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Bienenweiden: StädteRegion hat 5.000 Quadratmeter an vier Schulen eingesät.

StädteRegion Aachen. Die StädteRegion Aachen hat 5.000 Quadratmeter Rasenfläche an vier Schulen umgestaltet und mit Wildkräutern eingesät. Diese Flächen sollen zukünftig als sogenannte „Bienenweiden“ fungieren und den heimischen Insekten Nahrung und Lebensraum bieten. An den Berufskollegs in Eschweiler und Herzogenrath, dem Weiterbildungskolleg Würselen und der Regenbogenschule in Stolberg wurden insgesamt fünf Rasenflächen umgewandelt. Dazu wurde an diesen Stellen zunächst das Gras vollständig entfernt. Anschließend wurde dort eine spezielle Wildkrautmischung aus 32 verschiedenen Pflanzenarten gesät.

Gärtnermeister Ralf Langert vom Amt für Immobilienmanagement und Verkehr hatte die Idee, die kaum genutzten Rasenflächen für den Insektenschutz zur Verfügung zu stellen: „Ich betreue die Immobilien schon seit Jahren und wusste daher, welche Flächen kaum von den Schülern beansprucht werden und somit für eine Umwandlung in Frage kommen.“ Seine Idee stellte er dem Umweltamt vor, wo sie mit Begeisterung aufgenommen wurde. In enger Zusammenarbeit haben die Ämter die Ausschreibung und Finanzierung geklärt und konnten innerhalb kurzer Zeit schon alles umsetzen. „Wir haben unser Knowhow zusammengebracht und dadurch Synergieeffekte genutzt“, sagt Iris Heinrichs vom Umweltamt. „Die fünf Flächen wurden schon eingesät und ab jetzt kann die Natur die Regie übernehmen“, freut sich auch Langert.

Die 32 Wildkräuter bieten den Insekten schon im nächsten Frühling und Sommer Nahrung und Lebensraum. Nicht nur die Blüten werden von den verschiedenen Insektenarten genutzt. Raupen fressen sich durch die von ihnen bevorzugten Blätter und verpuppen sich dann. Hohle Stängel werden von Wildbienen als Brutröhren genutzt und im Winter verkriechen sich dort Insekten zum Schutz vor Kälte. Die Samenstände der Pflanzen werden von Vögeln als Futter aufgenommen und im Frühjahr sammeln sie die Pflanzen als Nistmaterial.

Wer allerdings auf diesen Flächen eine ganzjährige Blumenpracht erwartet, könnte enttäuscht sein. Die ausgewählten Wildkräuter sind keine Zierblumen und haben zum Teil wenig „Show-Effekt“. Manch einer wird die Flächen vielleicht sogar als verwildert empfinden. „Es geht uns aber nicht um schicke Beete, sondern um den Nutzen für die Tiere. Die StädteRegion leistet einen Beitrag um dem Insektensterben entgegenzuwirken. Die Flächen sind von nun an für die Natur viel wertvoller, als ein gepflegter Rasen!“, macht Iris Heinrichs deutlich. „Wenn jeder ein bisschen von der Idee ablässt, dass alles sauber sein muss und nirgends ein wildes Pflänzchen wachsen darf, dann haben wir schon viel erreicht!“

Veröffentlicht am 23.11.2018

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