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Ausschreibung Förderpreis Miteinander
Die StädteRegion Aachen vergibt in diesem Jahr erneut den Förderpreis im Programm „Miteinander“. Das Programm „Miteinander in der StädteRegion Aachen“ zielt darauf ab, die Vielfalt in der Gesellschaft der StädteRegion zu fördern und sichtbar zu machen, sowie sich für ein gemeinsames friedliches Leben einzusetzen. Dabei werden Aktivitäten und Projekte gefördert, die sich für eine plurale Gesellschaft aussprechen und gegen Formen von Diskriminierung, Rassismus und gesellschaftlicher Spaltung richten.
Noch bis einschließlich 15.08. können sich Glaubensgemeinden, Einrichtungen, Vereine, Schulen, KiTas oder Initiativen aus den Kommunen der StädteRegion Aachen bewerben, die sich nachhaltig engagieren und innovative Ideen einbringen.
Als Kriterien für die Preiswürdigkeit gelten:
- auf Nachhaltigkeit angelegte Arbeit mit dem Ziel, die gegenseitige Achtung und Wertschätzung zu stärken,
- hohe multiplikatorische Wirkung der Arbeit und die
- Übertragbarkeit der Projekte.
Die Auszeichnung ist mit 500 Euro dotiert.
Für die Bewerbung sollte die Organisation oder Initiative eine Vorstellung einreichen und das Engagement formlos auf 1-2 Seiten darstellen. Darüber hinaus sollten entsprechende Materialien (Berichte, Bildmaterial, Presseveröffentlichungen) und Kontaktdaten für Rückfragen beigefügt werden. Bitte richten Sie die Bewerbung bis 15.08. an:
StädteRegion Aachen
A 46 – Kommunales Integrationszentrum
52090 Aachen
Weitere Auskünfte zum Förderpreis im Programm „Miteinander“ gibt es telefonisch unter 0241/5198-4618 oder per E-Mail unter integrationszentrum@staedteregion-aachen.de.
Hintergrund:
Der Förderpreis wird seit 2006 im Rahmen von „Miteinander“ regelmäßig zur Anerkennung herausragender Aktivitäten an Einrichtungen und Initiativen vergeben, die sich nachhaltig für das „Miteinander“ einsetzen.
Internationale pädagogische Fachkräfte für Eschweiler
Das Kommunale Integrationszentrum der StädteRegion Aachen startet gemeinsam mit der Stadt Eschweiler, der Volkshochschule Eschweiler (VHS) sowie den Betreuungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche der Stadt Eschweiler (BKJ) ein Modellprojekt zur Gewinnung neu zugewanderter pädagogischer Fachkräfte mit internationalen Studienabschlüssen. Das Projekt wird in Eschweiler durchgeführt.
Interessierte Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung (z. B. Logo-, Ergo-, Physiotherapeut_innen) oder pädagogischem Studienabschluss und praktischer Erfahrung werden eingeladen, an einer Informationsveranstaltung und einem Auswahlverfahren teilzunehmen. Im Projekt werden vorhandene Abschlüsse geprüft, ein Sprachkurs mit dem Schwerpunkt Frühpädagogik angeboten und eine 160-stündige Qualifizierung durchgeführt.
Ergänzend gewinnen die Teilnehmenden praktische Erfahrungen durch Praktika in Kitas der BKJ in Eschweiler. Während des gesamten Projekts werden sie fachlich von der BKJ und dem Kommunalen Integrationszentrum der StädteRegion Aachen begleitet und beraten.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat und können als pädagogische Fachkräfte in regionalen Bildungseinrichtungen arbeiten.
Anforderungsprofil für zugewanderte pädagogische Fachkräfte:
Zielgruppe:
- Absolvent_innen von ausländischen Studiengängen in pädagogischen Bereichen (z. B. Lehramt, Pädagogik, Musikpädagogik und andere Bildungswissenschaften) oder mit abgeschlossener Berufsausbildung in den aufgeführten sowie in therapeutischen Bereichen.
- Personen aus der Personengruppe, die unter die Ausnahmegenehmigung nach § 9 Abs. 1 PersVo der Personalverordnung fallen und die an einer Tätigkeit als Fachkraft in einer Kita in Eschweiler interessiert sind.
Voraussetzungen:
- Deutschkenntnisse: mindestens B2 mündlich und schriftlich (oder nach individueller Vereinbarung)
- Berufserfahrung in relevanten Bereichen (z. B. Frühkindliche Bildung, Pädagogik oder therapeutische Fachberufe) ist von Vorteil.
Wir bieten:
- Sprachkurs zur Fachsprache in frühkindlicher Bildung während des Projektzeitraums (September 2026 – Februar 2027)
- 160-Stunden-Qualifizierung gemäß der Personalverordnung (September 2026 – Februar 2027)
- Möglichkeit zur praktischen Anwendung (Praktikum) in einer BKJ-Kindertageseinrichtung in Eschweiler während der Weiterbildung.
- Individuelle Beratung und Begleitung (unter anderem zu der Anerkennung von ausländischen Abschlüssen) durch das Case Management des Kommunalen Integrationszentrums StädteRegion Aachen.
- Regelmäßige Fachberatung und Reflexionstreffen durch das Bildungsteam des Kommunalen Integrationszentrums StädteRegion Aachen.
Voraussichtliche Arbeitszeit:
- Vollzeit: 5-Tage-Woche (an 4 Tagen Praktikum + 1 Tag Sprachkurs)
- Zusätzlich findet die 160-Stunden-Qualifizierung an 3 Tagen im Monat statt.
- Im Einzelfall bieten wir Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf an.
Schreiben Sie uns bei Interesse gerne an:
KI-Bildung@staedteregion-aachen.de
Workshops
Seminar-Angebote zum Anti-Bias-Ansatz
Was ist Anti-Bias?
Der Anti-Bias Ansatz ist eine Form der antidiskriminierenden Bildungsarbeit.
Das englische Wort „bias“ bedeutet übersetzt Voreingenommenheit, Einseitigkeit oder Schieflage. Er bezieht sich hier auf Vorurteile und gesellschaftlich anerkannte Gruppenzuschreibungen, die unser Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Diese Vorurteile können sich auf Herkunft, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Alter, soziale Schicht oder andere Merkmale beziehen. Der Anti-Bias-Ansatz geht davon aus, dass hiervon alle Menschen, jedoch auf unterschiedliche Weise, betroffen sind.
Anti-Bias zielt darauf ab, individuell verinnerlichte, aber auch gesellschaftlich und kulturell vermittelte Vorurteile zu erkennen, zu hinterfragen und aktiv zu überwinden. Ausgehend von eigenen Erfahrungen und den damit verbundenen Gefühlen und Reaktionen erfolgt eine Sensibilisierung für eigene Privilegien, Benachteiligungen, Vorurteile und für Machtverhältnisse in bestehenden Strukturen.
Was bieten wir?
Unsere Anti-Bias-Seminare bieten Ihnen die Möglichkeit, sich mit Ihren eigenen Vorurteilen auseinanderzusetzen und einen aktiven Beitrag zu einer faireren und gerechteren Gesellschaft zu leisten.
Sie werden nicht nur Ihre Wahrnehmung schärfen, sondern auch praktische Fähigkeiten erwerben, um im Alltag sowie im beruflichen Kontext diskriminierende Verhaltensweisen zu erkennen und zu verändern.
Wir bieten Qualifizierungen für verschiedene pädagogische Professionen an, kommen aber auch gerne zu Ihnen in die Einrichtung. Im Vorfeld besprechen wir individuell mit Ihnen das passende Seminarformat für ihren beruflichen Kontext.
Nehmen Sie gerne Kontakt auf: ki-bildung@staedteregion-aachen.de
Kontakt
Kommunales Integrationszentrum
Trierer Straße
1
52078
Aachen