Flurstücks im Liegenschaftskataster.

Ergebnisse der Überprüfung und der Behebung von Mängeln werden in einem  Begehungsprotokoll dokumentiert und unter den Vertragspartnern nach Abschluss der Arbeiten ausgetauscht. Die entstehenden Kosten tragen die Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und des Königreich Belgien.

Kontakt

Vermessung
Zollernstraße 20
52070 Aachen

Ansprechpartner/-innen

Herr Andreas Bruchhage
Tel: +49 241 5198-6285
andreas.bruchhage@staedteregion-aachen.de
Raum: F 140