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Regelungen zur Einreise aus Risikogebieten (Stand: 15.01.2021)

Aufgrund der Covid-19-Pandemie bestehen Reisebeschränkungen bei der Einreise aus vielen Ländern. Bei Einreise nach Deutschland mit Voraufenthalt in einem Risikogebiet, Hochinzidenzgebiet oder Virusvariantengebiet innerhalb der letzten 10 Tage, müssen Einreisende

  • sich vor der Einreise über www.einreiseanmeldung.de anmelden und einen Nachweis hierüber mit sich führen und
  • sich vor oder unmittelbar nach der Einreise einer Testung auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 unterziehen.

Es gibt Ausnahmen von der Anmeldepflicht, zum Beispiel für den "kleinen Grenzverkehr" im Grenzgebiet mit Belgien, Luxemburg und den Niederlanden (z. B. Berufspendler) oder für den Besuch enger Verwandter.

Anmeldepflicht: Reisende, die sich in den letzten 10 Tagen in einem Risikogebiet, Hochinzidenzgebiet oder Virusvariantengebiet aufgehalten haben, müssen sich vor der Einreise digital unter www.einreiseanmeldung.de anzumelden. Den Nachweis, dass sie die Anmeldung durchgeführt haben, müssen sie mit sich führen. 

Sollte es in Ausnahmefällen nicht möglich sein, eine digitale Einreiseanmeldung vorzunehmen, müssen Reisende stattdessen eine Ersatzmitteilung in Papierform ausfüllen. Diese ist hier zu finden: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/C/Coronavirus/Infoblatt/Anlage_2_Ersatzmitteilung.pdf. Außerdem ist das Gesundheitsamt des Wohnortes zu informieren.

Testpflicht: Einreisende ab Vollendung des sechsten Lebensjahres, die sich in den letzten 10 Tagen vor der Einreise nach Deutschland in einem Hochinzidenzgebiet oder in einem Virusvariantengebiet aufgehalten haben, müssen bereits bei Einreise einen Nachweis einer Testung auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mitführen und diesen sowohl den zuständigen Behörden bei Einreise auf Anforderung vorlegen. Der Test darf in jedem Fall höchstens 48 Stunden vor der Einreise erfolgt sein (Zeitpunkt der Abstrichnahme). Das Testergebnis ist für mindestens zehn Tage nach Einreise aufzubewahren.

Reisende, die sich in den letzten 10 Tagen vor der Einreise nach Deutschland in einem sonstigen Risikogebiet (weder Hochinzidenzgebiet noch Virusvariantengebiet) aufgehalten haben, müssen spätestens 48 Stunden nach ihrer Einreise über einen Testergebnis verfügen und dieses auf Anforderung den zuständigen Behörden vorlegen. 

Die Coronaeinreiseverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen ist hier zu finden. Sie sieht zusätzlich unter anderem Folgendes vor:

Ein- und Rückreisende aus Großbritannien, Irland und Südafrika

Jeder, der aus Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland, in Irland oder in der Republik Südafrika nach Nordrhein-Westfalen eingereist ist oder einreist, muss sich sofort für zehn Tage in Quarantäne begeben. Die zehn Tage werden ab dem Tag der Ausreise aus den betreffenden Ländern gerechnet. Zudem müssen sich die betroffenen Personen unmittelbar vor oder bei der Einreise und dann nochmals nach fünf Tagen auf das Coronavirus testen lassen. Fällt der Test nach fünf Tagen negativ aus, kann die Quarantäne vorzeitig beendet werden.

Personen, die aus diesen Gebieten einreisen, müssen ebenfalls die Einreiseanmeldung ausfüllen. Wenn coronatypische Symptome (Husten, Fieber, Schnupfen oder Geruchs- und Ge-schmacksverlust) auftreten, müssen sie sich sofort beim Gesundheitsamt des Aufenthaltortes melden. Wer sich in der StädteRegion Aachen aufhält, kann sich per Mail an die Adresse infektionsschutz@staedteregion-aachen.de wenden.

Welche Regeln gelten in Nordrhein-Westfalen für Einreisen aus anderen Risikogebieten?

Für Einreisende nach Nordrhein-Westfalen aus allen vom Robert Koch-Institut aufgelisteten Risikogebieten (abgesehen von Großbritannien und Südafrika, für die die vorgenannten Regeln gelten) gibt es eine Quarantänepflicht nur dann, wenn sie keine Einreisetestung vornehmen lassen. Die Einreisetestung ist durch eine Schnell- oder PCR-Testung binnen maximal 48 Stunden vor der Einreise oder unmittelbar nach der Einreise zu erfüllen. Ausgenommen von dieser Pflicht werden
1) Durchreisende,
2) Binnenschiffer,
3) der kleine Grenzverkehr bei Aufenthalten von unter 24 Stunden,
4) Verwandtenbesuche, Warentransporte und Diplomaten/Abgeordnete bei Aufenthalten von unter 48 Stunden,
5) tägliche oder wöchentliche Grenzpendler und Grenzgänger.

Außerdem wird in der Quarantäneverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen bestimmt, dass diejenigen, die die Testpflicht nicht durch einen Schnelltest, sondern durch einen PCR-Test erfüllen, bis zum Erhalt des Ergebnisses in Quarantäne gehen müssen. Anders als für Einreisende aus Großbritannien, Südafrika und Irland gilt für Einreisende aus allen anderen Risikogebieten keine zehn- bzw. fünftägige Quarantänepflicht.

Zu beachten ist, dass auch in Nordrhein-Westfalen die Bestimmungen des Bundes unverändert fortgelten. Ausnahmen zur Anmeldepflicht gelten insbesondere für den ‚kleinen Grenzverkehr‘ – also bei einem Aufenthalt unter 24 Stunden.