Breadcrumb

Mehr artenreiche Wiesen in der StädteRegion!

Ökologische Aufwertung von Grünflächen wird umweltpädagogisch begleitet

Die Zahl artenreicher Glatthaferwiesen geht insgesamt zurück. Dies hat langfristige negative Auswirkungen vor allem auf unsere Insektenvielfalt. Im FLIP-Projekt sollen auf bisher intensiv genutzten innerstädtischen Grünflächen sowie auf verschiedenen Vielschnittwiesen der Agrarlandschaft regionaltypische Glatthaferwiesen renaturiert werden, die Insekten, Bienen und Spinnentieren langfristig ein zu Hause bieten. FLIP steht für „Förderung der Lebensqualität von Insekten und Menschen durch perfekte Wiesenwelten“. Das Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums.

Damit noch mehr Menschen den Wert von Biodiversität im speziellen Ökosystem „Wiese“ erkennen und langfristig ein neues, positives Bewusstsein über die Lebensraumpotenziale von Pflanzen und Tieren in der Bevölkerung entsteht, werden im FLIP-Projekt nicht nur ökologischen Maßnahmen, sondern auch konkrete Angebote zur Umweltbildung seitens des Bildungsbüros umgesetzt und koordiniert. Hierzu zählen die FLIP-Wiesenexkursionen, die für Grundschulen und Einrichtungen des Offenen Ganztags ab sofort über das Bildungsbüro buchbar sind. Ab dem Schuljahr 2022/23 folgt die kostenfreie Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien zu den Themen Biodiversität, Artensterben, Lebensraumschutz und den regionaltypischen Glatthaferwiesen als Lebensraum für heimische Insekten.

Das Projekt wird durch umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit sowie einem sozio-psychologischen Monitoring begleitet. Folgende Projektpartner_innen arbeiten mit unterschiedlichen Schwerpunkten 6 Jahre lang eng zusammen:

  • Institut für Umweltforschung der RWTH Aachen University
  • Stadt Aachen, Fachbereich Umwelt
  • Umweltamt und Bildungsbüro der StädteRegion Aachen
  • Lehrstuhl für Communication Science / HCIC der RWTH Aachen University
  • Naturkundemuseum Karlsruhe

Besuch der Bundesumweltministerin Svenja Schulze am 28. Juni 2021

Im Rahmen ihrer Sommerreise informierte sich Svenja Schulze auf Gut Hasselholz unter anderem über die Fortschritte beim städteregionsweiten und vom Bundesumweltministerium und dem Bundesamt für Naturschutz im Bundesprogramm Biologische Vielfalt geförderten FLIP-Projekt. „Beim Artenschutz denken viele an aussterbende Nashörner oder an den tropischen Regenwald. Aber auch wir in Deutschland haben Arten und Ökosysteme, die aussterben. Mein Ziel ist die Trendumkehr, das Stoppschild gegen das Artensterben. Was der Regenwald für bestimmte Affenarten ist, das ist z.B. die Glatthaferwiese für bestimmte Insektenarten hier vor unserer Haustür“ so Schulze bei dem Termin in Aachen und lobte nicht nur den ökologischen Ansatz des Projektes, sondern auch den umweltbildenden Aspekt.

Bundesprogramm