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Gesundheit

Wo bekomme ich ärztliche Hilfe, wenn ich oder mein Kind in Deutschland krank werden? Wer trägt die Kosten für die Behandlung?

In dringenden Fällen können Sie sofort die Notambulanzen in den Krankenhäusern aufsuchen und auch die Notrufnummer 112 wählen.

Wenn Sie hilfsbedürftig sind, und es sich nicht um einen akuten Notfall handelt, wenden Sie sich zunächst an das Sozialamt in der Stadt, in der Sie wohnen oder untergebracht sind. Es besteht ein Anspruch auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Das Sozialamt stellt Ihnen einen Behandlungsschein aus. Damit können Ärzte und Apotheken wie mit einer Krankenkasse abrechnen.

Wenn Sie an gesundheitlichen Beschwerden leiden, werden die erforderlichen ärztlichen und zahnärztlichen Leistungen einschließlich der Versorgung mit Arznei- und Verbandmitteln gewährt. Zum Leistungsumfang gehören auch Schutzimpfungen und die medizinisch gebotenen Vorsorgeuntersuchungen. Eine Versorgung mit Zahnersatz erfolgt nur, soweit dies im Einzelfall aus medizinischen Gründen unaufschiebbar ist.

Darüber hinaus können gemäß § 6 Asylbewerberleistungsgesetz weitere Leistungen gewährt werden, wenn sie im Einzelfall zur Sicherung der Gesundheit unerlässlich sind. Wenden Sie sich zur Beratung an das örtliche Sozialamt oder das Kommunale Integrationsmanagement.

Informationen zur medizinischen Versorgung von Flüchtlingen sind auf der Internetseite der Bundesärztekammer abrufbar.

Beratung zur Krankenversicherung erhalten Sie (auch als Nicht-EUStaatsangehörige/r) auch bei der Gleichbehandlungsstelle EUArbeitnehmer (in verschiedenen Sprachen).

Ich brauche /mein Kind braucht regelmäßig (verschreibungspflichtige) Medikamente. Wo kann ich diese bekommen?
Über den behandelnden Arzt oder Ärztin werden die erforderlichen Medikamente verordnet. Wenn Sie hilfsbedürftig sind, haben Sie Anspruch auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Solange eine hilfebedürftige Person, die als Geflüchtete nach Deutschland gekommen ist, nicht berufstätig ist und damit keine Beiträge in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlt, werden in den ersten 18 Monaten Ihres Aufenthaltes im Bundesgebiet Leistungen zur medizinischen Versorgung, wie beispielsweise Medikamente, nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bezahlt. Informationen finden Sie auch auf der Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums.

Wenn Sie Beratung brauchen, wenden Sie sich an das örtliche Sozialamt oder das Kommunale Integrationsmanagement.

Kann ich bei Bedarf eine psychologische Betreuung erhalten? Wenn ja, wie erhalte ich diese und wer trägt die Kosten?
Ja, Sie können eine kostenlose psychologische Betreuung erhalten. Dazu können Sie u.a. die kommunalen Daseinsvorsorgestellen sowie die psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteroper aufsuchen. Der Sozialpsychiatrische Dienst hilft ebenfalls allen Menschen mit psychischen Erkrankungen. Betroffene und ihre Angehörige können sich dort schnell und unkompliziert beraten lassen.

Auch im Rahmen des Asylbewerberleistungsgesetzes können psychologische Behandlungen übernommen werden. Wenden Sie sich hierfür an das örtliche Sozialamt. Eine Liste mit Kontaktdaten zu den Sozialämtern finden Sie hier.


Wo kann ich mich über die aktuellen Corona-Regelungen informieren? Wie kann ich mich vor einer Corona-Infektion
schützen?

Mehrsprachige Informationen finden Sie hier. Grundsätzlich gilt für alle im Kampf gegen Corona:

  • Abstand halten – Achten Sie auf einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen, beispielsweise im Bus oder in der Bahn, beim Einkaufen oder beim Spaziergang.
  • Hygiene beachten – Waschen Sie sich regelmäßig die Hände mit Seife und beachten Sie die Hygieneregeln beim Husten und Niesen.
  • Alltag mit Maske – Tragen Sie bitte immer eine Maske, wenn Sie im öffentlichen Raum den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen nicht sicher einhalten können. Es gilt eine Vorschrift für das Tragen von OP-Masken (Mund-Nasen-Schutz) oder FFP2-Masken im öffentlichen Personennahverkehr, beim Einkauf und überall dort, wo Menschen auf engem Raum zusammenkommen.

 

Wo kann ich mich kostenlos gegen Corona impfen lassen?
Schutzimpfungen gegen Corona sind unkomliziert und kostenlos. Hier finden Sie eine Übersicht zu Impfstellen in der StädteRegion. Mehrsprachige Informationen zum Thema Impfen finden Sie hier.

Wo kann ich mich kostenlos auf Corona testen lassen?
Alle öffentlichen Teststellen testen auch Geflüchtete kostenfrei auf Corona mit einem Schnelltest. Hier finden Sie eine Übersicht über die Teststellen in der StädteRegion.

Genau wie Personen mit deutschem Pass oder deutscher Krankenversicherung haben auch Geflüchtete unter bestimmten Umständen einen Anspruch auf einen kostenfreien PCR-Test. BItte beachten: Wenn Sie Symptome haben, lassen Sie sich bitte in einer Arztpraxis testen. Wenn Sie keine Symptome haben, finden Sie alle weiteren Informationen auf der Webseite zum Thema PCR-Test.

 

Welche weiteren Impfungen sind erforderlich?
In Kindergärten und Grundschulen in Deutschland gilt eine Masern-Impfpflicht. Welche weiteren Impfungen für Schutzsuchende dringend empfohlen werden, zeigt eine Übersicht der Ständigen Impfkommission: "Welche Impfungen sollten Geflüchtete (z.B. aus der Ukraine) jetzt erhalten, um ihre Gesundheit zu schützen und Ausbrüche zu verhindern?". Diese beinhaltet Informationen zu relevanten Impfungen für Geflüchtete und ist für impfende Stellen sowie für die Versorgung verantwortliche Stellen gedacht.

Die Handreichung sowie weitere Informationen zum Thema Flucht und Impfen (u.a. Aufklärungsmaterialien auf Ukrainisch) finden Sie auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts. Bitte sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt darüber.