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Die erste Sirene in Herzogenrath ist jetzt in Betrieb genommen worden. Ausbau zu flächendeckendem Warnsystem läuft.

StädteRegion Aachen. In Herzogenrath-Hofstadt gibt es jetzt wieder die erste funktionstüchtige Sirene im Stadtgebiet. Auf dem Hof von Peter Walmanns an der Finkenrather Straße ist sie von einer Fachfirma im Auftrag der StädteRegion Aachen installiert worden. Nach Ende des Kalten Krieges waren die Sirenen bundesweit vielerorts demontiert worden, so auch in den neun Kommunen des ehemaligen Kreises Aachen. „Zu teuer und aus der Zeit gefallen“, war damals das Urteil. Wie man heute weiß, wohl eine Fehleinschätzung. Der für den Bereich des Katastrophenschutzes zuständige Dezernent der StädteRegion Aachen, Gregor Jansen: „Nicht erst bei der Hochwasserkatastrophe hat man gemerkt, wie wichtig eine weitere Alarmierungsmöglichkeit der Menschen ist. Denn beispielsweise mitten in der Nacht hat niemand sein Handy zur Hand oder hört Radio. Durch eine laute Sirene können wir die Menschen rund um die Uhr erreichen.“

Die Auftragsvergabe des Projektes, das auf einen Umfang von rund 3 Millionen Euro über die gesamte Laufzeit geschätzt wird, erfolgte schon 2018. Ein Jahr später stand die erste Sirene, inzwischen sind 43 in den Kommunen Alsdorf, Eschweiler, Simmerath, Stolberg und Würselen fertiggestellt. Die 44. Sirene steht jetzt in Hofstadt und wird nicht lange die einzige in der Stadt bleiben: „In Herzogenrath sind insgesamt 20 Sirenen geplant, davon will die Fachfirma die ersten 15 noch in diesem Jahr aufbauen“, weiß Jansen zu berichten. In der StädteRegion Aachen sind in den neun Altkreiskommunen insgesamt 152 Standorte geplant, um wieder ein flächendeckendes Warnsystem aufzubauen.
Auch der Herzogenrather Bürgermeister, Dr. Benjamin Fadavian, freute sich, als das erste Mal nach Jahren wieder eine Warnsirene in seiner Stadt heulte. „Ich hoffe natürlich, dass wir die Sirenen nie hören müssen. Aber gerade das Hochwasser im Juli hat uns gezeigt, dass auch wir immer wieder von Katastrophen betroffen sein können. Dann kommt es auch darauf an, die Menschen so schnell wie möglich zu warnen. Die Sirenen machen unsere Stadt also ein Stück sicherer.“

Die Sirenen laufen übrigens auf zwei Hochleistungs-Akkus, um im Ernstfall auch bei einem Stromausfall zu funktionieren. Sie werden immer erst dann „scharf geschaltet“, wenn in einer Kommune alle Standorte aufgebaut sind, also klar ist, dass in der Stadt oder Gemeinde auch alle Menschen erreicht und gewarnt werden können. Das ist momentan noch in keiner der neun Städte und Gemeinden der Fall. Der Ausbau aller Standorte soll allerdings bis 2023 abgeschlossen sein. Dann gibt es wieder ein weiteres wichtiges Standbein des Katastrophenschutzes und der Warnmöglichkeiten in der StädteRegion.

Kontakt

Katastrophenschutz
Kranzbruchstraße 15
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