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Unwetterhilfe - Informationen zur Lage in der StädteRegion Aachen

Hier finden Sie zentrale Lagemeldungen zur Situation in der StädteRegion Aachen. Zusätzlich informieren die Städte und Gemeinden vor Ort. Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise:

  • Halten Sie Straßen für Einsatzfahrzeuge frei!
  • Respektieren Sie Absperrungen! Die unerlaubte Nutzung gesperrter Straßen kann lebensgefährlich sein. Der Landesbetrieb Straßen.NRW bietet auf seiner Webseite eine Übersicht zu Sperrungen. Hinweis: Für Informationen zur StädteRegion Aachen den Unterpunkt "Regionalniederlasssung Ville-Eifel" öffnen.
  • Es gibt Einschränkungen im Personennahverkehr.

Soforthilfen des Landes Nordrhein-Westfalen: Informationen, Antworten auf häufig gestellte Fragen und Antragsformulare für Privatmenschen, gewerbliche Wirtschaft, Freiberufler sowie für Landwirte und land- und forstwirtschaftliche Betriebe hat das Land NRW auf der Seite Soforthilfe zur Unwetterkatastrophe in Nordrhein-Westfalen zusammengestellt.

Informationen der Stadt Eschweiler: Die Stadt Eschweiler infomiert in einem Live-Blog auf www.eschweiler.de sowie über Facebook und Instagram. Bürgertelefon: 02403/951732 oder 02403/951734 oder 02403/951741.

Informationen der Stadt Stolberg: Die Stadt Stolberg informiert auf ihrer Webseite auf www.stolberg.de sowie über Facebook und Instagram. Bürgertelefon: 02402-127 511 83. Bitte achten Sie auf die regelmäßigen Lautsprecherdurchsagen der Feuerwehr und der Polizei.

Informationen der Gemeinde Roetgen: Die Gemeinde Roetgen informiert auf www.roetgen.de und über Facebook.

Informationen der Stadt Aachen: Die Stadt Aachen informiert auf www.aachen.de

Helfen: Wer helfen will, kann sich an das Deutsche Rote Kreuz StädteRegion Aachen wenden. Dort wird zentral koordiniert. 02405-6039338 oder hochwasserhilfe@drk-aachen.de. +++ Update Sachspenden: Es werden keine Sachspenden mehr benötigt. Vielen Dank für die überwältigende Hilfsbereitschaft! +++

Informationen für betroffene Unternehmen sind auf der Webseite www.staedteregion-aachen.de/hochwasser-unternehmen zu finden.

26.07.2021: Katastrophenfall in der StädteRegion Aachen wird aufgehoben. Betroffene Kommunen werden weiterhin unterstützt.

Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier hat heute im Einvernehmen mit den am stärksten von dem Unwetterereignis „Bernd“ betroffenen Kommunen Eschweiler und Stolberg festgestellt, dass die Kriterien für die Ausrufung des Katastrophenfalls nach dem Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG) nicht mehr erfüllt sind. Der Katastrophenfall wird somit formell am 26. Juli um 24:00 Uhr aufgehoben. „Das bedeutet nicht, dass wir die Katastrophe überstanden haben. Es wird noch Monate dauern, um das Schadensausmaß feststellen und die Schäden beseitigen zu können. Es bedeutet auch nicht, dass wir die Menschen vor Ort nicht mehr unterstützen werden, ganz im Gegenteil“, erklärt Grüttemeier den rechtlichen notwendigen Schritt und fügt hinzu: „Der aktuelle Tätigkeitsschwerpunkt verschiebt sich lediglich in Richtung Aufbau und Wiederherstellung durch die Kommunen, sodass die Notwendigkeit eines zentralen Krisenmanagements durch den Krisenstab nicht mehr besteht.“ Eine Unterstützung der Städte Eschweiler und Stolberg sowie der Gemeinde Roetgen erfolgt auch weiterhin durch das Lagezentrum der StädteRegion Aachen.

In der Nacht zum 15. Juli hatte die StädteRegion Aachen als zuständige Katastrophenschutzbehörde um 0.49 Uhr den sogenannten. „Katastrophenfall“ ausgerufen. Der Katastrophenfall wird festgestellt, wenn eine außergewöhnliche Gefährdung oder wesentliche Beeinträchtigung von Leben, Gesundheit, von natürlichen Lebensgrundlagen oder von erheblichen Sachwerten vorliegt.

Die StädteRegion Aachen hat daher umgehend den verwaltungs-organisatorischen „Krisenstab der StädteRegion“ und die einsatz-operative „Einsatzleitung der StädteRegion“ eingerichtet. Zusammen bilden Krisenstab und Einsatzleitung das Führungssystem der StädteRegion Aachen. Parallel hierzu haben die betroffenen Städte örtliche „Stäbe für außergewöhnliche Ereignisse“ eingerichtet.
Das Krisenmanagement ist, anders als beispielsweise die bloße Brandbekämpfung im örtlichen Bereich, eine fachübergreifende Querschnittsaufgabe der gesamten Städteregionsverwaltung und der ihr untergeordneten Kommunen.

Da eine Katastrophe nicht ausschließlich durch die städtischen Verwaltungen, die kommunalen Feuerwehren oder Hilfsorganisationen bewältigt werden kann, bedarf es einer Beteiligung aller betroffenen Behörden, Dienststellen und Organisationen unter einheitlicher Gesamtleitung der zuständigen Katastrophenschutzbehörde. Durch die „Ausrufung des Katastrophenfalls“ wird eben diese Gesamtkoordination aller Kräfte gewährleistet. So erfolgt insbesondere die landesübergreifende Anforderung der Kräfte von Bundeswehr und THW, der überörtlichen Sanitätseinheiten und Bezirksbereitschaften der Feuerwehren einheitlich durch Krisenstab und Einsatzleitung bei der vorgesetzten Behörde, hier der Bezirksregierung Köln.

Nach etwa 12 Tagen des Katastrophenzustandes wird nunmehr am 26.07.2021 um 24.00 Uhr der Katastrophenfall aufgehoben. Durch die Aufhebung des Katastrophenfalls wird nicht die Hilfeleistung und Versorgung der Bevölkerung eingestellt; die Hilfe bleibt! Vielmehr erfolgt nunmehr der erforderliche Wiederaufbau dezentral durch die jeweiligen Kommunen, unterstützt durch das weiterhin fortbestehende Lagezentrum der StädteRegion Aachen. Dadurch wird auch die kommunale Selbstverwaltung in den einzelnen Gemeinden gewahrt und die Aufräum- sowie Wiederaufbauarbeiten können geordnet fortgesetzt werden!

26.07.2021: Unwetterhilfe – Bescheinigungen über die Betroffenheit bitte nicht zurücksenden!

Die StädteRegion Aachen hat den Menschen in Eschweiler und Stolberg, die besonders von der Unwetterkatastrophe betroffen waren, unbürokratisch und unaufgefordert Bescheinigungen geschickt. Diese sogenannten Hochwasserbescheinigungen dienen dem privaten Gebrauch und müssen nicht zurückgeschickt werden. Betroffene können diese Bescheinigung beispielsweise nutzen, um Versicherungsleistungen oder finanzielle Hilfen zu beantragen. Der Vordruck sieht vor, dass die Betroffenen eigenverantwortlich Angaben zum Umfang der Schäden machen, um die entsprechenden Hilfen beantragen zu können. Wegen einiger Nachfragen weist die StädteRegion Aachen darauf hin, dass die Bescheinigungen bei den Betroffenen verbleiben. Eine Rücksendung ist nicht erforderlich.

Die rund 30.000 Briefe wurden inzwischen auf den Weg gebracht und sollten spätestens am Mittwoch im Briefkasten oder in der nächstgelegenen Abholstation bereit liegen. Wer bis Mitte der Woche kein Schreiben bekommen hat, kann sich per Mail an hochwasserbescheinigung@staedteregion-aachen.de wenden. Es wird jedoch dringend darum gebeten, nicht vor dem 28.07. nach den Bescheinigungen zu fragen.

23.07.2021: Wetterlage am Wochenende. Laut Experten sind Talsperren, Flüsse und Bäche wieder in der Lage, mit dem Regenwasser fertig zu werden.

StädteRegion Aachen. Für das bevorstehende Wochenende hat der Deutsche Wetterdienst erneute Niederschläge vorhergesagt. Deshalb hat der Wasserverband durch eine erhöhte Wasserabgabe in seinen Talsperren Platz für den zusätzlich erwarteten Regen geschaffen. Die Niederschläge können dadurch voraussichtlich vollständig aufgenommen werden. In enger Abstimmung mit den Krisenstäben wurden zudem alle Fließgewässer auf Ihren Zustand hin untersucht. Um einen ungestörten Abfluss des Regenwassers gewährleisten zu können, wurden in den vergangenen Tagen tonnenweise Treibgut, Bäume, Wohnwagen und andere Fahrzeuge aus den Flüssen und Bächen entfernt.

Durch das zurückliegende Extremhochwasser ist es allerdings streckenweise zu Beschädigungen des Ufers und des Gewässerbetts gekommen. Dies gilt besonders für das Flussgebiet der Inde und Vicht. Durch erhöhte Pegelstände könnte es vereinzelt zu weiteren Schäden kommen. An den Gewässern Inde und Wurm lässt sich ein starker Rückgang in Richtung der normalen Pegelstände beobachten. Im Rahmen der Vorhersage werden jedenfalls keine weiteren Überflutungen erwartet. Es sind dennoch örtliche Starkregenereignisse möglich, so dass es in einzelnen Häusern erneut zu Wassereinbrüchen in Kellern kommen kann.

„Sollten es dazu kommen, dass Wasser in die Kellerräume dringt, schalten Sie bitte elektrische Geräte und Heizungen in Räumen, die volllaufen können, ab. Denken Sie an die Stromschlaggefahr. Schalten Sie den Strom gegebenenfalls komplett aus (Sicherung raus!) und halten Sie sich nicht in Kellern oder Tiefgaragen auf. Verschlossene Fenster und Türen in Kellerräumen können lebensgefährlich sein“, warnt der stv. Kreisbrandmeister Jürgen Förster. Bei mehr als 30 Zentimetern Wasserhöhe rät Förster dazu, grundsätzlich die Feuerwehr zu rufen und sich nicht selbst in Gefahr zu bringen.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe liefert auf seiner Webseite eine sehr ausführliche Informationsseite zum richtigen Verhalten bei Hochwasser.

23.07.2021: Unwetterhilfe - Bescheinigungen über die Betroffenheit kommen per Post.

Um beispielsweise Versicherungsleistungen in Anspruch nehmen oder finanzielle Hilfen beantragen zu können, fragen viele Menschen, die in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten wohnen, nach einer behördlichen Bescheinigung. Die StädteRegion Aachen wird diese Bescheinigungen für Stolberg und Eschweiler unbürokratisch und unaufgefordert per Post übersenden. Die rund 30.000 Briefe werden schon seit gestern (Donnerstag) auf den Weg gebracht und sollten spätestens am dritten Werktag im Briefkasten oder in der nächstgelegenen Abholstation bereit liegen. Basis für die Bescheinigung sind die Angaben der zuständigen Einwohnermeldeämter. Spätestens am Montag sollen alle Briefe auf dem Postweg sein. „Mir ist wichtig, dass diese Bescheinigungen schnell zu den Betroffenen kommen“, erklärt Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier.

Wer bis Mitte der kommenden Woche kein Schreiben bekommen hat, kann sich per Mail an hochwasserbescheinigung@staedteregion-aachen.de wenden. Es wird jedoch dringend darum gebeten, nicht vor Mittwoch nach den Bescheinigungen zu fragen.

Die Gemeinde Roetgen wird die Hochwasserbescheinigung in eigener Zuständigkeit an die Betroffenen verteilen. Diese werden automatisch zugestellt. Sollte eine solche Hochwasserbescheinigung im Laufe der kommenden Woche nicht zugestellt und Menschen vom Hochwasser betroffen sein, so können sich diese bitte bei der Gemeindeverwaltung in Roetgen melden, damit ihnen eine entsprechende Bescheinigung ausgestellt werden kann.

 

23.07.2021: Hilfe für Hochwasseropfer bekommt eine eigene Plattform: unwetter-hilfe.org

In der vergangenen Woche ist eine kaum vorstellbare Hochwasserkatstrophe über die StädteRegion Aachen hereingebrochen. Die Innenstädte von Eschweiler und Stolberg sind massiv zerstört, Roetgen-Mulartshütte und Teile von Kornelimünster wurden arg in Mitleidenschaft gezogen. So schlimm diese Katstrophe war, so einzigartig ist auch die Hilfsbereitschaft. „Ich bin beeindruckt von dieser hohen Solidarität“, so Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier, der weiter ausführt: „Dass Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet anreisen, um hier bei uns vor Ort zu helfen, berührt mich zutiefst.“

Die Zahl der Hilfsangebote geht in die tausende. Zahlreiche Angebote konnten vermittelt werden und so zahllosen Menschen in dieser existenziellen Situation praktisch und bedarfsgerecht geholfen werden. „Leider konnte nicht Jedem, der sich helfend angeboten hat, persönlich geantwortet oder gar gedankt werden“ so Grüttemeier. „Daher nutze ich die Gelegenheit, mich bei allen, die in den letzten Tagen ihre Hilfe angeboten haben oder hier bei uns vor Ort tatkräftig geholfen haben, ‚DANKE‘ zu sagen“, so Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier.

Da sehr viele Betroffene auch in den kommenden Wochen noch auf Hilfe und tatkräftige Unterstützung angewiesen sind, hat sich die StädteRegion Aachen an der Entwicklung einer Onlineplattform für Hilfesuchende und Hilfsangebote beteiligt. Unter dem Link www.unwetter-hilfe.org können Hilfesuchende ihren Bedarf eintragen und Helfer Hilfsmöglichkeiten hinterlegen. Die Möglichkeiten zu helfen sind vielfältig – so werden immer helfende Hände, aber zunehmend auch technische Geräte wie Lüfter, Trocknungsgeräte, Stromgeneratoren und Pumpen benötigt. Mit Hilfe der Plattform werden Hilfesuchende und Helfer kurzfristig zusammengebracht. Es gilt nun diese Plattform mit Leben zu füllen, um möglichst viele Hilfsangebote einzustellen: jeder kleine Beitrag hilft! Zudem sollte sich niemand scheuen, seine Hilfs- und Unterstützungsbedarf einzutragen. Jeder Eintrag ist ein wichtiger Beitrag, betroffenen Menschen kurzfristig und passgenau die erforderliche Hilfe zukommen zu lassen.

„Ich bin mir sicher, dass wir mit dieser Plattform betroffenen Menschen noch schneller helfen können und diese schwierige Situation gemeinsam meistern werden“, so Grüttemeier.

22.07.2021: Wasser in Eschweiler und Stolberg muss nicht mehr abgekocht werden!

StädteRegion Aachen. Das Trinkwasser in Eschweiler und Stolberg wurde in den letzten Tagen mehrmals an verschiedenen Stellen in den von Rohrleitungsschäden betroffenen Gebieten gemäß Trinkwasserverordnung untersucht. Die nun vorliegenden Untersuchungsergebnisse sind mikrobiologisch unauffällig! In Absprache mit dem stellvertretenden Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Josef Michels, wird das Abkochgebot deshalb aufgehoben. „In Eschweiler und Stolberg kann das Wasser aus den Leitungen ab sofort wieder als Trinkwasser genutzt werden. Das setzt voraus, dass die Hauswasserleitungen in einem einwandfreien Zustand sind und es nicht über Leckagen zu bakteriellen Verunreinigungen gekommen ist“, erklärt Michels.

Das bedeutet nicht, dass alle Wasseranschlüsse wiederhergestellt werden konnten. Es gibt weiterhin etliche Häuser, die noch nicht mit Wasser versorgt werden können. Aufgrund der notwendigen weiteren Reparaturarbeiten und damit verbundenen Druckschwankungen wird die Qualität des Wassers weiterhin engmaschig kontrolliert.

 

Begleitung nach erschütternden Erfahrungen: Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche sind erreichbar.

Nicht nur für Erwachsene, sondern ganz besonders für Kinder ist die derzeitige Ausnahmesituation eine erschütternde Lebenserfahrung, die viel Verunsicherung, Ängste und traumatische Folgereaktionen mit sich bringen kann. Die Beratungsstellen der StädteRegion in Eschweiler und Stolberg bieten in der aktuell schwierigen Situation psychosoziale Unterstützung für belastete Familien an. „Zögern Sie nicht, sich bei uns zu melden, wenn Sie Unterstützung brauchen“, betont Angelika Overhage vom Amt für Kinder, Jugend und Familie der StädteRegion Aachen. „Wir sind für Sie erreichbar!“

Die Teams in den Beratungsstellen bieten nach den akuten Hilfsangeboten der Notfallseelsorge und der psychologischen Betreuungsstellen auch eine längere Begleitung von Kindern, Jugendlichen und Eltern an. Diese können dazu beitragen, dass das Erlebte keine langfristig anhaltenden seelischen Auswirkungen hat. Die Angebote sind natürlich kostenlos.

Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche

  • Standort Stolberg, Frankentalstraße 3: 02402/22545
  • Standort Eschweiler, Steinstraße 87: 0241/5198-5111
  • Standort Herzogenrath, Kaiserstraße 100: 02407/559-1800

Hochwasser: Update zur Situation in der StädteRegion Aachen am 21.07.2021

 

Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier informiert zur Hochwasser-Situation in der StädteRegion Aachen:

  • Aktuelle Lage in Eschweiler und Stolberg: Infrastruktur und Gesundheitsversorgung, gezielter Einsatz der Impfbusse in beiden Kommunen
  • Hochwasserbescheinigungen für Betroffene werden unaufgefordert von der StädteRegion Aachen verschickt.
  • Helfer und Hilfsbedürftige in der StädteRegion Aachen können über die Plattform www.unwetter-hilfe.org zusammenfinden. Aktuell sind entsprechende Angebote über eure Postzahl finden. In Kürze wird es einen eigenen Bereich für die StädteRegion geben.
  • Es gibt auch ein Portal für Menschen, die aktuell Wohnraum suchen. Wohnraum anbieten und finden ist unter www.wohnraum-fuer-flutopfer.de möglich.
  • Es gibt viele Spendenangebote. Die StädteRegion hat kein eigenes Spendenkonto eingerichtet. Spendet gerne an den Verein „Menschen helfen Menschen" (IBAN: DE17 3905 0000 0000 7766 66, Verwendungszweck: „Hochwasser“). Dazu kommen lokale Spendenaktionen, die zum Beispiel auf den Seiten der betroffenen Kommunen zu finden sind.
  • Videokonferenz mit Ministerpräsident Armin Laschet zu den finanziellen Hilfen des Landes: Insgesamt leistet das Land NRW finanzielle Unterstützung in Höhe von 400 Millionen Euro für die Ersthilfe. Dazu gibt es morgen weitere Informationen.
  • Die StädteRegion stellt 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Verteilung erfolgt über die Kommunen.
  • Regenfall am Wochenende: Es ist nicht erneut mit einem Starkregenereignis zu rechnen. Der Krisenstab behält die Lage im Blick und informiert.
  • Danke an alle großartigen Helferinnen und Helfer! Gemeinsam sind wir stark in der StädteRegion Aachen!

19.07.2021: Unwetter macht etliche Straßen unbefahrbar. Die unerlaubte Nutzung gesperrter Straßen kann lebensgefährlich sein. Kein Verständnis für „Gaffer“.

Nach den starken Regenfällen in der letzten Woche kommt es zu zahlreichen Sperrungen auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen. In einzelnen Fällen sind ganze Ortsteile und Ortschaften unbefahrbar. Weil die Begutachtung vieler Straßen noch andauert, ist mit weiteren Sperrungen aus Sicherheitsgründen zu rechnen.

StraßenNRW verzeichnete heute (19.07.2021) gegen Mittag folgende Vollsperrungen und Behinderungen in Zuständigkeit der Regionalniederlassung Ville-Eifel:

  • L 12 Hahnerstr. von Lammersdorf bis Mulartshütte
  • L 12 Mulartshütte in Richtung Venwegen (Brücke zerstört)
  • L 238 Mulartshütte – Zweifall
  • L 238 Europatunnel Stolberg
  • L 194 Eicherscheid - Bad Münstereifel
  • L 165 Eicherscheid - Schuld

Die Situation auf den Kreisstraßen stellt sich wie folgt dar:

  • K13 Aachen, Bilstermühler Str., ist wegen massiver Schäden bis auf Weiteres gesperrt.
  • K18 Eschweiler, Omerbachbrücke, ist noch nicht einschätzbar ob und wie das Bauwerk beschädigt ist. Bis auf Weiteres gesperrt.
  • K22 Stolberg, Obersteinstr., ist wegen noch nicht einschätzbarer Schäden am Widerlager des Bauwerkes und halbseitiger Absackung der K 22 im weiteren Verlauf bis auf Weiteres gesperrt.

Der Landesbetrieb Straßen.NRW bietet auf seiner Webseite eine Übersicht zu Sperrungen. Hinweis: Für Informationen zur StädteRegion Aachen den Unterpunkt "Regionalniederlasssung Ville-Eifel" öffnen.

Nach wie vor sind Schaulustige ein großes Problem, die aus anderen Orten, Regionen und Nachbarländern kommen, um sich die Lage vor Ort anzuschauen, möglichst spektakuläre Fotos aufzunehmen und Videos zu drehen. Nicht selten werden dafür sogar Sperrschilder achtlos beiseite geräumt. „Wer nicht als Betroffener oder Helfender aktiv ist, hat in den Ortschaften nichts zu suchen“, bekräftigt Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier seine klare Haltung und fügt hinzu: „Bitte respektieren Sie die Absperrungen, behindern Sie nicht die Arbeiten und bleiben Sie Zuhause!“

19.07.2021: Psychosoziale Betreuung wird in der StädteRegion Aachen verstärkt. Zusätzliche Beratungsstellen in Eschweiler und Stolberg eröffnet.

Bei schweren Unglücksfällen und Katastrophen sind unmittelbar Betroffene sowie deren Angehörige, Freunde und Bekannte, Augenzeugen, Ersthelfer und Einsatzkräfte psychisch und physisch extrem belastet. Alle direkt oder indirekt beteiligten Personen reagieren unterschiedlich auf die unerwartete Extremsituation. Wenn das Ausmaß von Schäden und deren Folgen immer tiefer ins Bewusstsein der Betroffenen rückt, werden psychologische und seelsorgerische Unterstützungsangebote umso wichtiger.

In den vergangenen Tagen ist der psychologische oder psychosoziale Betreuungsbedarf der Bevölkerung in Stolberg, Eschweiler und anderen Kommunen der StädteRegion Aachen ebenfalls deutlich gestiegen. Neben den bekannten Angeboten der Telefonseelsorge wurden deshalb zusätzlich „Offene psychologische Betreuungsstellen“ für die Bevölkerung eingerichtet.

  • Die Beratungsstellen findet man in Eschweiler in der Villa Faensen (Marienstraße 7, 52249 Eschweiler).
  • In Stolberg findet man die Berater im Goethe Gymnasium (Lerchenweg 5, 52223 Stolberg) und in der Sporthalle Vicht (Eifelstraße, 52223 Stolberg).

An jeder Einsatzstelle sind zwei Berater_innen bzw. Psycholog_innen vor Ort. Die Stellen sind von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Man muss keine Termine machen, sondern kann bei Bedarf einfach dorthin kommen. Sollte sich der Bedarf noch weiter erhöhen, können die Stellen personell verstärkt werden.

Wer angesichts der katastrophalen Belastungssituation psychosoziale Unterstützung braucht, findet auch weiterhin bei der Telefonseelsorge jederzeit ein offenes Ohr. Die Mitarbeiter_innen der Telefonseelsorge sind zu erreichen unter: 0800 1110111. Sie sind rund um die Uhr erreichbar, nehmen sich Zeit, hören zu und bieten Hilfe bei Problemlösungen an. Die Gespräche am Telefon sind anonym, vertraulich und gebührenfrei. Selbstverständlich ist die Notfallseelsorge auch für alle Helfer_innen und Freiwilligen da.

Für besonderen Gesprächsbedarf bei extremer psychischer Belastung, ist noch eine weitere Nummer geschaltet, die von 8 bis 20 Uhr zu erreichen ist: 0241/4015791. Hier geht es um extreme Problemlagen, in denen ein Notfallseelsorger zu einem hinkäme.

18.07.2021: „Gaffer" und "Katastrophentouristen“ behindern massiv die Aufräumarbeiten und missachten die Rechte der Betroffenen! Bitte die betroffenen Wohngebiete weiträumig umfahren!

Es gibt eine überwältigende Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung. So haben sich rund 2000 Helferinnen und Helfer beim DRK gemeldet und warten auf Ihren Einsatz oder helfen schon vor Ort. Dafür sei allen an dieser Stelle schon jetzt herzlich gedankt. Ein großes Problem sind aber diejenigen, die aus anderen Orten, Regionen und Ländern kommen, um sich die Lage vor Ort anzuschauen, möglichst spektakuläre Fotos aufzunehmen und Videos zu drehen.

„Wir bekommen etliche Rückmeldungen aus der Bevölkerung und von professionellen Hilfskräften, dass die sogenannten Gaffer massiv die Aufräum- und Rettungsarbeiten stören. Sie blockieren Straßendurchfahren für schwere Fahrzeuge von Feuerwehren, DRK, THW und Müllentsorgern, die dabei sind, die zahllosen Keller abzupumpen und Sperrgut abzuholen. Dafür habe ich überhaupt kein Verständnis! Schaulustige missachten zudem Absperrungen und Anweisungen von Ordnungskräften, um Katastrophenopfer beim Ausräumen der Häuser zu filmen. Das macht mich fassungslos“, sagt Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier.

Polizei und Ordnungskräfte werden noch einmal deutlich verstärkt. „Wer nicht als Betroffener oder Helfender aktiv ist, hat in ehemals und den zum Teil immer noch überschwemmten Gebieten nichts zu suchen“, wird Grüttemeier deutlich und fügt hinzu: „Bitte behindern Sie nicht die Arbeiten und bleiben Sie Zuhause!“

 

17.07.2021: Hilfsangebote in Sachen Abfallentsorgung, Post/Pakete, medizinische Leistungen und psychosoziale Betreuung.

Die Versorgungslage in Stolberg und Eschweiler mit Wasser, Strom, Medizin und Lebensmittel ist für viele Menschen weiterhin ein großes Problem. Hunderte Hilfskräfte sind rund um die Uhr im Einsatz, um die Lage zu verbessern und die Versorgung Stück für Stück wiederherzustellen. Alle Details zur Lage vor Ort findet man auf den Internetseiten der Kommunen, die auch Bürgertelefone eingerichtet haben.

Neben den vielen Helfern vor Ort gibt es zahlreiche Hilfsangebote. So konnte die StädteRegion mit dem Abfallentsorger AWA vereinbaren, dass Anlieferungen bei der AWA (Deponie Warden) aus dem Hochwassergebiet für Privatpersonen ab Montag kostenlos sind. Es wird jedoch darum gebeten, Sperrgut vorzugsweise über die bereitgestellten Container in den Straßen zu entsorgen, um die Annahme nicht zu überlasten.

Bewohner*innen aus Stolberg-Innenstadt, Vicht oder Zweifall können Post und Pakete ab Montag von 10 Uhr bis 14 Uhr im neuen Verteilzentrum „Steinfurt 2“ (ehemals Praktiker) abholen. Bei der Abholung sind der Personalausweis oder eine Vollmacht vorzulegen.
Eine mobile Arztpraxis steht in Vicht auf der Rumpenstraße (Parkplatz hinter der Mehrzweckhalle) zur Verfügung. Von hier aus wurde ein Pendelverkehr nach Zweifall eingerichtet.

Wer angesichts der katastrophalen Belastungssituation psychosoziale Unterstützung braucht, findet bei der Telefonseelsorge jederzeit ein offenes Ohr. Die Mitarbeiter*innen der Telefonseelsorge sind zu erreichen unter: 0800 1110111. Sie nehmen sich Zeit, hören zu und bieten Hilfe bei Problemlösungen an. Die Gespräche am Telefon sind anonym, rund um die Uhr, vertraulich und gebührenfrei.

Für besonderen Gesprächsbedarf bei extremer psychischer Belastung, ist noch eine weitere Nummer geschaltet, die von 8 Uhr bis 20 Uhr zu erreichen ist: 0241 4015791. Hier geht es um Problemlagen, in denen ein Notfallseelsorger zu einem hinkäme.

Selbstverständlich ist die Notfallseelsorge auch für alle Helfer*innen und Freiwilligen da, die nicht mehr alleine mit der psychischen Belastung zurechtkommen.

Ausgabestellen (Kommunen, Kirchen, Bürgervereine etc.), die materielle Hilfe anfordern wollen, können sich an das Deutsche Rote Kreuz wenden. Per Email unter hochwasserhilfe@DRK-Aachen.de oder telefonisch unter der Rufnummer: 02405-603 93 38 bzw. 02405-603 9 337. Auch Hilfsangebote (auch privat!) werden hier entgegengenommen und koordiniert.
Die Bürgertelefone in den Kommunen sind weiterhin erreichbar unter:

  • Eschweiler: 02403-888 91 00
  • Stolberg: 02402-127 511 83

 

16.07.2021, 19:00 Uhr: Viele Straßen sind nicht mehr befahrbar. Versorgungslage in Eschweiler und Stolberg weiterhin stark eingeschränkt. Bürgertelefone wurden eingerichtet.

Etliche Straßen sind nach den Überschwemmungen der vergangenen Stunden und Tage nicht mehr verkehrssicher befahrbar und müssen deshalb gesperrt werden. Immer wieder kommt es jedoch dazu, dass diese Absperrungen missachtet und leichtfertig beiseite geräumt werden. „Das ist nicht nur verboten, sondern in höchstem Maße gefährlich“, sagt der Verkehrsexperte der StädteRegion Aachen, Dirk Gobbelé. „Schäden und Unterspülungen sind auf den ersten Blick oft nicht sichtbar. Wer dennoch gesperrte Straßen nutzt, begibt sich in Lebensgefahr! Die Gefahren sind oft nur neben der Straße oder unter den Brücken erkennbar“, erklärt Gobbelé. Festgestellte Verstöße werden zur Anzeige und geahndet. Verkehrsteilnehmern wird empfohlen, die betroffenen Innenstädte von Eschweiler und Stolberg sowie besonders den Bereich um Mulartshütte weiträumig zu umfahren.

Die Versorgungslage in Stolberg und Eschweiler mit Wasser, Strom und Gas ist für viele Menschen weiterhin ein großes Problem. Es gilt nach wie vor die dringende Empfehlung, Wasser vor dem Verzehr abzukochen! Alle Details findet man auf den Internetseiten der Kommunen, die zudem Bürgertelefone eingerichtet haben.

Diese sind erreichbar unter:

  • Eschweiler: 02403-888 91 00
  • Stolberg: 02402-127 511 83

Außerdem können sich Hilfesuchende an das Deutsche Rote Kreuz wenden. Per Email unter hochwasserhilfe@DRK-Aachen.de oder telefonisch unter der Rufnummer: 02405-603 93 38 bzw. 02405-603 9 337. Auch Hilfsangebote werden hier entgegengenommen und koordiniert.

16.07.2021, 13:00 Uhr: Versorgungslage in Eschweiler und Stolberg weiterhin stark eingeschränkt. Krankenhaus Eschweiler erfolgreich evakuiert.

StädteRegion Aachen. Die Versorgung der Bevölkerung in Eschweiler und Stolberg mit Trinkwasser, Strom und Telekommunikation ist weiterhin stark eingeschränkt. Die Versorgungsunternehmen arbeiten an der Wiederherstellung. Das Krankenhaus in Eschweiler wurde bis gestern Abend erfolgreich evakuiert.

In Eschweiler ist die Trinkwasserhauptleitung gebrochen. Da die Schadstelle noch nicht identifiziert wurde, wird an der stückweisen Wiederherstellung der Wasserversorgung über alternative Rohrleitungswege gearbeitet. Aktuell wird die Bevölkerung über fünf Stellen mit Wasser versorgt. In Eschweiler-Weisweiler wird eine Trinkwasseraufbereitungsanlage durch das THW betrieben.

Die Trinkwasserversorgung in Stolberg ist ebenfalls erheblich eingeschränkt. Dort wird die Bevölkerung ergänzend an 18 Stellen dezentral über 1.000-Liter-Behälter mit Wasser versorgt.

Gefäße zur Wasserentnahme müssen mitgebracht werden. Das Abkochen des Wassers wird empfohlen. In Stolberg sollte Leitungswasser vor dem Verzehr in jedem Fall abgekocht werden!

Auch die Stromversorgung in Stolberg und Eschweiler ist weiterhin stark eingeschränkt. In einzelnen Liegenschaften wurde eine vorübergehende Versorgung durch das THW bereitgestellt.

Die Telekommunikation ist besonders in Eschweiler sehr stark betroffen. Dort ist das Bürgertelefon wie folgt zu erreichen: 02403/9517 - Durchwahl -32, -34,-41,-65,-69,-81,-83,-85. Bitte nutzen Sie den Notruf nur in dringenden Fällen!

Die Evakuierung des Krankenhauses Eschweiler konnte gestern Abend gegen 21:15 Uhr erfolgreich abgeschlossen werden. Insgesamt waren 300 Patient*innen betroffen. 17 intensiv versorgte Patient*innen wurden ausgeflogen, 177 in verschiedene Krankhäuser in Stadt Aachen, StädteRegion Aachen und Kreis Düren verlegt. 135 Patient*innen konnten nach Hause entlassen werden. Es ist noch unklar, wann das Krankenhaus wieder in Betrieb gehen kann.

Einige dringende Hinweise: Es kommt in verschiedenen Lagen immer wieder zu Schaulustigen, die teils zu den Unglückslagen anreisen und die Arbeiten der Hilfskräfte unnötig erschweren. Hier wird nochmals dringend darum gebeten, wenn es nicht unbedingt notwendig ist, zu Hause zu bleiben.

Die Polizei weist darauf hin, dass es in Stolberg und Eschweiler zu Einbrüchen und Diebstählen gekommen ist. Um Plünderungen von überschwemmten Häusern und Geschäften zu vermeiden, sind über 100 Beamte vor Ort im Einsatz.

In vielen Bereichen kommt es nach wie vor zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Es gibt zudem starke Einschränkungen im Personennahverkehr. Etliche Straßen sind aktuell noch nicht befahrbar. Bitte vermeiden Sie unnötige Wege und bleiben Sie zuhause!

15.07.2021, 21:20: Evakuierung des Krankenhauses Eschweiler vor Abschluss. Trinkwasserentnahmestellen in Eschweiler in Betrieb genommen.

Seit 13:40 Uhr läuft die Evakuierung des Krankenhauses Eschweiler. Rund 300 Patientinnen und Patienten (17 davon intensivbehandlungspflichtig) mussten evakuiert werden. Die Intensivpatienten waren alle schon bis 19:00 Uhr per Hubschrauber noch heute in die neuen aufnehmenden Krankenhäuser in der Region verlegt. Da das Krankenhaus seit den Nachmittagsstunden wieder mit Fahrzeugen erreichbar ist, konnte die Evakuierung nun wesentlich schneller und einfacher erledigt werden als es ursprünglich geplant war. Aktuell sind noch rund 30 Patienten im Haus. In Kürze werden auch sie verlegt und damit die Evakuierung noch am heutigen Tage abgeschlossen sein.

In Eschweiler ist zudem die Trinkwasserhauptleitung gebrochen. Derzeit ist noch nicht klar, wo die Schadstelle liegt und auch nicht, wie lange eine Behebung des Schadens andauern wird. Die Trinkwasserversorgung ist in der Stadt in größeren Teilen nicht mehr gegeben. Zwischenzeitlich hat der Wasserversorger die Verteilung von Wasser in dem betroffenen Gebiet übernommen und sichergestellt. Wichtig ist, dass es sich dabei um Brauchwasser handelt, dass vor dem Verzehr in jedem Fall abzukochen ist!

Auf dem Stadtgebiet Eschweiler sind nun vier Wasserentnahmestellen eingerichtet worden. Aktuell erfolgt schon die Besetzung der Wasserentnahmestellen:

  • Herrenfeldchen 2d
  • Aachener Straße 214
  • Talstraße 150 und
  • Dürenerstraße (OBI-Markt).

15.07.2021, 16:50 Uhr: Evakuierung des Krankenhauses Eschweiler läuft.

Seit 13:40 Uhr läuft die Evakuierung des Krankenhauses Eschweiler. Mittlerweile ist klar, dass sich dort rund 300 Patientinnen und Patienten aufgehalten haben. 17 davon waren intensivbehandlungspflichtig. Die Intensivpatienten werden alle per Hubschrauber noch heute in die neuen aufnehmenden Krankenhäuser in der Region verlegt. Seit wenigen Minuten gibt es zudem die Nachricht, dass das Krankenhaus in Eschweiler nun wieder direkt von Rettungs- und Krankenwagen angefahren werden kann. Aktuell befinden sich noch rund 200 Patientinnen und Patienten in dem Haus. Durch die wieder gegebene Erreichbarkeit des Krankenhauses mit Fahrzeugen kann die Evakuierung nun wesentlich schneller und einfacher erledigt werden als es ursprünglich geplant war. Ein genauer Zeitpunkt bis zu dem alle Menschen verlegt worden sind, kann noch nicht angegeben werden.

In Eschweiler ist aktuell eine Trinkwasserleitung gebrochen, die die Eschweiler Innenstadt versorgt. Derzeit ist noch nicht klar, wo die Schadstelle liegt und daher auch nicht, wie lange eine Behebung des Schadens andauern wird. Die Trinkwasserversorgung ist in der Innenstadt damit nicht mehr gegeben. Zwischenzeitlich hat das THW die Verteilung von Trinkwasser in dem betroffenen Gebiet übernommen und sichergestellt.

In sozialen Medien kursieren am heutigen Tage immer wieder Falschmeldungen, dass verschiedene Talsperren, beispielsweise die Dreilägerbachtalsperre, vor dem Bersten stehen würden. Dem ist bei allen Talsperren in der StädteRegion Aachen nicht so. Die Dreilägerbachtalsperre läuft wie alle Talsperren der WAG derzeit im Normalbetrieb. Die Talsperre hat aktuell einen Zulauf von rund 2,8 m³ Wasser im Zulauf und 5,5 m³ im Ablauf. Die Wasserabgabe, die schon deutlich reduziert wurde wird in Kürze schon soweit heruntergefahren, dass kein sichtbarer Überlauf mehr erfolgen muss. Demnach wird die Menge des Wassers, das von der Talsperre in die Vicht und damit später auch in die Inde gelangt, weiter reduziert. Das führt zu einer weiteren Entlastung der Lage.

Aufgrund der aktuellen Hochwasserlage ist auch die Trinkwasserversorgung in Stolberg beeinträchtigt. Die Wassermassen haben hier nicht nur für massive Überschwemmungen und Unterspülungen gesorgt, sondern auch das Trinkwassersystem der enwor – energie & wasser vor ort GmbH beschädigt. Es wird mit Hochdruck an der Lokalisierung und Behebung der Schäden gearbeitet. Bis auf weiteres gilt eine prophylaktische Abkochempfehlung des Trinkwassers. Anwohner des gesamten Stolberger Stadtgebietes sollten das Wasser zur Nahrungszubereitung unbedingt vor Nutzung vorsorglich abkochen. Die übrige Nutzung ist auch ohne Abkochen möglich. Sollte die Stromversorgung weiterhin eingeschränkt sein, wird gebeten, auf Flaschenwasser umzusteigen.

Ein dringender Hinweis des Krisenstabes: Es kommt in verschiedenen Lagen immer wieder zu Schaulustigen, die teils zu den Unglückslagen anreisen die aber so auch die Arbeiten der Hilfskräfte unnötig erschweren. Hier wird nochmals dringend darauf hingewiesen, wenn es nicht unbedingt notwendig ist, zu Hause zu bleiben und in keinem Falle die Rettungsarbeiten zu behindern.
Die Polizei weist darauf hin, dass es aktuell in Bereichen der Stolberger Innenstadt zu Plünderungen von überschwemmten Häusern und Geschäften kommt. Zwischenzeitlich ist die Polizei mit einem größeren Aufgebot vor Ort und wird auch weiter verstärkt kontrollieren um weitere Plünderungen zu verhindern.

15.07.2021: Trinkwasserversorgung In Eschweiler ist ausgefallen.

In Eschweiler ist aktuell eine Trinkwasserleitung gebrochen, die die Eschweiler Innenstadt versorgt. Sukzessive wird nun spätestens in den nächsten Stunden die Versorgung mit Trinkwasser in der Innenstadt Eschweiler ausfallen oder ist bereits aufgefallen. Deshalb wird dringend darauf hingewiesen auf unnötigen Wasserverbrauch (Duschen / Klospülung) zu verzichten. Betroffen von dieser Situation ist auch das Krankenhaus Eschweiler. Hier wird im Laufe des Tages die Evakuierung der rund 400 Patientinnen und Patienten beginnen. Derzeit ist noch nicht klar, wo die Schadstelle liegt und daher auch nicht, wie lange eine Behebung des Schadens andauern wird.

Ein weiterer dringender Hinweis des Krisenstabes: Es kommt in verschiedenen Lagen teilweise zu Schaulustigen, die auch die Arbeiten der Hilfskräfte unnötig erschweren. Hier wird nochmals dringend darauf hingewiesen, wenn es nicht unbedingt notwendig ist zu Hause zu bleiben und in keinem Falle die Rettungsarbeiten zu behindern.

Die Polizei weist darauf hin, dass es aktuell in Bereichen der Stolberger Innenstadt zu einzelnen Plünderungen von überschwemmten Häusern und Geschäften gekommen ist. Hier wird nun die Polizei vor Ort verstärkt kontrollieren um weitere Plünderungen zu verhindern.

15.07.2021, 10:00 Uhr: Vermittlungsstelle für Menschen die helfen wollen.

In vielen Kommunen der StädteRegion Aachen hat der Starkregen der vergangenen Stunden enorme Schäden angerichtet. Aktuell sind schon rund 1.000 Kräfte der Feuerwehren, des THW und der weiteren Hilfsorganisationen im Einsatz. Aber auch viele Menschen in den Kommunen wollen aufgrund der außerordentlichen Schadenslage ihre Hilfe anbieten.

Damit diese Menschen möglichst zielführend eingesetzt werden können und sich zudem nicht in unnötige Gefahren begeben, ist jetzt eine Vermittlungsstelle für Spontanhelferinnen und -helfer eingerichtet worden.
Ab sofort und rund um die Uhr steht das Deutsche Rote Kreuz unter der Hotline: 02405-6039338 oder per Mail: hochwasserhilfe@drk-aachen.de  zur Verfügung.

Hier kann dann eine gezielte Vermittlung an die Stellen erfolgen, an denen die Hilfe vor Ort aktuell am meisten benötigt wird.

 

15.07.2021, 09:52 Uhr: Der Katastrophenfall ist ausgerufen. Übersicht zur aktuellen Lage.

Das Starkregenereignis hat in mehreren Kommunen der StädteRegion Aachen gleichzeitig ein so massives Ausmaß angenommen, dass die StädteRegion Aachen in dieser Nacht den Katastrophenfall festgestellt hat. Es ist zwischenzeitlich nicht mehr von einem örtlichen Geschehen, sondern von einer Gesamtlage auszugehen. Diese macht es nunmehr notwendig, in der StädteRegion Aachen die Kräfte zu bündeln und zu koordinieren. Einsatzstellen mussten zum Teil aufgegeben werden. Eine Entspannung der Lage ist zurzeit noch nicht absehbar.

Mit der Feststellung des Katastrophenfalls übernimmt die StädteRegion die Führung der Gesamtlage. Die Lage hat die Besonderheit, dass sie weitgehend mit eigenen Kräften aus der StädteRegion bewältigt werden muss, da die umliegenden Kreise ebenso betroffen sind und nur wenig überregionale Unterstützung zur Verfügung steht. Neben der Hochwasserlage ist jetzt unter anderem auch die optimale rettungsdienstliche Versorgung im Verbund sicherzustellen und die Versorgung der Krankenhäuser zentral zu koordinieren.

Der Krisenstab weist aufgrund der aktuellen Unwetterlage in der StädteRegion Aachen darauf hin, dass es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen insbesondere in den Bereichen Stolberg und Eschweiler aber auch in weiteren Kommunen der StädteRegion Aachen kommt. Die Zuwegung ist in vielen Bereichen, beispielsweise auch durch vollgelaufene Tunnel oder eingestürzte Brücken ein großes Problem.
Bitte beachten Sie dringend die folgenden Hinweise:

  • Vermeiden Sie unnötige Wege und bleiben Sie zuhause!
  • Es gibt starke Einschränkungen im Personennahverkehr!
  • Bitte nutzen Sie den Notruf nur in dringenden Fällen!

In den letzten 24 Stunden haben die Einsatzkräfte Einsatzstellen im vierstelligen Bereich gemeldet bekommen. Aktuell sind rund 1.000 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und den Hilfsorganisationen im Einsatz.
In allen Kommunen gibt es örtliche Überschwemmungen und vollgelaufene Keller zu vermelden. Die folgenden Kommunen haben allerdings ganz besondere Einsatzlagen:

Stolberg:
Durch das extreme Hochwasser der des Vichtbachs/ der Vicht gibt es massive Überschwemmungen in den Ortslagen von Stolberg-Zweifall und -Vicht. Zudem ist die Vicht auch in der Stolberger Innenstadt massiv über die Ufer getreten und hat zu extremen Überschwemmungen geführt. Die Stadt ist zurzeit durch die Ufer getretenen Fluss praktisch in zwei Teile geteilt, alle Brücken sind unpassierbar. Viele Häuser sind auf der unteren Etage voll Wasser gelaufen. Der Strom ist in den überfluteten Bereichen zu großen Teilen ausgefallen. Viele Menschen sitzen in ihren Häusern noch fest und warten noch auf Ihre Bergung. Es sind Teileinstürze von Wohnhäusern, Menschen auf den Dächern, und Personen zu verzeichnen, die in und auf Fahrzeugen vom Wasser eingeschlossen und für Rettungskräfte nicht mehr erreichbar sind.
Das Krankenhaus in Stolberg ist aufgrund seiner topografischen Lage nicht in seiner Arbeit beeinträchtigt.
In Stolberg gibt es einen ersten Todesfall zu verzeichnen. Eine Person ist offensichtlich in seinem Auto ertrunken. Eine Bergung der Person ist aktuell noch nicht möglich.

Eschweiler:
Durch den Starkregen ist auch die Inde am gestrigen Abend über ihre Ufer getreten. Teile der Eschweiler Innenstadt stehen unter Wasser. Hier kommt es wie in Stolberg zu vielen Stromausfällen. Seit 05:30 Uhr ist klar, dass auch das Krankenhaus in Eschweiler geräumt werden muss. Es sind demnach rund 400 Patientinnen und Patienten (17 davon intensiv, 4 beatmet) zu verlegen.
Am Tagebau ist der so genannte „Indedamm“ gebrochen. Das Wasser läuft in den Tagebau. Hier ist eine Person von den Wassermassen weggeschwemmt worden die noch vermisst wird.

Herzogenrath:
In der Herzogenrather Tallage ist die Wurm erst aus ihrem Bett und anschließend auch noch aus dem aufgebauten Wall getreten. Teile der Innenstadt stehen unter Wasser. Es gibt eine problematische Überschwemmungssituation an der nachfolgenden Kläranlage. Im Großen und Ganzen ist die Lage in Herzogenrath aber zwischenzeitlich unter Kontrolle.

Roetgen:
Hier sind zuerst am vergangenen Tag viele Einsatzstellen im gesamten Gemeindegebiet aufgetreten, es handelte sich allerdings meist um vollgelaufene Keller. Nach dem massiven Hochwasser des Vichtbachs ist es zu einem extremen Hochwasser im Ortsteil Mulartshütte gekommen. Der Ortsteil war zwischenzeitlich nicht mehr erreichbar.

Die Lage wird kontinuierlich fortgeschrieben. In der Stadt Aachen wird die Hochwasserlage mit einer eigenen Struktur bearbeitet. Informationen sind auf der Webseite der Stadt Aachen zu finden.

15.07.2021, 07:40 Uhr

Aufgrund der aktuellen Unwetterlage in der StädteRegion Aachen wird darauf hingewiesen, dass es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in den Bereichen Stolberg und Eschweiler kommt. Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise:

  • Vermeiden Sie möglichst unnötige Wege und bleiben Sie zuhause!
  • Es gibt starke Einschränkungen im Personennahverkehr!
  • Bitte nutzen Sie den Notruf nur in dringenden Fällen!