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Hier erfahren Sie Einzelheiten zu den Ereignissen der Jahre 1889-1918

1889-1918

•    Am 22. Oktober 1890 fasste der Kreistag den Beschluss „zur Einrichtung eines Kreisarmenhauses“ in Eschweiler. In einer alten Arbeiterkaserne der Fa. Hoesch entstand bis November 1891 das „Kreispflegehaus“ das zunächst 35 älteren Bewohnern Platz bot.

•    20. April 1892: Bau eines eigenen Kreishauses, das im Winter 1889/90 durch den Kreistag beschlossen worden war. Das Gebäude, im italienischen Renaissancestil gehalten, wurde auf dem Gebiet der Stadt Burtscheid errichtet, somit lag das Landratsamt erstmals im Kreisgebiet.

•    1894: Gründung der Landwirtschaftsschule in Eschweiler.

•    1894 kann die aus der Aachen-Burtscheider Pferdeeisenbahn-Gesellschaft entstandene „Aachener Kleinbahn-Gesellschaft“ (AKG) aufgrund eines neuen Kleinbahngesetztes mit dem Ausbau eines Streckennetzes beginnen, das maßgeblich durch den Landkreis unterstützt wurde.

•    Am 1. September 1899 brannte am Markt in Kohlscheid die erste elektrische Glühbirne im Landkreis Aachen. Möglich machte dies die gerade eingerichtete Energiezentrale der Berliner Firma Gieldzinski, die am 21. März 1900 in der „Rheinischen Elektricitäts- und Kleinbahnen Aktiengesellschaft (REKA) aufging.

•    Zum 01. April 1897 wurde die erste große gebietsrechtliche Veränderung des Landkreises seit seiner Gründung wirksam. Das Gebiet der Kreisstadt Burtscheid wurde ausgekreist und der Stadt Aachen einverleibt. Damit stand das Landratsamt nach nur wenigen Jahren wieder auf Aachener Stadtgebiet.

•    Vor der Jahrhundertwende tauchten im  Aachener Land die ersten „Motorwagen“ auf, die aufgrund  ihrer Schnelligkeit und Lautstärke den Unmut der Einwohner auf sich zogen. Im Landkreis waren 1902 acht Kraftfahrzeuge offiziell zugelassen.

•    Noch im Jahr 1899 trat mit Karl (Charles) von Pastor, vorerst kommissarisch, der letzte königlich-preußische Landrat der Geschichte seinen Dienst im Aachener Landratsamt an. Hauptaugenmerk legte von Pastor auf die Sicherstellung der Wasserversorgung für die Städte und Gemeinden des Landkreises

•    1899 war unter maßgeblichen Einfluss des Landkreises Aachen die Rurtalsperrengesellschaft gegründet worden, im Jahr 1903 wurde das „Kreisamt für Abgabe elektrischer Kraft“ in Brand errichtet

•    Einen Gebietsverlust von 1 145,7 ha musste der Landkreis am 1. April 1906 verzeichnen. Die Landgemeinde Forst wurde aufgelöst und der Stadt Aachen zugeschlagen. Damit schied sie aus dem Landkreis aus. Die bis dahin mit Forst verbundene Gemeinde Eilendorf wurde selbständige Bürgermeisterei.

•    1909 wurde die „Wasserwerk des Landkreises Aachen GmbH“ gegründet. Gesellschafter des rein kommunalen Werkes wurde der Landkreis und der überwiegende Teil seiner Gemeinden. Das Wasserwerk wurde in der Folge zum Stolz des Landkreises und kann im Rückblick als beachtliche Leistung der kreiskommunalen Tätigkeit betrachtet werden.

•    Im Jahr 1917 wurde im Landratsamt die erste Schreibmaschine in Betrieb genommen.

•    Aufgrund der britischen Seeblockade im November 1918 litten die Menschen im Landkreis unter großem Hunger. Trotz der großen Not im „Steckrübenwinter“ kam es im Kreisgebiet nicht zu einem Loyalitätsbruch gegenüber dem Kaiserreich. Im Landkreis blieb es ruhig, die mancherorts gebildeten Arbeiter-, Bürger- oder Soldatenräte sorgten für die Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung. Ende November 1918 rückten belgische, britische, französische und amerikanische Besatzungstruppen in das Gebiet des Landkreises ein.

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