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Schäden am Berufskolleg Eschweiler durch das Hochwasser im zweistelligen Millionenbereich. Wiederaufbau läuft.

StädteRegion Aachen. Nach der Begutachtung der Schäden am Berufskolleg Eschweiler ist klar: Bis die Schule wieder so ist, wie sie einmal war, werden noch viele Monate vergehen. Im Ausschuss für Schulen, Bildung, Wissenschaft und Kultur am gestrigen Donnerstag stellte Schulleiter Thomas Gurdon fest: „Was wir gerade machen ist: eine Schule neu aufbauen. Mit allem Drum und Dran!“ Der Schulbetrieb konnte nach den Sommerferien starten, allerdings mit Einschränkungen. Die umfassenden Schäden betreffen sämtliche Gebäudeteile wie Hauptgebäude, Neubau, Werkstätten, Cafeteria und Turnhalle. Neben den Verwaltungsräumen handelt es sich um zahlreiche Klassen- und Fachräume. Mobiliar und Inventar aus den betroffenen Räumen mussten nahezu vollständig entsorgt werden. Eine erste grobe Schätzung für Ersatzbeschaffungen beläuft sich auf rund eine Million Euro. Die Gebäudeschäden werden derzeit auf über 10 Millionen Euro geschätzt, auch hier handelt es sich um eine vorläufige Schätzung. „Priorität hat für uns, dass so viele Schülerinnen und Schüler wie möglich so schnell wie möglich zurück in ihre Schule kommen können“, betont Markus Terodde, Bildungsdezernent der StädteRegion Aachen. „Dazu ziehen alle an einem Strang.“

Der Schulbetrieb ist nach den Sommerferien angelaufen. In vier Berufskollegs rücken alle enger zusammen, damit dort Unterricht für Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs Eschweiler stattfinden kann. Auch der VABW, die Sparkasse und das Ausbildungszentrum der RWE Weisweiler haben vorübergehend Räume zur Verfügung gestellt. In den Klassen, in denen es pädagogisch vertretbar ist, findet vermehrt Distanzlernen statt. Zum Ende des Jahres sollen mindestens 30 Klassen in Containerbauweise auf dem Lehrerparkplatz der Schule genutzt werden können.

Die pädagogische Arbeit wird dadurch unterstützt, dass die übrigen Berufskollegs und das Weiterbildungskolleg (WBK) zugunsten des Berufskollegs Eschweiler auf die Ausgabe von Schülerendgeräten (iPads bzw. Laptops) aus dem Sofortausstattungsprogramm verzichten. So sollen alle Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs Eschweiler über Endgeräte nutzen können. Insgesamt besteht eine hohe Solidarität aller Schulleitungen der Berufskollegs der StädteRegion mit dem Berufskolleg Eschweiler.

Die Mitglieder der Schulausschusses würdigten den besonnenen und professionellen Umgang der Schulleitung mit der durch die Naturkatastrophe entstandenen Notsituation. Viel Anerkennung gab es auch für den außerordentlichen Einsatz der Schulleitung und des Kollegiums der Schule. Gemeinsam mit vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern konnten bereits während der Sommerferien viele Aufräumarbeiten geleistet werden. Dadurch konnten die Schäden schnell begutachtet werden. Auch das Immobilienmanagement und die Schulverwaltung der StädteRegion Aachen unternehmen alles, um den Schulbetrieb zu ermöglichen und zu sichern.

„Es ist wie es ist“, stellte Schulleiter Gurdon fest. „Wir wissen, dass es noch viel schlimmer hätte kommen können. Jetzt schauen wir nach vorne und haben ganz viel Hilfe. Wir werden auch noch viel Hilfe brauchen, aber am Ende wird die Schule wieder das sein, was sie mal war!“

Veröffentlicht am 03.09.2021

 

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