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Demokratiebildung und Erinnerungskultur kreativ gestalten. Städteregionale Konferenz für kulturelle Bildung lieferte Ideen.

StädteRegion Aachen. Über Wände im Kopf nachdenken, bei sich selbst und bei anderen, und dann ein Wandgemälde malen und sprühen. Kohle als Gedächtnis der Region entdecken und Erinnerungen mit neuen Medien in junge Sprache übersetzen. Wenn historisch-politische Bildung auf kreative Darstellungsformen und regionale Bezüge trifft, wird sie lebendig. Und damit greifbar für Kinder und Jugendliche. Wie politische Bildung vor Ort gestaltet und mit Kultur und Kunst verknüpft werden kann, war das Thema der diesjährigen Konferenz für kulturelle Bildung in der StädteRegion Aachen, kurz „KuBiS-Konferenz“. 60 Fachleute aus Schule, Jugendarbeit und Kultur kamen jetzt in der Jungen Kirche Aachen zusammen und diskutierten Fragen wie diese: Welche kreativen Darstellungsformen ergänzen die Vermittlung von Erinnerungskultur und Demokratiebildung? Und was macht eine gelungene historische Bildung aus? „In der KuBiS-Konferenz greifen wir aktuelle Themen auf und bieten Raum für Vernetzung“, sagt Nadejda Pondeva Bildungsbüro der StädteRegion Aachen. „Dadurch können wir das Fachwissen aus der Region bündeln und die Zusammenarbeit stärken.“

Die KuBiS-Konferenz zeigt jedes Jahr gute Praxisbeispiele aus der Region. Dieses Mal ging es darum, wie außerschulische Partner Jugendliche zur Auseinandersetzung mit regionaler Geschichte anregen können. Die Macher berichten, wie sie die Projekte organisiert und finanziert haben, und beantworten Fragen. Zwei Beispiele: Im Projekt „Festplatte Kohle“ der Bleiberger Fabrik in Aachen setzen sich Jugendliche mit den historischen Wurzeln ihres Umfeldes auseinander und erleben die Geschichte ihrer Heimat hautnah. Die Ergebnisse ihrer Recherchen und kulturhistorische Fakten halten sie mit modernen Medien, in jugendlicher Sprache und in Bildern fest. Ein weiteres kreatives Projekt ist „Die Wand im Kopf“ der Jugendkunstschule „Aber Hallo!“ in Alsdorf. Jugendliche suchen nach Wänden im Kopf, bei sich selbst und bei ihren Mitmenschen. Dann wurden sie auf dem ehemaligen Zechengelände der Grube künstlerisch aktiv.

Fachliche Impulse aus der Wissenschaft rundeten die KuBiS-Konferenz ab. Diese kamen von den Geschichtsdidaktikern Prof. Dr. Christian Kuchler (RWTH Aachen) und Jun.-Prof. Dr. Christian Bunnenberg (Ruhr-Universität Bochum).

Veröffentlicht am 24.04.2019

Kontakt

Bildungsbüro
Zollernstraße 16
52070 Aachen
Tel: +49 241 5198-4300

Ansprechpartner/-innen

Frau Nadejda Pondeva
Tel: +49 241 5198-4318
nadejda.pondeva@staedteregion-aachen.de