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Egon Metten (Kämmerei) und Adolf Mainz (Jugendamt) nach mehr als 50 Jahren in der Verwaltung feierlich verabschiedet. Beide kommen aus Herzogenrath.

StädteRegion Aachen. Sie begannen gemeinsam ihre Ausbildung,  gingen weite Teile ihres beruflichen Lebens bei der StädteRegion bzw. dem ehemaligen Kreis Aachen zusammen und sind alterstechnisch gesehen auch nur durch einen einzigen Tag voneinander „getrennt“. Der Kreis, könnte man meinen, schließt sich nun, denn die langjährigen Führungskräfte und Amtsleiter Egon Metten und Adolf Mainz sind jetzt in feierlichem Rahmen gemeinsam in den Ruhestand verabschiedet worden. Metten war als Leiter der Kasse/Kämmerei seit November 1991 für den städteregionalen Haushalt zuständig, der allein im vergangenen Jahr rund 640 Millionen Euro umfaßte. Mainz wurde im Dezember 1993 Leiter des Amtes für Kinder, Jugend und Familienberatung, das für die Kommunen Baesweiler, Roetgen, Monschau und Simmerath zuständig ist, und war damit verantwortlich für 415 Mitarbeiter an rund 40 Standorten in der StädteRegion Aachen.

Begonnen haben die beiden 63-Jährigen ihre Ausbildung beim Kreis Aachen am 01. April 1966, kurz bevor Deutschland in Wembley um den WM-Titel gebracht und in Bonn die erste „Große Koalition“ gebildet wurde. Egon Metten arbeitete nach seiner Ausbildung noch im Kreisgesundheitsamt, bevor er 1975 schließlich zur Kämmerei wechselte, deren Amtsleiter er 16 Jahre später wurde. Adolf Mainz sammelte nach der Ausbildung wertvolle Erfahrungen im Amt für Kommunalaufsicht und dem damaligen Hauptamt, dessen stellvertretende Leitung er bis zum Wechsel ins Jugendamt innehatte. Begegnet sind sich Metten und Mainz immer wieder, auch weil das Amt für Kinder, Jugend und Familienberatung mit jährlichen Aufwendungen von rund 40 Millionen Euro eine wesentliche Position im Haushalt darstellt. Eine weitere Parallele: Mainz und Metten sind in den vergangenen Jahren als stellvertretende Dezernenten auch für die weiteren Belange ihrer jeweiligen Dezernate und damit eine wichtige Unterstützung für den Allgemeinen Vertreter Axel Hartmann (Dezernat I) und Markus Terodde (Dezernat V) gewesen.

Erst im vergangenen Jahr wurden sie für ihr 50-jähriges Dienstjubiläum ausgezeichnet. Damit waren sie bis zuletzt die langjährigsten Mitarbeiter der StädteRegion Aachen. „Solche Karrieren, vom Assistenten-Anwärter zum Leitenden Verwaltungsdirektor, sind in der heutigen Zeit gar nicht mehr möglich“, resümierte Etschenberg.

In den vergangenen fast 25 Jahren war der Kinder- und Jugendhilfeausschuss fest in den Händen von Adolf Mainz. Stets bestens im Bilde bereitete er die Sitzungen aus Verwaltungssicht akribisch vor. „Die Arbeit mit dem Ausschussvorsitzenden Peter Timmermanns und seiner Stellvertreterin Nicole Weiden-Luffy war von gegenseitigem Vertrauen geprägt“, rekapituliert Mainz. „Dies war auch immer ganz wichtig, denn die Herausforderungen im Kinder- und Jugendsektor haben sich stets verändert. Heute reden wir von einer ganz anderen Art der Erziehung und Bildung als noch vor zwei, drei Jahrzehnten. Aktuell geht es vielmehr um frühkindliche Bildung, frühe Hilfen und Inklusion.“

Egon Metten war stets der „Herr der Zahlen“. „Was andere mit ihren Rechenmaschinen und Computern kaum erfassen konnten, hatte Egon Metten immer einhundertprozentig im Kopf“, sagte Etschenberg an Mettens letztem Arbeitstag. Selbst die komplexen Finanzbeziehungen und Aufgabenübergange von Kreis Aachen und Stadt Aachen auf die StädteRegion Aachen konnten Metten nicht aus der Bahn werfen. Dabei war die Ruhe, die er stets ausstrahlte, nur äußerlich. Nach innen, so wusste Etschenberg zu berichten, war Metten ständig mit Kontrollrechnungen beschäftigt, um immer alles korrekt anzurechnen. Beide bezeichnete der Städteregionsrat als „Workaholics“, die stets die letzten waren, die das Haus verließen. „Adolf Mainz und Egon Metten waren in all den Jahren wichtige Stützpfeiler unserer Verwaltung“, so Etschenberg voller Lob und Anerkennung.

Was nun kommt? Adolf Mainz will primär mehr Urlaub mit seiner Frau verbringen und seinem Sohn in dessen Firma unter die Arme greifen. „Klar ist, dass es von nun an ganz anders, aber sicher sehr schön wird.“
Egon Metten bleibt „Fan“ des Grenzlandtheaters. Künftig wird er die Vorstellungen zusammen mit seiner Frau in aller Ruhe genießen können. Außerdem will er wieder häufiger durch Baumärkte streifen, um Material für Holzarbeiten zu besorgen. Handwerkliches Arbeiten war immer schon sein Hobby.

Klar ist, dass die beiden sich auch in ihrem Ruhestand weiterhin sehen werden und freundschaftlich verbunden bleiben. Ganz so, wie sie 1966 gemeinsam begonnen hatten.

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