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Eine „Regio-Tram-Direkt“ soll den Nordkreis mit Aachen verbinden. Im Südraum soll ein innovativer Schnellbus Entlastung bringen.

StädteRegion Aachen. Verbindet eine Regio-Tram in ein paar Jahren die Städte Baesweiler, Herzogenrath, Alsdorf, Würselen und Stolberg untereinander und mit dem Oberzentrum Aachen? Laut einer heute vorgestellten Voruntersuchung ist das gut denkbar. Und auch für die Eifel gibt es eine eindeutige Empfehlung. Hier soll ein neues Schnellbuskonzept „Eifel-Plus“ als zukunftsfähige Mobilitätslösung weitergedacht werden. Ziel der Planungen ist, die rund 60.000 Menschen zu entlasten, die täglich zwischen dem Oberzentrum Aachen und den städteregionsangehörigen Kommunen pendeln. Die Konzepte sollen Menschen vom Umstieg in Bus und Bahn überzeugen, weil dieser Umstieg sie schneller und komfortabler zum Ziel bringt, als das heute der Fall ist. Und weil die Region damit auch einen spürbaren Schritt in Richtung Klimawandel geht. Ob diese Idee Realität werden kann, wird aktuell in einer zweistufigen Machbarkeitsstudie untersucht.

„Eine multimodale Mobilitätsausstattung, zu welcher die Regio-Tram einen entscheidenden Beitrag für den Personennahverkehr leisten kann – und ich bin davon überzeugt - leisten wird, bildet einen wichtigen Rahmen zur Erreichung des weiteren Ziels, neue Arbeitsplätze und Absatzmärkte zu schaffen“, erklärt Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier. Ihm ist es deshalb besonders wichtig, den Flugplatz Merzbrück in die Planung einzubeziehen. „Mit der Tram, der Euregiobahn, dem Flugplatz und der Autobahn haben wir an dieser Stelle beste Voraussetzungen, um diesen Standort infrastrukturell zukunftsfähig als sogenannten „MobilitätsHub“ aufzustellen“, ergänzt Grüttemeier.

Für Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen ist die Regio-Tram ein wichtiger Beitrag zur Mobilitätswende und für den Klimaschutz. „Die Regio-Tram ist in der Lage, die Pendlerströme aus dem Norden der Städteregion zu bündeln.  Mit ihr können wir eine attraktive Alternative auf die Schiene bringen. Sie kann die Menschen aus dem Nordraum zusätzlich zum heutigen Busverkehr und auch deutlich schneller in die Stadt (Aachen) bringen. Mit der Regio-Tram können wir Region und Stadt zukunftsfähig gestalten.“ Keupen kündigt an, dass Stadt und Städteregion zügig in einen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürger der gesamten Region einsteigen würden, „sofern die beauftragten Gutachterbüros bei ihren weiteren Untersuchungen bestätigen, dass die Regio-Tram für das Verkehrsgeschehen der Zukunft sinnvoll ist.“

Laut Hans Joachim Sistenich vom Aachener Verkehrsverbund (AVV) kommen die Gutachter „zu einer mutigen und zukunftsfähigen Empfehlung“. Die von ihnen vorgeschlagene Variante „Regio-Tram-Direkt“ sieht eine Verbindung von Aachen und Würselen nach Alsdorf und Baesweiler auf „direktem Weg“ entlang der B57 vor. Die heutigen Stadtbuslinien würden dann als Zubringer zu den Tram-Stationen fahren. „Wir hätten uns vor einigen Jahren nicht getraut, eine solche Idee vorzuschlagen“, sagt Sistenich. Eine solche  Regio-Tram Direkt würde die Region bestens und mit einer sehr guten Fahrzeit erschließen und verbinden.
 
Die Gutachterbüros haben sich auch mit dem Südraum der StädteRegion beschäftigt. Hier sind sie zu dem  Ergebnis gekommen, dass die erreichbaren Fahrgastpotenziale für die Umsetzung eines Schienenprojekts nicht ausreichen. Deshalb empfehlen sie deutliche Verbesserungen im Busangebot zwischen der Nordeifel und Aachen, zum Beispiel durch einen Ausbau des Schnellbusangebotes. Die Schnellbusse sollen auf der B258 von Beschleunigungsmaßnahmen profitieren. Zusätzliche Busverbindungen sind denkbar. An wichtigen Kreuzungen könnten die Busse zudem Vorfahrt bekommen. Die Schnellbusse sollen öfter, direkter, pünktlicher und schneller fahren können und auch komfortabel ausgestattet sein.

Die bisherigen Ergebnisse und Vorschläge der Voranalyse werden nun in den politischen Gremien der Kommunen und der StädteRegion und im Lenkungskreis Regio-Tram vorgestellt. Parallel dazu wird ab Ende Januar 2021 ein Prozess gestartet, die Bürgerinnen und Bürger der Städteregion und Stadt Aachen an der weiteren Entwicklung der Regio-Tram-Idee zu beteiligen.

Veröffentlicht am 11.12.2020

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