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Projektgruppe will den Katastrophenschutz in der StädteRegion noch professioneller aufstellen. „Wir können keine Katastrophen verhindern, aber uns bestmöglich vorbereiten.“

StädteRegion Aachen. „Wir müssen uns im Bereich des Katastrophenschutzes künftig noch besser und professioneller aufstellen.“ Was Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier so auf den Punkt bringt, haben heute auch die Mitglieder des Ausschusses für Rettungswesen und Katastrophenschutz der StädteRegion einstimmig mitgetragen. Dazu soll nun binnen Jahresfrist eine eigens einzurichtende, hauptamtliche Projektgruppe bei der StädteRegion Aachen ein Konzept erarbeiten. In den vergangenen zwei Jahren hat es verschiedene Ereignisse wie den Tornado in Roetgen, Waldbrände, leichtere Erdbeben und letztlich auch die Hochwasserkatastrophe Mitte Juli gegeben. „Der Katastrophenschutz ist nach dem Ende des Kalten Krieges schleichend heruntergefahren worden. Das müssen und werden wir nun ändern. Wir können zwar keine Katastrophen verhindern, aber wir können beispielsweise aus dem Hochwasser unsere Lehren ziehen und uns bestmöglich vorbereiten.“ Das betrifft laut Dr. Grüttemeier auch das Katastrophenschutzzentrum: „Der bisherige Standort in Simmerath kann sicherlich ein Ausbildungszentrum bleiben, aber wir brauchen jetzt ein modernes, gut ausgestattetes  Katastrophenschutzzentrum mitten in der StädteRegion Aachen.“

Ein weiterer Punkt ist die bessere Ausrüstung der Einheiten des Katastrophenschutzes. Hier geht es, um Beispiele zu nennen, auch um „watfähige“ Fahrzeuge (wie Rettungswagen, die auch durch höheres Wasser fahren können), aber auch Spezialgerät zur Bekämpfung von Vegetationsbränden. Diese komplette Neubetrachtung des Katastrophenschutzes – die StädteRegion finanziert das mit mehr als 200.000 Euro im Jahr – erfolgt im regionalen Schulterschluss: „Genau wie in der akuten Gefahrenlage und beim Wiederaufbau sind wir auch hier in der engen Zusammenarbeit mit den Kommunen,“ betont der Städteregionsrat.
In diesem Zusammenhang sollen die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der Stadt Aachen, die sich in der Corona-Pandemie sehr eng und konstruktiv gestaltet, weiter ausgelotet werden.

Absehbare Konsequenzen des Klimawandels wie Dürre und häufigere Starkregenereignisse erfordern – hier sind sich Verwaltung und Politik einig - auch neue Konzepte und Maßnahmen vor Ort. Die Projektgruppe soll eine objektive Betrachtung und eine vollständige Überarbeitung der Konzepte liefern. Sie wird organisatorisch direkt bei dem Städteregionsrat angesiedelt. „Die Gruppe wird alle wichtigen Punkte im Katastrophenschutz auf den Prüfstand stellen. Wo es eine Neuausrichtung braucht, um die Menschen hier in der StädteRegion Aachen in Katastrophenfällen noch besser zu schützen, werden wir diese zügig angehen,“ so Dr. Grüttemeier.

Die Mitglieder des Ausschusses für Rettungswesen und Bevölkerungsschutz begrüßten in der Sitzung am heutigen 01. September die Vorschläge der Verwaltung und haben sich einstimmig dafür ausgesprochen, dass die Verwaltung für diese Aufgabe zwei zusätzliche Stellen in den Stellenplan aufnimmt. Die endgültige Entscheidung fällt am 29. September in der Sitzung des Städteregionstags.

Veröffentlicht am 01.09.2021

 

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