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Krankenhäuser in der StädteRegion Aachen nehmen zehn Covid-Patienten aus dem Eupener Krankenhaus auf.

StädteRegion Aachen. Das St. Nikolaus-Hospital im belgischen Eupen ist am Rande seiner Kapazität angekommen. Die vorgehaltenen Intensivplätze und die Isolierstationen für Covid-19-Erkrankte sind voll belegt. Heute Morgen gegen 06:00 Uhr ist ein Hilferuf des Ministers für Gesundheit der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, Antonios Antoniadis, beim Gesundheitsdezernenten der StädteRegion Aachen, Dr. Michael Ziemons, angekommen. Nach vielen Telefonaten mit allen sieben Krankenhäusern in der StädteRegion Aachen war schnell klar: Alle Häuser nehmen mindestens einen Covid-Patienten aus Ostbelgien auf. Es wird damit sehr schnell Plätze für mehr als zehn belgische Patienten in der StädteRegion Aachen geben. Die ersten Verlegungen können noch im Laufe des heutigen Tages erfolgen.

„Wir sehen uns als StädteRegion selbstverständlich in der Pflicht zu helfen“, so Dr. Michael Ziemons. „Wir können in einem solchen Fall nicht darauf warten, dass es von Bundesseite eine formelle Einigung mit Belgien dazu gibt. Wir müssen einfach vor Ort helfen und Lösungen finden.“ Auch über die Euregio Maas-Rhein konnte so binnen wenigen Stunden eine Lösung auf die Beine gestellt werden, die tragfähig ist und vor allem den Menschen in der Dreiländerregion hilft“, sagt Dr. Ziemons.

Und auch von Seite der Krankenhäuser in der StädteRegion Aachen gab es eine große Welle der Solidarität: „Alle Häuser haben sich bereits zurückgemeldet und kurzfristig die Übernahme von Patienten zugesagt.“ Diese werden schon sehr bald - teilweise noch heute - in die sieben Krankenhäuser in der StädteRegion Aachen verlegt.

Die Versorgungssicherheit der deutschen Patienten bleibt aber garantiert, wie Dr. Ziemons bekräftigt: „Wir haben noch ausreichend freie Kapazitäten, so dass wir diese nachbarschaftliche Hilfe leisten können, ohne die Versorgung vor Ort zu gefährden.“

Veröffentlicht am 27.10.2020

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