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Frühwarnkonzept bei Hochwasser: StädteRegion startet Forschungsprojekt mit der RWTH


StädteRegion Aachen. Die StädteRegion Aachen arbeitet auf verschiedenen Ebenen mit Hochdruck daran, noch besser auf Gefahren bei Hochwasser und Starkregenereignissen vorzubereitet zu sein. Mit dem Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft der RWTH Aachen als Partner beginnt im Februar ein zweijähriges Forschungsprojekt. Es soll die StädteRegion Aachen in die Lage versetzen, noch besser und früher auf Hochwasser reagieren können. Ziel ist es, ein Frühwarnkonzept sowie Überflutungsinformations-system zu entwickeln, um die Kommunikation und Information bei solchen Ereignissen zu verbessern. Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier, Staatssekretärin Dr. Bettina Hoffmann, Professor Dr.-Ing. Holger Schüttrumpf, Dezernentin Susanne Lo Cicero-Marenberg, Dr. Martin Karleß vom Wasserverband Eifel-Rur sowie Sander Lutterbach von der StädteRegion Aachen haben das Förderprojekt jetzt vorgestellt.

Wasserwirtschaftliche Informationen aus hydrologischen Lageberichten sowie die Daten des Deutschen Wetterdienstes und des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) sollen gesammelt, ausgewertet und verständlich aufbereitet werden. Auch private Postings auf den Social-Media-Kanälen fließen in die Betrachtung ein. Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier: „Es gibt keinen 100-prozentigen Schutz gegen Hochwasser, aber durch die Aufbereitung und Kombination von Fachinformationen und Echtzeitdaten aus Social-Media-Kanälen bekommen wir künftig aussagekräftige Lagebilder zur effektiveren Gefahrenabwehr. Im Krisenfall ist es besonders wichtig, dass wir bestmöglich vorbereitet sind und rechtzeitig gezielt agieren können.“

Ein zentrales Element stellt die Integration eines KI-basierten Vorhersagesystems dar, welches Überflutungsinformationen und 
-vorhersagen in Bereichen ergänzt, in denen keine Prognosen durch das LANUV bereitgestellt werden können. „Dank Künstlicher Intelligenz können wir Szenarien eine Million Mal schneller berechnen und erhöhen so die Chance, zu wissen, wo wie viel Wasser fällt, während es sich noch in der Luft befindet“, sagt Professor Dr.-Ing. Holger Schüttrumpf, Direktor des Lehrstuhls und Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft.  

Das Forschungsprojekt unter dem Titel „INFRAH - Frühwarnkonzept und Informationssystem zur Hochwasservorhersage und -bewältigung für die StädteRegion Aachen“ wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert. Die Förderquote beträgt fast 80 Prozent, sodass die StädteRegion Aachen einen Zuschuss in Höhe von etwa 207.000 Euro erhält. Hierzu die Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Bettina Hoffmann: „Das Frühwarnkonzept des Verbunds aus der RWTH Aachen und der StädteRegion Aachen ist innovativ, praxisnah und kann vergleichsweise schnell umgesetzt werden. Von ihren Erfahrungen können andere Kommunen lernen und Erkenntnisse in ihre Anstrengungen zur Klimaanpassung integrieren.“ Der Bundes greift für die Unterstützung auf Mittel zur „Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ zurück.

Neben der StädteRegion Aachen und dem Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft sind auch die Deutsche Gesellschaft zur Förderung von Social-Media und Technologie im Bevölkerungsschutz, der Wasserverband Eifel-Rur und die Helfer-Stab gGmbH beteiligt.

Veröffentlicht am: 26.01.2024

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