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Alter als Ressource statt als Risiko verstehen. Fachtagung in Stolberg zeigt Wege auf, die gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen zu fördern.

StädteRegion Aachen. „Durch die Corona-Pandemie wird Alter häufig eng mit Risiko verbunden. Wir alle müssen Alter aber wieder als Ressource betrachten. Vor allem darf man ältere Menschen nicht als Gruppe sehen, die man zum eigenen Wohl besser wegschließt. Nein, ganz im Gegenteil leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag zu unserer Gesellschaft.“ Diese Aussage des städteregionalen Dezernenten für Soziales, Gesundheit und Digitalisierung, Dr. Michael Ziemons, fasst die Ergebnisse der Fachtagung „Gesundheitsförderung und soziale Teilhabe älterer Menschen“ präzise zusammen. Gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) hatte die StädteRegion jetzt zu der Tagung in den Zinkhütter Hof nach Stolberg geladen. Vor Ort war dabei unter anderem auch der Vorsitzende der BAGSO, Franz Müntefering.

„Eine zentrale Bedeutung kommt den Kommunen zu. Denn genau hier vor Ort wird entschieden, was die Gesellschaft mit älteren Menschen macht, aber eben auch, was ältere Menschen selbst aus ihrem Leben machen“, so Müntefering. Genau deshalb habe die BAGSO gemeinsam mit der StädteRegion zu dieser Tagung insgesamt fast 80 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis eingeladen.

Auch wenn das in Zeiten der Corona-Pandemie mit hohem Aufwand und einem ausgeklügelten Hygienekonzept einherging: Dieser direkte und persönliche Austausch war dabei ohne Zweifel hilfreich. Prof. Cornelius Bollheimer, Direktor der Klinik für Altersmedizin an der Uniklinik der RWTH Aachen, formulierte in seinem Vortrag die These, dass gesunde Ernährung und mehr Bewegung die wichtigsten Faktoren für ein gesundes Altern seien. Ein Erfolgsfaktor sei aber immer entscheidend: „Gesunde Ernährung und Bewegung müssen den älteren Menschen Spaß machen. Das ist die Herausforderung für gute Programme, denn nur so funktionieren sie nachhaltig.“

Für den Blick über den Tellerrand war eigens aus Baden-Württemberg Marianne Thoma nach Stolberg gekommen. Sie stellte viele interessante Projekte und Strategien aus der Praxis vor, die auch für die StädteRegion Aachen interessant sein könnten.  

Erst im Januar 2020 gegründet, wurden jetzt erstmals in größerer Runde die Pläne und Ideen des neuen Kompetenznetzwerks „Gesundheitsförderung im Alter“ vorgestellt. Unter diesem Dach haben sich Akteure der Seniorenarbeit in der gesamten StädteRegion zusammengeschlossen. Hier gibt es schon viele Pläne, auch wenn sich - wieder einmal wegen Corona - einiges sich in der angedachten Form derzeit (noch) nicht umsetzen lässt.
Eines ist aber klar: Die Gruppe der über 65-Jährigen ist schon heute mit rund 20 Prozent der Bevölkerung in der StädteRegion Aachen sehr stark vertreten. Eine riesige Ressource, oder wie Ziemons es formulierte: „Das ist ein Schatz, den wir gefunden haben und ihn bildlich gesprochen nur noch heben müssen.“

Kontakt

Amt für Inklusion und Sozialplanung
Zollernstraße 10
52070 Aachen

Ansprechpartner/-innen

Herr Raimund Lanser
Tel: +49 241 5198-5808
raimund.lanser@staedteregion-aachen.de