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Ordnungsämter in der StädteRegion bereiten sich auf möglichen Fall der Afrikanischen Schweinepest vor. Gemeinsame Dienstbesprechung.

StädteRegion Aachen. Die ersten Fälle der Afrikanischen Schweinepest sind mittlerweile schon in Belgien nachgewiesen worden. Die Tierseuche, die zwar für Menschen ungefährlich ist, aber enormen wirtschaftlichen Schaden anrichten kann, kommt also immer näher. Aus diesem Grund haben jetzt auch die Ordnungsämter bei der turnusmäßigen gemeinsamen Dienstbesprechung mit der Polizei das weitere Vorgehen abgestimmt. Der Dezernent für Sicherheit und Ordnung der StädteRegion Aachen, Gregor Jansen, bringt es auf den Punkt: „Wir können zwar das Auftreten der Seuche in der StädteRegion unter Umständen nicht verhindern, uns aber zumindest bestmöglich auf den Fall der Fälle vorbereiten.“ Dazu hatten die Ordnungsämter schon im Juli einen Facharbeitskreis gegründet, dessen Empfehlungen jetzt vorgestellt worden sind.

Ziel ist, ein gemeinsames und abgestimmtes Handeln der verschiedenen Ordnungsämter zu erreichen. Zudem musste sich so nicht jede Kommune selbst in die teils komplizierte Materie in allen Facetten einarbeiten. Die Empfehlungen sind ganz praktischer Natur. So wird genau beschrieben, welche Materialien (zum Beispiel Einmalkleidung und Atemmasken) als Ausstattungen der Kommunen notwendig sind. Zudem empfiehlt der Arbeitskreis, dass Infoschilder an gefährdeten Plätzen (beispielsweise Waldparkplätzen) auszuhängen sind. Das soll, wie vom Bundesministerium vorgeschlagen, in mehrsprachiger Ausführung geschehen, denn ein Ansteckungsweg der Wildschweine läuft beispielsweise über weggeworfene Wurstbrote.

Neben diesen präventiven Maßnahmen wurde das Vorgehen im Fall eines möglichen Ausbruchs der Seuche durchgespielt. Denn auch wenn die Meldung der Fälle voraussichtlich über das Landesamt für Umwelt und Naturschutz an das Veterinäramt der StädteRegion erfolgt, kommt erhebliche Arbeit auf die Ordnungsämter der Kommunen zu.

Das betrifft zum einen die Beschilderung der Seuchengebiete und auch mögliche Absperrungen von Wegen. Denn in dem Fall einer nachgewiesenen Afrikanischen Schweinepest müssten schnellstmöglich riesige (Wald)gebiete gesperrt werden (zum Beispiel 20 Quadratkilometer in der Kernzone rund um den Fundort). Zum anderen muss ein Seuchengebiet auch nach verendeten Wildschweinen durchsucht werden (sogenanntes Fallwild). Auch für die sichere Entsorgung der Tierkadaver gibt es jetzt Handlungsempfehlungen. In jedem Fall soll eine weitere Ausbreitung der hochansteckenden Seuche möglichst verhindert werden.

Sehr wichtig, darin waren sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Besprechung einig, seien auch Informationskampagnen, damit die Bevölkerung schon für das Thema sensibilisiert ist. Ein weiterer zentraler Punkt, damit im Seuchenfall alles bestmöglich läuft, kann nach der Besprechung schon abgehakt werden: Die Sicherstellung des gegenseitigen Informationsflusses zwischen allen Ämtern.

Veröffentlicht am 04.10.2018

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