KuK-Ausstellungen

Programm 2017

Die Ausstellungsprogramm 2017 liegt vor. An dieser Stelle finden Sie die entsprechenden Grußworte von Herrn Städteregionsrat Helmut Etschenberg, Schirmherr des KuK, und der KuK-Leiterin Dr. Nina Mika-Helfmeier. Den Programmflyer können Sie der rechten Spalte entnehmen.


Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Besucherinnen und Besucher des KuK,

wenn im Kunst- und Kulturzentrum (KuK) der StädteRegion in Monschau eine neue Ausstellungssaison ansteht, mischt sich bei mir – und sicherlich auch bei Ihnen – der Drang, zurückzuschauen und zu resümieren, mit der Vorfreude auf das, was kommt. Die Schnittstelle ist das KuK selbst, das auf der einen Seite sein Profil weiter schärft, auf der anderen Seite kein Elfenbeinturm sein oder werden will, sondern sich weiterhin offen zeigt. Offen für regionale Kulturschaffende ebenso wie für internationale, offen für Kunstliebhaber ebenso wie für -skeptiker, offen für immer neue Entwicklungen und Perspektiven.
Solch einen Spagat schafft dieser besondere Ausstellungsort dank eines vielfältigen Programms auf einem von Publikum und Experten bezeugten sehr hohen Niveau und dank der Niedrigschwelligkeit. Bei uns im KuK ist jeder willkommen. Nach wie vor ist der Eintritt frei, was viele Menschen, die normalerweise keine Ausstellung besuchen würden, dazu animiert, es im KuK doch zu tun.

Neben diesen Neugierigen strömen aber regelmäßig zahlreiche Überzeugte herbei, die eigens der KuK-Schauen wegen einen Ausflug ins idyllische Monschau unternehmen, teils sogar von weiter her und von jenseits der Grenzen. Vielleicht geht nicht jeder "entzückt und zufrieden", und das ist gut so, denn eine kritische Diskussion ist allemal besser als Gleichgültigkeit und Desinteresse. Doch der allergrößte Teil der mittlerweile knapp 35.000 Menschen, die in einer normalen, also nicht verkürzten Ausstellungssaison in dem historischen Gebäude an der Rur ein und aus gehen, nickt zustimmend, lobt, hinterlässt positives Feedback – und kommt wieder. Das ist ein enormer Erfolg, an den wir uns nicht gewöhnen wollen, sondern der uns wieder mit Stolz erfüllt.

Das KuK berührt, bewegt, zieht an, und genau das macht es zu einem dynamischen Knotenpunkt, an dem Gegensätze aufeinandertreffen und Fäden zusammenlaufen. Auch mit der Tatsache im Hinterkopf, dass dieser Ort ja mehr ist als Museum, dass auch Atelierhaus, Gründerzentrum, Treffpunkt seine Bedeutsamkeit prägen, wollen wir noch intensiver die Region im Allgemeinen und regionale Fotokünstler im Speziellen ansprechen und mit ins Boot nehmen. Das spiegelt sich im fünften Teil des Austellungsquintetts 2017 wider, der auf Experimentelles setzt. Das ist aber auch an neuen Akzenten abzulesen wie einer Workshop-Serie und weiteren Aktivitäten, die das Netzwerk, das hier entstanden ist, für alle noch besser nutzbar machen.

Ich freue mich, im Folgenden mit Ihnen gemeinsam einzutauchen in die Programmvielfalt der neuen Saison und mich überraschen zu lassen von dem, was sich daraus weiter entwickelt.

Herzlichst,

Ihr Helmut Etschenberg
Städteregionsrat und Schirmherr des KuK                     

 

Liebe Besucherinnen und Besucher!
 
Im Jahre 2002 wurde das KuK als Atelierhaus für Künstler/innen eingerichtet; die Ausstellungsflächen waren zunächst nur ein weiteres Standbein des ersten kulturellen Gründerzentrums in NRW. Auf mehreren Etagen in einem zugleich historischen wie auch modernen Ambiente fügen sich die Ausstellungsräume ineinander; der museale Aspekt steht heute klar im Vordergrund. Diese Entwicklungen und  Veränderungen, die in den letzten 15 Jahren das Profil des KuK im besten Sinne geschärft haben, sind Reaktionen auf das große Publikumsinteresse. Die Bedeutung als 'musealer Standort' für Fotoausstellungen hat das KuK-Zentrum erst in den letzten sechs Jahren erreicht. Dazu hat nicht zuletzt ein in den letzten Jahren aufgebautes verlässliches Netzwerk, bestehend aus internationalen Fotokünstlern, Galerien und Museen beigetragen.


Der Hauptgrund, warum sich das KuK-Zentrum inzwischen fast ausschließlich der Fotografie widmet, besteht in der von diesem Kunstgenre ausgehenden enormen Faszination.


Die Auseinandersetzung über die bildliche Evidenz der Fotografie ist so alt wie die Fotografie selbst.  Bildet Fotografie die Wirklichkeit naturgetreu ab, oder stellt sie ein inszeniertes Bild dar? Dieser Frage geht u.a. die Ausstellung  "Sammlung Lola Garrido - World in Images – A Portable History of Photography“ nach, mit einem guten Blick auf die Fotografie von 1920 bis 1990 und mit interessantem Schwerpunkt in der Zeit von Neuer Sachlichkeit und Surrealisums.

2017 finden neben der bereits erwähnten Lola-Garrido-Sammlung weitere vier Ausstellungen statt: Herbert List - „The Magical in Passing“;  Sandro Miller - „Malkovich, Malkovich, Malkovich - Hommage to Photographic Masters“; Richard Kalvar - „Earthlings“ und Thomas Rentmeister & Bjørn Melhus - „Schnee von gestern".

Die dort präsentierten Positionen beinhalten das inszenierte Bild im Surrealismus, großartige Porträtaufnahmen, die exakte oder zufällige Aufzeichnung des Geschehenen in der Streetfotografie, die Wahl neuartiger Ausschnitte und Perspektiven - von der Inszenierung und
Fotomontage über die zeitgemäßen Rauminstallationen bis zur experimentellen Videokunst.

Jede dieser Ausstellungen ist absolut sehenswert und verdient Ihre Aufmerksamkeit.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Dr. Nina Mika-Helfmeier
(Leiterin des KuK der StädteRegion Aachen in Monschau)

Kontakt

Kultur
Zollernstraße 10
52070 Aachen

Ansprechpartner/-innen

Frau Dr. Nina Mika-Helfmeier
Tel: +49 241 5198-2664
Fax: +49 241 5198-82664
nina.mika-helfmeier@staedteregion-aachen.de