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Das erste Spiel!

Improvisationstheater

Projektbericht Improtheater mit dem Thoffer Methodenkoffer „Das erste Spiel!“

Ferienprojekt der Städteregion Aachen des Kulturrucksacks NRW in der Sekundarschule Nordeifel –Leitung vom 01.08.2022 bis 05.08.2022

Koordination Theaterpädagogin Sylvia Voß

Als Thema des Improtheater-Projekts wurde gemeinsam mit dem Kinder das Genre Krimi und Action festgelegt. Alle Teilnehmer_innen waren krimibegeistert, wollten Humor ins Stück bringen aber, wünschten sich einen „richtigen“ Krimi, indem eine Aufdeckung verhindert werden sollte und jemand vergiftet wurde.  (Im Hörspiel wurde eine andere variante gewählt). Da die Kinder hinter dem erarbeiteten Stück stehen sollten und der Vorschlag der Leiterin abprallte, den Professor leben zu lassen, "weil es bei Harry Potter ja schließlich auch Tote gäbe", beugte sie sich dem Wunsch der Kinder. Dafür wurde mehr Paradoxie und Schwank in das Stück eingearbeitet. Ein Beispiel: Der Professor wird untersucht und gibt Instrumente und ein Tuch an, was bei der Aufführung große Lacher bei den Eltern hervorlockte.
Frau Voß zeigte den Kindern das Sprechen mit Mikrofon, die Grundlagen des Improtheaters, des Raumlaufs und der Regie. Als Zugabe wünschten sich die Kinder Gesang und Tanz, was im Laufe der Woche einstudiert wurde.
Um die Gemeinschaft zu stärken, gab es Spiele der Bewegung, des Wortes und der Schnelligkeit. Gemeinsam erreichten die Kinder das Ruhigstellen der kritikfreudigen linken Gehirnhälfte und nach und nach floss unbewusstes Ideengut von der rechten Hemisphäre in Sprech- und Bewegungsorgane.
Im Laufe der Woche stieg die Aufregung, da einige der Kinder noch keine Aufführung mitgemacht hatten. Die Einzelszenen wurden für den Auftritt geprobt. Kurz vor dem Auftritt probten die Kinder noch Übergänge und lautes Sprechen und das Bühnenbild wurde ergänzt. Die Kostüme wurden erweitert. Beim Auftritt musste Frau Voß Angst und Lampenfieber eines Kindes beruhigen; alle haben ihr bestes Spiel gezeigt.

Pädagogische Ziele:
In diesem Projekt ging es um Durchhaltevermögen, Selbstvertrauen, Mut, Resilienz und Gruppendynamik. Über den eigenen Schatten zu springen war für die Kinder sehr schwer zu Anfang, sie sprachen sehr leise und hatten Angst vor dem großen Tag und davor ausgelacht zu werden. Den Kindern zu zeigen, dass gerade unperfektes Spiel zu Herzen geht und das Einzigartige zählt, war mein großes Anliegen.

Künstlerischen Ziele:
Aus sich selbst heraus ein eigenes Stück zu entwickeln, machte den Kinder besonders große Freude. Sie lernten zu improvisieren und spontan etwas zuvor noch nie Dagewesenes zu zaubern. Mit nur einer Lichtquelle und selbst gemachten Kostümen zu arbeiten, war für die Kinder eine spannende Herausforderung. Die Bühne, die aus zwei schmalen Streifen bestand, so zu gestalten, dass eine räumliche Tiefe entstand, war ebenfalls für alle Beteiligten eine Herausforderung.

Ergänzung der Leiterin, Frau Voß:

"Auch mit einer kleinen Gruppe ein tolles, vorzeigbares Stück zu zaubern, hat hervorragend geklappt und ich sage zum Abschluss: Quantität ist nicht immer Qualität. Ich danke Ihnen, dass Sie das Projekt für diese tollen Kinder möglich gemacht haben."

 

Ansprechpartner/-innen

Herr Jonas Pietsch
Tel: +49 241 5198-2425
Fax: +49 241 5198-82425