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„Ein Umweltamt ist keine Spielwiese.“ Verabschiedung von Umweltamtsleiter Thomas Pilgrim.

StädteRegion Aachen. Wieder einer dieser Abschiede mit Abstand. Davon ließ sich aber keiner die Laune verderben: Weder Umweltamtsleiter Thomas Pilgrim, der jetzt in den Ruhestand geht, noch diejenigen, die ihm ihre guten Wünsche mit auf den Weg gaben. Pilgrim hat seit 1995 das Umweltamt der StädteRegion Aachen geleitet und war seit 2000 zugleich stellvertretender Dezernent. Für viele Jahre ausgezeichnete Arbeit dankte ihm Umweltdezernent Stefan Jücker. Als exzellenter Kenner des Hauses war Pilgrim ihm ein guter Berater und Wegweiser, als Jücker 2018 die Leitung des technischen Dezernats bei der StädteRegion übernahm. Auch Ellen Wirtz, Leiterin der Zentralen Dienste, Alexandra Estorer vom Personalrat und die Arbeitsgruppenleiter aus seinem Amt dankten Pilgrim für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. „Ein Vierteljahrhundert Amtsleiter – das ist selten“, stellte Wirtz fest.

Schon während seines Geografiestudiums in Münster wurde für Thomas Pilgrim klar, dass er in die Verwaltung wollte. Zunächst arbeitete er bei der Stadt Münster, danach bei der Abfallberatung in Bielefeld und als Umweltamtsleiter in Pulheim. Nach Aachen kam er wegen des Jobs: „Landschaftsökologie, Altlasten, Wasser- und Abfallwirtschaft – thematisch war das genau der Mix, zu dem mein Wissen passte. Aber ich hatte natürlich auch großen Respekt vor der Aufgabe!“ Thematisch geprägt von der Umwelt- und Friedensbewegung und der 1981 erschienenen Umweltstudie „Global 2000“ startete Pilgrim mit 35 Jahren in die Amtsleitung bei der StädteRegion. „Die meisten Amtsleiterkollegen waren wesentlich älter als ich“, erinnert er sich an den Beginn seiner Laufbahn. „Und als Jüngster musste ich in den Besprechungen ganz vorne direkt beim Dezernenten sitzen, da waren sich die Kollegen sehr einig.“

In den 25 Jahren bei der StädteRegion hat er viel entschieden und viel erlebt. „Spannend!“, antwortet Pilgrim blitzschnell auf die Frage, wie er seine Zeit als Leiter des Umweltamtes zusammenfassen würde. „Ein Umweltamt ist keine Spielwiese, sondern es wird knallhart ordnungsbehördlich gearbeitet. Die Entscheidungen haben weitreichende Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft und stehen oft im Fokus der Öffentlichkeit. Und manche davon treffen auf Widerstand.“ Im Großen und Ganzen zieht Pilgrim eine positive Bilanz: „Es gibt keine Entscheidung, die ich so nicht nochmal treffen würde.“ Natürlich, räumt er ein, ändert sich bei manchen Themen im Laufe der Jahre der Stand der Forschung. „Und es geht oft um einen Spagat zwischen Pragmatismus und Verantwortung. Im Vordergrund stand bei mir und meinen Mitarbeitern, tragfähige Lösungen zu finden.“

Anfang November geht Pilgrim in die passive Phase der Altersteilzeit, will es ohne vollen Terminkalender ruhig angehen lassen und zusammen mit seiner Frau seine Freizeit auskosten: „Jetzt genieße ich erstmal die Tatsache, dass es keine festen Pläne gibt. Und ich freue mich darauf, dass ich meine Hobbys nicht mehr auf die Wochenenden beschränken muss.“ Das gilt zum Beispiel für das Segeln mit dem Boot, das am Dümmer See in Niedersachsen liegt und auf seinen Kapitän wartet. Die guten Wünsche seiner Kolleginnen und Kollegen der StädteRegion begleiten ihn. Ahoi!

Veröffentlicht am 03.11.2020

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stefan.juecker@staedteregion-aachen.de