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Priorisierung der Impfungen in der StädteRegion Aachen: Zuerst wird in den stationären Altenpflegeeinrichtungen mit dem höchsten Anteil der über 80-jährigen geimpft.

StädteRegion Aachen. Der lang ersehnte Impfstoff gegen Covid-19 steht endlich zur Verfügung und es gibt Licht am Ende des Tunnels. Da anfangs nur eine begrenzte Menge an Impfstoffdosen zur Verfügung steht, sollen diese nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission dafür genutzt werden, um die Anzahl schwerer Krankheitsverläufe und Sterbefälle möglichst schnell zu reduzieren. Die Impfung soll daher zunächst Personen über 80 Jahren und Bewohnerinnen und Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen angeboten werden. Diese sind besonders gefährdet. Gleichzeitig empfiehlt die Impfkommission die Impfung von medizinischem Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko und Personal in der Altenpflege. Da es gerade in den ersten Tagen und Wochen der Impfung nur eine sehr begrenzte Menge an Impfdosen zur Verfügung stehen wird, musste jetzt festgelegt werden, welche der stationären Einrichtungen zuerst mit dem Impfstoff versorgt wird. Da das Alter das höchste Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf darstellt, wurden jetzt von der StädteRegion die vorliegenden Daten über die Altersstruktur der einzelnen Einrichtungen ausgewertet und gewichtet. Danach steht die Einrichtung mit dem prozentual höchsten Anteil der über 80-jährigen Bewohnerinnen und Bewohner an erster Stelle.

„Auf diese Art und Weise ziehen wir ein nachvollziehbares und objektives Kriterium heran“, sagt der Gesundheitsdezernent der StädteRegion Aachen, Dr. Michael Ziemons. „Insbesondere aufgrund des derzeitigen hohen Ausbruchgeschehens in den vollstationären Pflegeeinrichtungen der StädteRegion Aachen wird die grundsätzliche Entscheidung des Bundes zur Priorisierung auch von allen Mitgliedern der gemeinsam tagenden Krisenstäbe von Stadt und Kreis Aachen begrüßt.“ Konkret werden jetzt, je nach zur Verfügung stehender Menge des Impfstoffs, die stationären Altenpflegeeinrichtungen nach diesem Kriterium versorgt. „Die mobilen Teams gehen in die Einrichtung und impfen dort natürlich nicht nur die über 80-jährigen, sondern alle Bewohnerinnen und Bewohner, die das wünschen“, erklärt Dr. Ziemons weiter. „Alles andere wäre ja auch ineffektiv und macht keinen Sinn.“

Den Kreisen und kreisfreien Städten wird die schwierige Aufgabe zugesprochen, eine Reihenfolge des Aufsuchens der Einrichtungen durch die mobilen Impfteams festzulegen. Die StädteRegion hat sich bei ihrer Entscheidung an den Vorgaben der Impfkommission, der Coronavirus-Impfverordnung des Bundes und den Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen orientiert. Ob Einrichtungen oder Wohnbereiche für demenzkranke Menschen vorrangig geimpft werden sollten, wurde ebenfalls diskutiert. Da nach der Corona-Impfverordnung Menschen mit einer Demenzerkrankung erst in der zweiten Stufe vorgesehen werden, wurde dem Alter eine höhere Priorität zugesprochen. „Diese Entscheidung ist mit allen beteiligten Ämtern diskutiert worden, uns aber trotzdem sehr schwer gefallen, da man sich über die Konsequenzen sehr wohl bewusst war“, so Ziemons.

Die Priorisierungsempfehlung hat nur solange Gültigkeit, bis genügend Impfstoff verfügbar ist. „Ich hoffe sehr, dass die Lieferung des Impfstoffs sehr zügig geschieht, damit wir schnellstmöglich im ersten Schritt alle besonders gefährdeten Menschen versorgen können. Mittelfristig ist es natürlich das Ziel, allen Menschen einen gleichberechtigten Zugang zu einer Impfung gegen COVID-19 anbieten zu können.“

Die Kassenärztliche Vereinigung wird nunmehr aufgrund der Prioritätenliste der StädteRegion Aachen Kontakt mit den Einrichtungen aufnehmen, um das weitere Vorgehen und die notwendigen vorbereitenden Arbeiten abklären. Die ersten Impfungen sollen – nach den aktuell vorliegenden Planungen – am 27. Dezember stattfinden.

Veröffentlicht am 21.12.2020

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Trierer Straße 1
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