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Junge Geflüchtete bei Bildung und Berufseinstieg unterstützen – unabhängig von ihrer Bleibeperspektive.

StädteRegion Aachen. Der Zugang zu Arbeit und Bildung ist eine Voraussetzung für ein gutes Zusammenleben und gelingende Integration. Deswegen ist es wichtig, Bildungschancen zu bieten – auch für junge Geflüchtete, bei denen nicht sicher ist, wie lange sie in Deutschland bleiben werden, weil sie zum Beispiel aus humanitären Gründen hier geduldet sind. Diese Chancen zu bieten ist Ziel der NRW-Landesinitiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“, die auch in der StädteRegion Aachen umgesetzt wird. „Wer eine unsichere Bleibeperspektive hat, kann an vielen Angeboten wie Sprach- und Integrationskursen nicht teilnehmen – zum Teil über mehrere Jahre hinweg. Das ist ein Problem“, so Timur Bozkir, Leiter des Kommunalen Integrationszentrums der StädteRegion Aachen. „Und das sehen nicht nur wir so, sondern vor allem die Menschen selbst. Auch wenn sie nicht (mehr) schulpflichtig sind, wollen sie nicht zum Nichtstun gezwungen sein, sondern weiter Deutsch lernen, sich beruflich qualifizieren, für ihren eigenen Lebensunterhalt aufkommen“, berichtet Bozkir.

Deswegen soll es künftig Angebote für alle geben, die Unterstützung brauchen und andere Förderangebote nicht nutzen können – insbesondere junge Geflüchtete. Die Förderbausteine unterstützen beim Einstieg in eine Ausbildung oder einen Beruf. Sie reichen von Coachings über berufsbegleitende Qualifizierung und Sprachförderung bis hin zum nachträglichen Erwerb eines anerkannten Schulabschlusses. Diese sollen so zugeschnitten sein, dass sie genau zum Bedarf vor Ort passen.

In der StädteRegion Aachen beteiligen sich sechs Kommunen an dem Programm: Alsdorf, Baesweiler, Eschweiler, Herzogenrath, Stolberg und Würselen. Auch Monschau, Roetgen und Simmerath haben Interesse signalisiert. Derzeit wird geplant, welche Angebote in der StädteRegion gebraucht werden. Dazu holt das Kommunale Integrationszentrum die Expertise der Menschen ein, die die Situation vor Ort gut kennen. Beteiligt sind zum Beispiel die Sozial- und Jugendämter der jeweiligen Kommunen, Jobcenter und Agentur für Arbeit, die Volkshochschulen, Jugendhilfeeinrichtungen, Integrationsagenturen, Quartiersakteure, Träger oder Vereine.

Veröffentlicht am 09.01.2020

Kontakt

Kommunales Integrationszentrum
Steinstraße 87
52249 Eschweiler

integrationszentrum@staedteregion-aachen.de

Ansprechpartner/-innen

Herr Timur Bozkir
Tel: +49 241 5198-4600
timur.bozkir@staedteregion-aachen.de