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Gleichstellungsplan bis Ende 2028 fortgeschrieben. Bisherige Zielvorgaben weitestgehend erreicht.

StädteRegion Aachen. Für die kommenden fünf Jahre – also bis Ende 2028 - ist der Gleichstellungsplan der StädteRegion Aachen fortgeschrieben worden. Das hat der Städteregionstag in seiner Dezembersitzung jetzt mehrheitlich beschlossen. Es wurde festgestellt, dass die Zielvorgaben des bisherigen Planes von 2019 bis 2023 weitestgehend erreicht worden sind. Mit einer Gesamtfrauenquote von rund 74 Prozent ist die StädteRegion Aachen in Bezug auf Geschlechterparität und Chancengleichheit gut aufgestellt. Auch wenn es im Bereich der erweiterten Behördenleitungsebene und im Bereich der Arbeitsgruppenleitungen in den vergangenen Jahren positive Entwicklungen gegeben hat, besteht hier nach wie vor eine leichte Unterrepräsentanz von Frauen.

Das Landesgleichstellungsgesetz NRW verpflichtet alle Kommunen zur Erstellung und Fortschreibung eines Gleichstellungsplans. Nach Inkrafttreten des Gesetzes im Jahr 1999 hat der ehemalige Kreis Aachen den ersten Frauenförderplan im Jahr 2000 beschlossen und laufend fortgeschrieben – auch nach der Gründung der StädteRegion Aachen. Im Dezember 2018 hat der Städteregionstag auf der Grundlage des Ende 2016 novellierten Gesetzes den Gleichstellungsplan 2019-2023 beschlossen.

Der Blick auf den aktuellen Stand und das Erreichen der Ziele zeigt, dass sich die Frauenquote auf Behördenleitungsebene in den vergangenen fünf Jahren erhöht hat. Ulrike Königsfeld: „Aus Gleichstellungssicht ist besonders begrüßenswert, dass mit der Kreisdirektorin eine Frau als Allgemeine Vertreterin des Städteregionsrats die Städteregionsverwaltung maßgeblich mitsteuert. Ebenso erfreulich ist, dass die Behördenleitungsebene durch eine weitere Frau als Dezernentin des technischen Bereiches verstärkt wird.“ Im Bereich der Arbeitsgruppenleitungen (AGL) besteht nach wie vor eine leichte Unterrepräsentanz der Frauen. Ulrike Königsfeld ist überzeugt, dass noch bessere Rahmenbedingungen und gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen dazu beitragen werden, die Frauenquote im mittleren Management weiter zu steigern.

Die Möglichkeit, die Ausbildung für den ehemaligen gehobenen Dienst künftig auch in Teilzeit zu durchlaufen, bietet weitere Anreize zur Nachwuchskräftegewinnung. Durch die Aufhebung der Beförderungsbegrenzung ergeben sich zudem gute Perspektiven für die Beamtinnen und Beamten zur beruflichen Weiterentwicklung. Auch im Bereich der Kindertagesbetreuung konnte durch die Entfristung der zuvor befristet beschäftigten Fach- und Ergänzungskräfte eine klare Verbesserung erzielt und die Arbeitgeberattraktivität für sozialpädagogische Fachkräfte gesteigert werden. Erfreulich - wenn auch weiter ausbaubar - ist es, dass der Anteil an Männern im Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes (beispielsweise in den Kitas) leicht gesteigert werden konnte. 
 
Entscheidend für eine bessere Vereinbarkeit von Privatleben, Familie, Pflege und Beruf ist neben strukturellen Verbesserungen die zunehmende Digitalisierung der Verwaltung, so Ulrike Königsfeld: „2018 konnte niemand ahnen, welch rasante Entwicklung die Digitalisierung der Verwaltung im Zuge der Covid-Pandemie nehmen würde. Die Jahre der Pandemie haben zahlreiche digitale Entwicklungen in ungeahntem Tempo forciert. Hier gilt es diese Standards weiterzuentwickeln.“

Die jetzt beschlossene Fortschreibung des Gleichstellungsplanes bis 2028 knüpft an die bereits wirksamen Maßnahmen an, indem die Rahmenbedingungen für die Beschäftigten weiter optimiert werden. Im Kern sind das: 

  • die Optimierung des Raumkonzeptes,
  • ein Diversitäts- und Generationenmanagement mit lebensphasenangepassten Arbeitsmodellen
  • und die Aktivierung der „Stillen Reserve“ der Verwaltung. Hier gilt es, im Sinne der strategischen Personalentwicklung genauer in den Blick zu nehmen, welche Potenziale von Beschäftigten noch „schlummern“ und diese auszubauen.

Ulrike Königsfeld ist zuversichtlich: „Wir sehen den Plan als ein Werkzeug zur weiteren Steigerung der Attraktivität der Städteregionsverwaltung als Arbeitgeberin. Hier sind wir auf einem guten Weg, den wir auch künftig engagiert weiter beschreiten werden.“

Veröffentlicht am 18.12.2023

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