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Hier erfahren Sie Einzelheiten zu den Ereignissen der Jahre 1972-2009

1972-2009

•    Zum 01. Januar 1972 wurde das Gesetz zur kommunalen Neugliederung des Aachener Raumes, das „Aachen Gesetz“ wirksam. Die Einwohnerzahl des neuen Kreises vergrößerte sich nur um ca. 5000 Personen auf 286.000 Einwohner, aber die Fläche nahm von 335 qkm auf 560 qkm zu.  Verwundert war man über den eigenartigen Zuschnitt des neuen Kreises, der laut Landesregierung v. a. deshalb entstanden war, da man den wirtschaftsstarken Norden mit dem wirtschaftsschwachen Süden verbinden wollte und damit die Gewähr für einen Ausgleich der Interessen und die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse bestand.
•    Im Oktober 1974 wurde der Betrieb des seit dem 15. August 1974 in der Testphase laufenden zivilen Rettungshubschraubers des Typs Bell UH 1D auf unbestimmte Zeit verlängert. Nach Inkrafttreten des Rettungsgesetztes 1975 richtete der Kreis im gesamten Kreisgebiet Rettungswachen ein und schaffte ein flächendeckendes Rettungssystem, das es ermöglichte jeden Notfallpatienten in 5 bis 8 Minuten zu erreichen.

•    1975 nahm die „Gemeinsame Kommunale Datenverarbeitungszentrale“ der Kreise Aachen, Düren, Heinsberg sowie der Stadt Aachen als Amt 15 der Stadt Aachen ihre Arbeit auf.

•    1976 konnte die Euregio Maas-Rhein als Arbeitsgemeinschaft ihre Arbeit beginnen. Zur Euregio Maas-Rhein gehören die flämische Provinz Limburg, der südliche Teil der Provinz Limburg in den Niederlanden, die wallonische Provinz Lüttich sowie die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens und das Gebiet des ehemaligen Regierungsbezirks Aachen mit Ausnahme der Gemeinden Niederkrüchten und Elmpt.

•    Das wichtigste soziale Projekt des Kreises in den 70er Jahren war der Neubau der kreiseigenen Senioreneinrichtung in Eschweiler. Bereits 1963 hatte der Kreistag den Beschluss gefasst „in Eschweiler einen Neubau für das Kreisaltersheim zu errichten“. Fast 15 Jahre dauerte es, bis schließlich am 2. Dezember 1977 die feierliche Einweihung des neuen „Pflege-, Alten- und Personalheims“ des Kreises Aachen gefeiert werden konnte.

•    1983 konnte gemeinsam mit der Stadt Aachen, den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg sowie der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer Aachen und der Sparkassen die Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer (AGIT) gegründet werden. Als erste regional aufgestellte Wirtschaftsförderungsagentur konnte sie 1984 das erste Technologiezentrum der damaligen Bundesrepublik in Aachen eröffnen.  

•    1987 konnte in der Kreisverwaltung eine Frauengleichstellungsstelle eingerichtet werden.

•    1988 wurde das Aachener Kreishaus, als typisches Gebäude der 50er Jahre, unter Denkmalschutz gestellt.

•    Die Überlegungen zur Gründung eines lokalen Rundfunksenders für das Kreisgebiet wurden 1988 konkreter. Landrat Bömeke lud als erster Kreis in NRW überhaupt die Veranstaltungsgemeinschaft zur konstituierenden Sitzung ein. Sendestart für die „Kreiswelle Antenne AC“ war der 7. Dezember 1991.

•    Die Anstrengungen zur erfolgreichen Meisterung des Strukturwandels im Kreis Aachen wurden energisch weitergeführt. Erste Erfolge konnten Ende der 80er Jahre vorgewiesen werden. So entstand beispielsweise auf einem ehemaligen Zechengelände des Eschweiler Bergwerk-Vereins in Herzogenrath-Kohlscheid der Technologiepark Herzogenrath. 

•    Am 9. November 1989 konnte eine Rahmenvereinbarung mit der Woiwodschaft Jelenia Gora in der Volksrepublik Polen geschlossen werden. Für die partnerschaftliche Zusammenarbeit wurden u. a. die Bereiche Kultur und Bildung, Touristik, Sport und Freizeit sowie Wirtschaftsvorhaben identifiziert. Vorausgegangen waren jahrelange Verhandlungen des Oberkreisdirektors Dr. Janssen und Landrat Bömeke mit der polnischen Botschaft in Köln 


•    In Anbetracht des immer drängender werdenden Abfallproblems, das durch den Betrieb der Zentralmülldeponie in Alsdorf-Warden nicht gelöst werden konnte, einigten sich Stadt und Kreis Aachen im Oktober 1991 darauf, die Genehmigung für den Bau und Betrieb eines Müllheizkraftwerkes (MHKW) in Eschweiler-Weisweiler bei der Bezirksregierung Köln einzuholen. Mit dem Bau der Anlage konnte 1994 begonnen werden. Die Investitionskosten beliefen sich auf über 500 Mio DM. Den Betrieb übernahm die im Jahr 1991 gegründete Abfallwirtschaft Kreis und Stadt Aachen GmbH (AWA).

•    1991 wurde über die Neuausrichtung des Sparkassenwesens in Stadt und Kreis Aachen diskutiert, mit einer Stimme Mehrheit beauftragte der Kreistag den Vorstand der Kreissparkasse Aachen mit dem Vorstand der Stadtsparkasse Aachen Verhandlungen zur Vereinigung der beiden Geldinstitute aufzunehmen. Zum 01.01.1993 wurden beide Institute zur Sparkasse Aachen vereinigt. 

•    1994 konnte die Neuordnung des Aachener Verkehrsverbundes abgeschlossen werden, der 1971 als Verkehrsgemeinschaft zwischen der ASEAG und der Deutschen Bundespost gegründet worden war. Beteiligt am neuen „Zweckverband AVV“ waren die Kreise Aachen, Düren und Heinsberg, die kreisfreie Stadt Aachen und die kommunalen Verkehrsunternehmen sowie die Deutschen Bahn. 

•    Um Familienzeit und Beruf für die Bediensteten der Kreisverwaltung besser zu vereinbaren, wurde im Oktober 1994, in unmittelbarer Nähe zum Kreishaus, der Betriebskindergarten der Kreisverwaltung eröffnet. Mit der Gründung des Betriebskindergartens war die Kreisverwaltung Vorreiter unter den Stadt- und Kreisverwaltungen in Nordrhein-Westfalen.

•    Nach Änderung der Kreisordnung NW 1994 sollte ab der Kommunalwahl 1999 der Landrat hauptberuflicher Wahlbeamter und damit auch Hauptverwaltungsbeamter werden. Da der bisherige Oberkreisdirektor Dr. Fricke bereits in der zweiten Jahreshälfte 1997 vorzeitig aus seinem Wahlamt ausschied und sein Einvernehmen zur vorzeitigen Wahl eines hauptamtlichen Landrates erklärte, wurde mit Wirkung vom 15.12.1997 Carl Meulenbergh erster hauptamtlicher Landrat des Kreises Aachen.

•    In seiner Sitzung vom 21. Juni 2000 beschloss der Kreistag einstimmig die Fusion der Kreiskrankenhauses Marienhöhe gGmbH mit dem Knappschaftskrankenhaus Bardenberg zum „Medizinischen Zentrum Kreis Aachen“.

•    Im Jahr 2000 wurden erste Überlegungen zu einer Kreishauserweiterung angestellt. Im März 2002 konnte ein gebildetes Preisgericht den Siegerentwurf des Büros BKSZ aus Berlin küren und im September 2003 erfolgte der erste Spatenstich. Der Bau wurde nach einer europaweiten Ausschreibung im Rahmen eines so genannten PPP-Modells realisiert. Anfang 2005 wurde das Gebäude mit 9.100 m² Nutzfläche  in Betrieb genommen. 

•    In der ersten Jahreshälfte 2001 konnte mit dem Ausbau des ersten Streckenabschnitts der Euregiobahn zwischen Stolberg-Hauptbahnhof und dem neuen Haltepunkt Stolberg-Altstadt gestartet werden.

•    Am 1. Juli 2001 wurde der Grundstein für die Zusammenarbeit der Straßenverkehrsämter der Stadt und des Kreises Aachen gelegt. Die daraus resultierende gemeinsame Organisationseinheit wurde zum Vorbild für die weiteren Kooperationen der beiden Gebietskörperschaften.

•    Im Oktober 2001 fasste der Kreistag den Beschluss eine Bewerbung der Aachener Region für die Ausrichtung einer „REGIONALEN“ einzureichen, außerdem beschloss der Kreistag die Einrichtung des Kunst- und Kulturzentrums (KuK) in Monschau.

•    Die Verwirklichung einer StädteRegion Aachen war ab dem Jahr 2001 Dauerthema im Kreistag. Am 24.10.2001 wurden im Forum der Gesamtschule Herzogenrath mit den neun Bürgermeistern aus dem Kreis Aachen, Aachens Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden und in Anwesenheit des Landrates Meulenbergh die ersten Skizzen zur Städteregion Aachen vorgestellt.
•    2003 ging die „Gemeinsame Kommunale Datenverarbeitungszentrale“ (GKDVZ) in der regio it aachen GmbH – Gesellschaft für Informationstechnologie auf.

•    Am 1. Januar 2004 trat die Rechtsverordnung des Landes in Kraft, die die Grundlage für den Nationalpark Eifel bildete. Mit der Gründung des ca. 10700 ha großen Nationalparks ging auch ein langer Wunsch des Kreises in Erfüllung. Die offizielle Eröffnung des Nationalparks erfolgte am 1. Januar 2006.

•    Am 28. Mai 2004 konnte die Neuordnung der Versorgungsgesellschaften mit Bildung der „enwor- Energie und Wasser vor Ort GmbH“ zu einem vorläufigen Abschluss gebracht werden. Die seit Jahrzehnten angestrebte Gründung eines großen Versorgungsunternehmens konnte somit verwirklicht werden. Die „enwor“ entstand aus der Zusammenführung des Wasserwerkes des Kreises Aachen GmbH und der ASEAG Energie GmbH.  

•    Zum 1. September 2004 wurden die Berufskollegs des Kreises mit den Berufskollegs der Stadt Aachen im Schulverband StädteRegion zusammengeführt.

•    Ende des Jahres 2007 beschloss der Kreistag umfangreiche Investitionen für das Senioren- und Betreuungszentrum des Kreises in Eschweiler. So wurden Gelder für die Renovierung und Aufstockung eines Pflegetrakts sowie zur Einrichtung von betreutem Wohnen freigegeben. Im Jahr 2008 traf der Kreistag die Entscheidung, sich an dem INTERREG IV Projekt RAVel zu betteiligen um den Tourismus in der Eifel weiter zu stärken. Außerdem wurde die Entscheidung zur Einrichtung eines städteregionalen Bildungsbüros getroffen um die Vernetzung schulischer und außerschulischer Bildungsorte dauerhaft zu organisieren sowie die Förderung von einzelnen Bereichen, wie der Hochbegabtenförderung, Aufbau internationaler Kindergärten und Schulen, auf den Weg zu bringen.

•    Zum 21. Oktober 2009 wurde die StädteRegion Aachen Rechtsnachfolgerin des Kreises Aachen. Als innovativer Gemeindeverband besteht sie aus den Städten Aachen, Alsdorf, Baesweiler, Eschweiler, Herzogenrath, Monschau, Stolberg und Würselen sowie den Gemeinden Simmerath und Roetgen.

•    Die regionsangehörige Stadt Aachen hat die Rechtsstellung einer kreisfreien Stadt mit einem Oberbürgermeister und Bezirksvertretungen.

•    In der StädteRegion Aachen leben rund 568.000 Menschen auf ca. 700 km². Die Stadt Aachen ist mit etwa 258.000 Einwohnern die weitaus größte Kommune.

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