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NRW-Staatssekretär Mathias Richter macht sich ein Bild von der Arbeit des Kommunalen Integrationszentrums.

StädteRegion Aachen. Integration macht keine Ferien. So lautet das Motto von Staatssekretär Mathias Richter, der aktuell die Kommunalen Integrationszentren (KI) in Nordrhein-Westfalen besucht. „Bildungsgerechtigkeit und Bildungschancen sind wichtige Themen in unserem Land“, so Richter. „Persönliche Gespräche sind eine gute Gelegenheit, mehr über die Projekte und Initiativen vor Ort zu erfahren.“

Prof. Dr. Edeltraud Vomberg, Sozialdezernentin bei der StädteRegion Aachen, und Timur Bozkir, Leiter des städteregionalen KI, begrüßten die Gäste aus den Landesministerien für Schule und Bildung sowie für Kinder, Familien, Flüchtlinge und Integration im Haus der StädteRegion Aachen. „Vielfalt ist Normalität, kein Ausnahmezustand“, beschreibt Vomberg ihre Sichtweise. „Integration hat in der StädteRegion Aachen einen hohen Stellenwert und bietet viele Chancen für unsere Gesellschaft. Unser Kommunales Integrationszentrum unterstützt Kommunen und Bildungseinrichtungen bei den Herausforderungen – und orientiert sich dabei an dem jeweiligen Bedarf.“ Die Grundlage für diese Arbeit ist das Integrationskonzept mit dem Titel „Miteinander leben – gemeinsam Zukunft gestalten“. Das KI hat es in einem breiten Beteiligungsprozess entwickelt. Die Kommunen, verantwortliche Institutionen und möglichst viele gesellschaftliche Gruppen haben daran mitgearbeitet, um gemeinsame Leitlinien für das Handeln in der Region zu schaffen.

Claudia Janetzko und Silke Peters stellten konkrete Beispiele dafür vor, was das KI für Bildungseinrichtungen und engagierte Bürger anbietet. Im Arbeitsschwerpunkt „Integration durch Bildung“ ist das zum Beispiel die Seiteneinsteigerberatung, die pro Jahr etwa 800 Kinder und Jugendliche erhalten, die aus dem Ausland in die StädteRegion ziehen. Zum Abschluss der Beratung wissen die Familien mehr über das deutsche Bildungssystem und meist ist auch der passende Schulplatz gefunden. Das KI berät und unterstützt auch die Bildungseinrichtungen bei ihrer Arbeit. Vor allem Schulen erhalten Beratung und Angebote für Fortbildungen sowie Informations- und Unterrichtsmaterial. Ein Beispiel für dieses Unterstützungssystem sind die Präsenzbibliotheken für Deutsch als Zielsprache (DaZ). Seit 2016 gibt es den Standort in der Stadt Aachen. Dieses Jahr konnte das Angebot um zwei weitere Standorte in Alsdorf und Eschweiler erweitert werden. Hier finden Lehrkräfte Material für den Unterricht mit Seiteneinsteigern, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Außerdem gibt es dazu qualifizierte Beratung und ein DaZ-Café zum fachlichen Austausch.

Der zweite Arbeitsschwerpunkt ist „Integration als Querschnittsaufgabe“. Hier unterstützt das KI unter anderem Institutionen, Vereine und Verbände in der StädteRegion, die sich in den Kommunen für die Integration von Flüchtlingen und Neuzugewanderten einsetzen. •   Fördermittel aus dem Landesprogramm „KOMM-AN NRW“ gibt das KI für diese wichtige Arbeit direkt weiter an ehrenamtliche Initiativen sowie Träger der freien Wohlfahrtspflege in den regionsangehörigen Kommunen. Zu den Querschnittsthemen gehört auch das Programm „Miteinander gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“. Es wirbt für gelebte Vielfalt und will rechtsextremistischen und menschenfeindlichen Tendenzen entgegenwirken. In den Blick genommen werden hier auch religiös fundierter Terrorismus und Salafismus.

„Integration und Bildung sind Schlüssel für die erfolgreiche Zukunft unseres Landes“, sagte Staatssekretär Richter zum Abschluss des Termins. „Deswegen freut es mich, dass sich hier in der StädteRegion Aachen viel bewegt und diese Themen nach vorne gebracht werden.“

Veröffentlicht am 17.08.2018

Kontakt

Kommunales Integrationszentrum
Zollernstraße 10
52070 Aachen

integrationszentrum@staedteregion-aachen.de

Ansprechpartner/-innen

Herr Timur Bozkir
Tel: +49 241 5198-4600
timur.bozkir@staedteregion-aachen.de