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KOMM - AN NRW

Das Land Nordrhein-Westfalen hat im Jahr 2015 mehr als 230.000 geflüchtete Menschen aufgenommen. NRW wurde damit das Bundesland, das für die größte Anzahl von Flüchtlingen und Asylbewerbern eine neue Heimat wurde. In der Städteregion leben derzeit 6222 Asylsuchende/Flüchtlinge (Stand 30.06.2016).

Im aktuellen Förderkonzept des Landes heißt es u.a.:

"Zur Bewältigung dieser Herausforderung existiert in den Kreisen und Städten des Landes eine leistungsstarke integrationspolitische Infrastruktur, zu der die landesgeförderten Kommunalen Integrationszentren, die ebenfalls landesgeförderten Integrationsagenturen der Freien Wohlfahrtspflege, die vielfältige Landschaft von Migratenselbstorganisationen und als wichtige vierte Säule das Ehrenamt gehören. Denn in den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass unzählige ehrenamtliche Helferinnen und Helfer es überhaupt erst möglich gemacht haben, dass die vielen Flüchtlinge und Neuzugewanderten nicht nur materiell versorgt werden konnten, sondern auch herzlich, mit viel menschlicher Wärme, sozialer und fachlicher Kompetenz sowie persönlichem Einsatz empfangen worden sind.“

Mit dem Rückgang der Fluchtmigration haben sich drängende Fragen zur Teilhabe und Integration keinesfalls erledigt. Die Weichen für eine erfolgreiche Integration der Flüchtlinge in Wohnen, Bildung, Arbeit, in ihr soziales Umfeld, Kindertagesstätte und Schule wurden gelegt. Neben der Beibehaltung und Stärkung dieser Teilhabeziele, ist es auch von großer Bedeutung die Kooperation von haupt- und ehrenamtlichen Kräften zu bündeln und auszubauen.

Das Kommunale Integrationszentrum hat in den Jahren 2015 bis 2018 bereits:

  • 2015: „Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe“ (18.000 €)
  • 2015: „Zusammenkommen und Verstehen“ (25.500 €)
  • 2016: „ KOMM-AN NRW“ (rund 120.000 €)
  • 2017: „ KOMM-AN NRW“ (rund 120.000 €)
  • 2018: " KOMM-AN NRW" (rund 184.000 €)

erhalten und vollumfänglich an Akteure in den Kommunen weitergeleitet.  

Das Förderprogramm „KOMM-AN NRW“  setzt sich u. a. aus den folgenden Programmteilen zusammen:

I. Stärkung der Kommunalen Integrationszentren (KI)
II. Bedarfsorientierte Maßnahmen vor Ort

Ziel des Programmteils II ist es, Städte und Gemeinden sowie ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagierte Menschen weiterhin bei den anstehenden Integrationsaufgaben zu unterstützen. Die Landesregierung fördert daher mit „Komm-An NRW“ in möglichst allen Städten und Gemeinden die Errichtung bzw. den Ausbau von „Ankommenstreffpunkten“. Dort können Ehrenamtliche mit Unterstützung des Landes NRW den Geflüchteten eine Grundorientierung in ihrem neuen Umfeld geben. Diese Treffpunkte können dabei Raum für Themen, vom örtlichen Schulangebot über Möglichkeiten des Sports im Verein bis hin zu simplen Regeln wie Abfalltrennung, bieten. Auch sollen mit Unterstützung des Landes NRW Grundwerte des Zusammenlebens wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau und das friedliche Miteinander der Religionen in Deutschland vermittelt werden. Ankommenstreffpunkte sollen ebenso zu Räumen der Begegnung zwischen Geflüchteten und Einheimischen werden.

Auch im Förderjahr 2019 leitet das Kommunale Integrationszentrum ca. 120.000 € weiter.