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Für eine Kultur der gegenseitigen Achtung: Bürgerpreis „Zivilcourage“ der StädteRegion Aachen geht an mutige Mitbürger aus Alsdorf und Burtscheid.

StädteRegion Aachen. Für eine Kultur der gegenseitigen Achtung wirbt der Bürgerpreis „Zivilcourage“ der StädteRegion Aachen, der jetzt erneut an mutige „Lebensretter“ verliehen worden ist. Bei der Preisverleihung im Mediensaal des Hauses der StädteRegion Aachen betonte Prof. Dr. Edeltraud Vomberg, Dezernentin für Soziales und Gesundheit, wie wichtig Zivilcourage für ein gesundes gesellschaftliches Klima ist. „Es geht darum, dass Menschen Verantwortung übernehmen, so wie die Mitbürger, die heute ausgezeichnet werden.“ In Vertretung von Städteregionsrat Helmut Etschenberg wohnte die stellvertretende Städteregionsrätin Elisabeth Paul der Preisverleihung bei.

Laudator Theo Steinröx, Ehrenamtbeauftragter der StädteRegion Aachen, stellte die Preisträger Markus Wacht und Sinan Altunkaya aus Alsdorf-Blumenrath vor. „Bei einem Wohnungsbrand war schnelles und entschlossenes Handeln gefragt. Die Nachbarn haben nicht gezögert, standen bei, leisteten Erste Hilfe, retteten die Betroffenen aus Lebensgefahr und gefährdeten sich dabei selbst. Gafferei oder Behinderungen der Feuerwehr gab es hier nicht, stattdessen wurde angepackt“, lobte Steinröx die beiden Männer.

Die zweite Ehrung ging in die Stadt Aachen: Manfred Reinders, Ehrenamtsbeauftragter der Stadt Aachen, hielt die Laudatio auf Mustafa Ahmad und Hasan Cheikh Hasan. Im Burtscheider Kurviertel hatten sie Hilferufe einer älteren Dame gehört. Während des Lichterfestes arbeitete Hasan Cheikh Hasan im Café seines Onkels Mustafa Ahmad. In der Wohnung darüber befand sich ein Mehrfachtäter auf der Flucht. Die Frau rief auf dem Balkon um Hilfe. Geistesgegenwärtig schaute sich Hasan Cheikh Hasan um. Als dann ein junger Mann aus dem Haus lief, zögerte Hasan nicht und hielt den Flüchtigen fest. „Der mutmaßliche Straftäter hatte bereits einige Monate zuvor im Pontviertel auf eine Gruppe von Doktoranden eingeschlagen. Und auch den 80-Jährigen Ehemann der hilferufenden Dame verschonte er nicht. Wer weiß, was er noch angestellt hätte?“, fragte sich Laudator Reinders und dankte dem Helfer für sein beherztes Eingreifen.

„Es kann ein kleines Vorgehen gegen eine Beleidigung oder eine große Hilfe bei einem Unfall sein, wodurch man Zivilcourage zeigt“, erklärte Vomberg. Mit der Auszeichnung werden seit 2010 Menschen und Initiativen für ihr Engagement gewürdigt, wenn jemand in Not ist und man spontan eingreift oder sich für die Werte der Gesellschaft einsetzt - zum Beispiel bei Überfällen oder medizinischen Notfällen. „Alle Ausgezeichneten haben Mut bewiesen und sind Vorbilder“, betonte Vomberg.

Moderator Olaf Theissen führte durch das Programm. Die „Lawless Crew“ trug mit einer gekonnt vorgetragenen Hip Hop-Tanzdarbietungen zur Unterhaltung bei.

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