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StädteRegion Aachen startet Befragung zu sozialen Auswirkungen der Corona-Pandemie.

StädteRegion Aachen. Unter dem Kürzel „covid19-sozial“ startet die StädteRegion Aachen heute (02.12.2020) eine Online-Befragung zu den sozialen Auswirkungen der Pandemie. Es handelt sich dabei um die größte Forschungsinitiative ihrer Art in Deutschland.  Per Mail werden in den nächsten Tagen zunächst all jene Personen über 18 Jahren von der StädteRegion Aachen angeschrieben, die zwischen Februar 2020 und Oktober 2020 in der StädteRegion Aachen an Covid19 erkrankt sind oder durch das Gesundheitsamt in häusliche Quarantäne gestellt wurden. Es handelt sich dabei um rund 17.000 Personen aus allen zehn Kommunen der StädteRegion, die um Teilnahme an der Befragung bis zum 20. Dezember gebeten werden. Mittels eines Zugangscodes gelangen sie von der Internetseite: www.staedteregion-aachen.de/covid19-sozial aus zu einem Fragebogen, der rund 20 Minuten Zeit in Anspruch nimmt. Die Teilnahme ist freiwillig und erfolgt anonym nach sämtlichen Richtlinien der aktuellen Datenschutzbestimmungen.
„Wir bitten alle, die gefragt werden, sich die Zeit zu nehmen und den Fragebogen zu beantworten“, so Dr. Michael Ziemons, Dezernent für Soziales und Gesundheit der StädteRegion, „denn nur mit einer ausreichenden Menge an Rückläufen können wir die sozialen Folgen der Pandemie besser verstehen und etwas dagegen tun“. Wer in Quarantäne oder erkrankt war, soll daher im Zweifel in seinem Spam-Fach nachschauen, damit kein Aufruf übersehen wird.

Ziel der gemeinsam mit Prof. Dr. Sebastian Böhm von der Katholischen Hochschule NRW in Köln auf den Weg gebrachten Befragung ist es, mehr über die sozialen Aspekte und Folgen von Covid-19 in Erfahrung zu bringen. „Uns interessiert, wie unterschiedlich Menschen im Alltag betroffen sind, wie sich ihre Arbeits- und Lebenssituation hier in der StädteRegion Aachen verändert hat, aber insbesondere auch wie Menschen damit umgehen und welche Unterstützung dabei hilfreich war oder aus Sicht der Befragten fehlte“ führt Ziemons aus. „Nur wenn wir wissen, wo die Lücken im System sind, können wir auch daran arbeiten, sie zu schließen.“

Die Ergebnisse sollen deshalb im Rahmen der Sozialplanung auch dazu genutzt werden, aufzuzeigen, welche Unterstützungs- und Informationsbedarfe bestehen und wo und wie – zum Beispiel auf der Ebene der Sozialräume – ein Beitrag zur Bewältigung der Krise geleistet werden kann. Gemeinsam mit Antje Rüter von Amt für Inklusion und Sozialplanung hoffen Ziemons und Böhm daher auf eine möglichst hohe Beteiligung, um ein fundiertes Bild über die Lage und möglichen Bedarfe hier in der Region zu erhalten. Zugleich bitten sie um Verständnis dafür, dass in der jetzt anlaufenden Befragung zunächst nur die Personengruppe befragt wird, die unmittelbar durch die Pandemie im Rahmen einer eigenen Erkrankung oder Quarantäne betroffen war. Geplant ist aber bereits jetzt, im nächsten Jahr die Befragung fortzusetzen und dann nach dem Kriterium der Repräsentativität ausgewählte Haushalte zu der Thematik zu befragen.

Die Ergebnisse sollen im Rahmen der Sozialplanung auch dazu genutzt werden, aufzuzeigen, welche Unterstützungs- und Informationsbedarfe bestehen. Die Initiatoren wollen ermitteln, wo und wie – zum Beispiel auf der Ebene der Sozialräume – ein Beitrag zur Bewältigung der Krise geleistet werden kann. Die städteregionale Forschungsinitiative ist die größte kommunal verankerte ihrer Art und einzigartig. Den Ergebnissen dürfte bundesweite Aufmerksamkeit zugutekommen. Die Präsentation der Auswertung ist für das Frühjahr 2021geplant.

Kontakt

Amt für Inklusion und Sozialplanung
Zollernstraße 10
52070 Aachen

Ansprechpartner/-innen

Frau Antje Rüter
Tel: +49 241 5198-2470
Fax: +49 241 5198-82470
antje.rueter@staedteregion-aachen.de