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Untere Naturschutzbehörde bekämpft Riesenbärenklau in der Region. Einsatz im ehemaligen Stolberger Steinbruch Atzenach.

StädteRegion Aachen. Der Riesenbärenklau, im Volksmund auch Herkulesstaude genannt, vermehrt sich rasant am alten Steinbruch Atzenach zwischen Stolberg-Büsbach und Aachen-Brand. Bäume, Hänge und Böden: Vor nichts macht die gefährliche Pflanze Halt. Und genau deshalb kämpft die StädteRegion seit Jahren gegen ihre Verbreitung. Udo Thorwesten von der unteren Naturschutzbehörde im Umweltamt der StädteRegion ist derzeit mit Mitarbeitern der Firma LF-Werkstätten (Wabe e.V.) vor Ort, um die Ausbreitung der auch für den Menschen gefährlichen Pflanze zu verhindern. Er sagt: „Diese Pflanzenart ist extrem widerstandsfähig, es nützt nichts, sie chemisch oder durch bloßes Niedertreten zu bekämpfen. Was bleibt ist Ausgraben und der Einsatz von heißem Wasser.“ Hierbei müssen die Pflanzen unbedingt inklusive Wurzel ausgegraben oder im Boden verbrüht werden. „All dies natürlich nur mit Handschuhen, langer Arbeitskleidung und möglichst auch mit Mundschutz“, präzisiert Thorwesten im Steinbruch. „Denn nicht nur der Hautkontakt, auch das Einatmen von Blütenstaub in unmittelbarer Nähe der Pflanze ist sehr gefährlich.“

Die seit 2008 in der StädteRegion Aachen durch das Umweltamt durchgeführten Bekämpfungsmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Riesenbärenklaus bewirkten einerseits einen deutlichen Rückgang der Bestände, andererseits kommen auch in jedem Jahr einige neue Standorte hinzu. Udo Thorwesten ist von Anfang an dabei, er kennt die vielen Stellen in der StädteRegion, an denen der Riesenbärenklau wächst: „Ganz wichtig ist die regelmäßige Standortkontrolle und weitere Schadensbegrenzung in der gesamten Region. Denn gerade jetzt, Mitte des Jahres, entfaltet der Riesenbärenklau seine volle Pracht.“ Am Steinbruch Atzenach ist er indes schon stark zurückgedrängt worden, hier sind mittlerweile nur noch Einzelpflanzen vorhanden. Dies gilt allerdings nicht für alle regionalen Standorte. Gerade Unachtsamkeit von Heimgärtern kann dazu führen, dass sich der Riesenbärenklau wieder ausbreitet. „Vermutlich hat eine unsachgemäße Entsorgung von Grünabfällen in der Natur dazu geführt, dass einzelne Pflanzen hier wieder gedeihen“, so Udo Thorwesten.

Als nächstes werden sich Udo Thorwesten und die Mitarbeiter der Firma LF-Werkstätten den Bereich rund um die Rur in Monschau sowie die Inde und die Vicht vornehmen. „Es bleibt viel zu tun“, sagt Udo Thorwesten und gibt noch einen wertvollen Tipp mit auf den Weg: „Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte selbst entfernter Riesenbärenklau nicht im Kompost, sondern im Restmüll entsorgt werden.“

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