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Afrikanische Schweinepest auf dem Vormarsch. Aufhebung der Schonzeit für junge Wildschweine („Überläufer“).

StädteRegion Aachen. Im Osten Tschechiens wurde unweit der Grenze zur Slowakei in mehreren Fällen die sogenannte Afrikanische Schweinepest (ASP) festgestellt. Sie ist damit nur noch rund 300 Kilometer von Deutschland entfernt und es besteht eine erhöhte Gefahr, dass die Afrikanische Schweinepest nach Deutschland eingeschleppt wird. Da der Schwarzwildbestand in der StädteRegion Aachen derzeit auf einem ungewöhnlich hohen Niveau ist, hebt die untere Jagdbehörde der StädteRegion die noch bestehende Schonzeit für sogenannte „Überläufer“ mit sofortiger Wirkung auf. Als Überläufer bezeichnen Fachleute männliches und weibliches Schwarzwild im Alter von ein bis zwei Jahren. Hiervon ausgenommen sind weiterhin „führende Bachen“ mit noch nicht selbständigen Frischlingen. Diese Aufhebung ist bis Ende März 2018 befristet. Die StädteRegion Aachen kommt damit einer Bitte des Düsseldorfer Umweltministeriums nach.

„Der Schwarzwildbestand hat so stark zugenommen, weil sich die Lebensbedingungen für die Tiere verbessert haben. Ein ganzjähriges Nahrungsangebots durch eine intensivierte Landwirtschaft und die milden Winter haben zu einer erheblichen Vergrößerung der Bestände geführt“, erklärt Diplom-Biologe Richard Bollig vom Umweltamt der StädteRegion. „Wegen der Gefahr einer Übertragung der Afrikanischen Schweinepest auf hiesige Bestände ist eine Verringerung der Zahl der Tiere dringend angeraten“, so Bollig weiter. Je kleiner die Bestände, desto geringer ist die Gefahr der Ansteckung mit der Seuche. Um dies zu gewährleisten, muss das Schwarzwild ganzjährig intensiv bejagt werden können, sodass die Einhaltung der Schonzeit aufgehoben wird.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine fieberhafte, hoch ansteckende Allgemeinerkrankung der Haus- und Wildschweine. Ein seuchenähnlicher Verlauf mit hohen Sterblichkeitsraten ist bezeichnend für die Virus-Erkrankung. Derzeit breitet sich die Krankheit in den betroffenen Regionen in Osteuropa (Polen, Baltikum, Moldawien und Ukraine) immer weiter aus. Auch Hausschweinebestände stecken sich regelmäßig an. Eine Ansteckungsgefahr für den Menschen besteht jedoch nicht!

Weitere Fragen zu diesem Thema beantwortet die untere Jagdbehörde der StädteRegion Aachen telefonisch unter 0241/5198-2238.

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