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Bildungsgerechtigkeit im Fokus: 130 Teilnehmer tauschen sich bei der städteregionalen Bildungskonferenz aus.

StädteRegion Aachen. „Hallo aus Düsseldorf!“ „Guten Morgen aus Remscheid, aus Köln, aus Aachen, aus Eschweiler!“ „Ein herzliches Willkommen an alle Gäste aus der StädteRegion Aachen und ganz NRW!“ Wach und hochmotiviert starteten die Teilnehmer in die erste digitale Bildungskonferenz am 5. November. Eingeladen hatte  das Bildungsbüro der StädteRegion Aachen, um ein hochaktuelles Thema zu diskutieren: Lernen aus und in besonderen Zeiten. „Es ist wichtiger denn je, die Bedarfe jedes einzelnen Kindes und jedes einzelnen Jugendlichen fest im Blick zu behalten und für Chancengleichheit zu sorgen“, betont Markus Terodde, Bildungsdezernent der StädteRegion Aachen. „Was in ‚normalen‘ Zeiten schon schwierig ist, bedarf jetzt noch größerer Anstrengungen und verbesserter Rahmenbedingungen.“ Die Teilnehmer tauschten sich dazu aus, was im Bildungsnetzwerk gut funktioniert und wo noch Bedarfe sind.

Wie sieht der Alltag in den Bildungseinrichtungen derzeit konkret aus? Welche Rolle spielen soziale Kontakte und die persönliche Beziehung für den Bildungserfolg? Prof. Dr. Stephan Gerhard Huber von der Pädagogischen Hochschule Zug (Schweiz) untersucht seit den ersten Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie mit seinem Team Auswirkungen auf Schule und Bildung. Seine Studienergebnisse sind eindeutig: „Krisen wirken wie ein Brennglas! Sie machen Unterschiede, die es vorher schon gab, noch deutlicher!“ Daraus leitete er die Frage der Verantwortung aller im Bildungsbereich engagierten Personen ab. „Es gab eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern, die sehr wenig oder gar nichts gemacht haben. Wie können wir diese Unterschiede kompensieren?“

Nach diesem Input nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich in kleinen Runden über bereits bestehende Angebote in der Bildungsregion auszutauschen. Gemeinsam berieten sie darüber, welche Ansätze gut sind, was verbessert werden soll und an welchen Stellen neue Angebote und Kooperationen entstehen müssen. Es zeigte sich, dass es durch die Krise auch positive Veränderungen gibt, zum Beispiel neue Unterrichtsformate, dass digitale Tools eingeführt werden und der Zusammenhalt in den Kollegien wächst. Wo die Zusammenarbeit schon gut war, ist sie noch stärker geworden!

Um Neues umzusetzen und weiterhin gute Bildung für alle Kinder und Jugendlichen ermöglichen zu können, benötigen Bildungsverantwortlichen geeignete Rahmenbedingungen. Die Teilnehmer der Bildungskonferenz haben daher auch klare Bedarfe formuliert. Ein Beispiel: Wenn digitale Endgeräte angeschafft werden, muss damit die Vermittlung von Medienkompetenzen einhergehen. Auch die begleitenden Qualifizierungen der Pädagoginnen und Pädagogen müssten weiter ausgebaut werden.

Hintergrund

Die städteregionale Bildungskonferenz findet alle zwei Jahre statt. Themen sind aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen von der frühen Bildung bis zum Übergang von der Schule in den Beruf oder in ein Studium. Die Teilnehmer repräsentieren die BildungsRegion Aachen mit ihren vielfältigen Angeboten und Möglichkeiten. Hier arbeiten Expertinnen und Experten aus Kommunen, Politik, dem Land NRW, Kindertageseinrichtungen, Schulen, Schulaufsicht, Jugendhilfe, Hochschulen, Kammern und Wirtschaft, Bundesagentur, Kultur und Sport und von allen relevanten Trägern und Netzwerken in Erziehung, Bildung, Weiterbildung und Betreuung zusammen. Für sie liefert die Bildungskonferenz Impulse aus Wissenschaft und Praxis.

Veröffentlicht am 27.11.2020

Kontakt

Bildungsbüro
Zollernstraße 16
52070 Aachen
Tel: +49 241 5198-4300

Ansprechpartner/-innen

Herr Dr. Sascha Derichs
Tel: +49 241 5198-4309
sascha.derichs@staedteregion-aachen.de