Das Tor zur Eifel

Roetgen

Die Gemeinde Roetgen mit ihren etwa 8.500 Einwohnern besteht aus den Orten Roetgen, Rott und Mulartshütte. Der Ort liegt auf dem Nordabhang des Hohen Venns in 420 bis 500 Metern Höhe, umgeben von einem der größten zusammenhängenden Waldgebiete Nordrhein-Westfalens. 1475 taucht zum ersten Mal in einer Urkunde der Name „roettgen“ für eine Siedlung von 80 Morgen Wiesen- und Ackerland auf, bewohnt von Dam Deusterts, dem Grafen von Jülich abgabenpflichtig. Er war wohl nicht der erste Roetgener, denn die Urkunde erwähnt auch, die Siedlung habe eine Zeit wüst gelegen. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurde immer mehr Land gerodet. Da der Boden nass und wenig ertragreich war, brauchte jeder Bauer viel Land um seinen Hof. So bildete sich eine Streusiedlung, deren Durchmesser heute  etwa vier Kilometer beträgt. Die Bebauung hat sich allerdings in den letzten Jahrzehnten stark verdichtet, die Landwirtschaft hat heute keine Bedeutung mehr. Für das Dorf Rott, wie der Name verrät ebenfalls eine Rodungssiedlung, werden in einer Forst und Rentmeisterrechnung von 1503/1504 die Namen der zahlungspflichtigen Einwohner aufgelistet. Mulartshütte findet 1430 seineerste Erwähnung mit dem Privileg, eine Eisenhütte zu betreiben.

Wer heute über die „Himmelsleiter“, einem Teil der B 258, Münsterbildchen erreicht, hat zwar einen ersten Blick auf Roetgen, sieht aber, zumindest im Sommer, kaum etwas mehr als die Türme der beiden Kirchen und größere Gebäude aus dem Grün herausragen. Rund um alle drei Ortsteile erstrecken sich ausgedehnte Laub- und Nadelwälder, die zum Spazieren und Wandern einladen. Besonders reizvoll ist das Naturschutzgebiet Struffelt zwischen Roetgen und Rott, über das auch der Eifelsteig führt, der mittlerweile täglich viele Wanderer anzieht. Im weiteren Verlauf des Eifelsteigs erreicht man dann das Hohe Venn und schließlich den Steling, mit 658 Metern die höchste Erhebung des Monschauer Landes. Wer vom Struffelt nach Roetgen hinunterwandert, sieht bald die Dreilägerbachtalsperre mit ihrer 32 Meter hohen und 240 Meter langen Staumauer. Sie wurde 1909 bis 1911 erbaut und hat ein Fassungsvermögen von 4,3 Mio. Kubikmetern. Eine wertvolle Eigenschaft des Wassers als Trink- und Wirtschaftswasser ist die geringe Härte. Die hohe Wasserqualität ist einer Filteranlage zu verdanken, die zu den modernsten in Europa zählt. Mit dem Wasser werden neben der Stadt Aachen und weiteren´Orten der StädteRegion auch die niederländischen Orte Vaals und Kerkrade versorgt. So wie ein Tor zum Eintreten dient, kann man auch hinausgehen.

Dazu bietet ein Aufenthalt in Roetgen vielfache Möglichkeiten. Nach Süden locken der Eifelsteig mit Monschau, der Rursee, der Nationalpark Eifel, Blankenheim unddie Ahr, auch Trier und die Mosel liegen im Bereich eines Tagesausflugs. Nach Norden erreicht man das malerische Kornelimünster, Ausgangspunkt des Eifelsteigs sowie
die alte Kaiserstadt Aachen.

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