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70 Jahre, 70 Bilder: Menschenrechte im Fokus


Vor gut 70 Jahren wurde auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 die UN-Menschenrechtscharta mit ihren 30 allgemeinen Grundsätzen der Menschenrechte verkündet. Es ist kein Zufall, dass diese Erklärung der Menschenrechte so kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs forciert wurde. Beide Weltkriege, insbesondere aber der Zweite, haben gezeigt, welche verheerenden Auswirkungen und Folgen es hat, grundlegende Rechte zu missachten, die für alle Menschen gleichermaßen gelten müssen. Die gegenwärtige Ausbreitung von religiösem Extremismus, die gegenwärtigen Kriege, Gewalttaten, Terroranschläge oder Einschränkungen von Meinungsfreiheit machen deutlich, dass die Missachtung der Menschenrechte an Aktualität und politischer Brisanz leider nichts verloren hat. Es bleibt folglich (auch) eine pädagogische Herausforderung, Menschen aller Altersklassen und besonders Kinder und Jugendlichen die Relevanz dieser Themaik näherzubringen und sie mit Leben zu füllen.

Angesichts dieser Umstände hat die Stabsstelle Kultur (S16) der StädteRegion Aachen in Kooperation mit der Agentur Magnum Photos (Paris) und der RWTH Aachen das Projekt „Foto-Koffer“ entwickelt, das dazu beitragen will, die allgemeinen Grundsätze der Menschenrechte zu vermitteln und vor allem in den Köpfen und Herzen junger Menschen zu verankern, indem es museumspädagogisches Anschauungs- und Unterrichtsmaterial kostenlos zur Verfügung stellt.

Das Gesamtmaterial, das zum Thema "70 Jahre Menschenrechte" 2018 entwickelt und verliehen wird, besteht aus aus 35 hochwertigen Fotografie-Abzügen mit je einem Bilderpaar zur Veranschaulichung besagter 30 Artikel. Insgesamt 70 Fotos hat hierfür also die legendäre Agentur Magnum Photos zur Verfügung gestellt.

Magnum Photos wurde 1947, zwei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs, von Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, Chim Seymour und Georges Rodger gegründet. Magnum Photos war die erste Agentur, mit der sich eine Gruppe unabhängiger Fotografen als Kooperative organisierte und in der alle Mitglieder gleichberechtigte Anteilseigner waren. Das zentrale Anliegen ihrer Gründer bestand darin, selbst über Inhalt und Dauer ihrer Projekte zu bestimmen. Der humanistische Ansatz der Mitglieder ist bis heute die Qualitätsgarantie ihrer Fotoreportagen. Die Agentur betreibt derzeit vier Büros, in New York, Paris, London und Tokyo.

In Kooperation mit dem Politischen Institut der RWTH Aachen wurde ferner ein pädagogisches Begleitheft für die Entleiher erarbeitet. Dieses setzt sie mithilfe didaktisch-methodischer Anleitungshilfen in die Lage, Workshops zum Thema "Menschenrechte im Kontext zu der aktuellen geschichtlichen und gesellschaftspolitischen Situation" anzuleiten und zu begleiten. Als Vermittler können z.B. interessierte Schüler, Gruppenbetreuer, Dozenten, Referendare oder Lehrer fungieren. Dieser Foto-Koffer steht bis auf Weiteres kostenfrei zum Entleihen bereit, wobei alle Entleiher frei darin sind, so mit den Bildern und dem Begleitmaterial zu arbeiten, wie es mit Blick auf die Anforderungen und Besonderheiten ihrer Adressatengruppe sinnvoll ist. Die Resonanz auf dieses Angebot ist immens, das Feedback, das ebenfalls von der RWTH Aachen evaluiert wurde, positiv.

Die Verleihphase für den Foto-Koffer "70 Jahre Menschenrechte" dauert an, ebenso ist das Folgeprojekt "Europa" bereits entleihbar. Näheres dazu unter dem entsprechend benannten Reiter auf dieser Seite. Bei Interesse am Entleihen des "Menschenrechte"-Koffers hilft ebenfalls gern Paula Schoop weiter, Telefon 0241/5198-2612 oder E-Mail an paula.schoop@staedteregion-aachen.de.