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Smart School

Einsatz moderner Sensorik in Schulgebäuden im Rahmen eines didaktischen Konzeptes mit der Nutzung einer LoRaWAN-Infrastruktur 

Kurzbeschreibung:

Bisher fanden Schulen im Smart-City-Kontext wenig Beachtung. Dabei weisen Bildungsstätten, in denen täglich viele Stunden konzentriert gelehrt und gelernt wird, ein großes Optimierungspotential auf. Diesem will das Projekt „Smart School“ Rechnung tragen: Sechs Schulen in der Trägerschaft der Kommunen der Städteregion Aachen sowie weitere vier ausgewählte Schulen des Schulträgers StädteRegion Aachen werden mit Sensorik ausgestattet, um Energieeffizienz, Wassernutzung, Gesundheit und Sicherheit zu optimieren.

Optimierungspotential im Schulbereich besteht an vielen Stellen – angefangen von Gebäudemanagement und Anlagentechnik über Komfort und Sicherheit bis hin zum digitalen Lernen.

Schulgebäude weisen großes Energiesparpotential auf. Dabei spielt nicht nur die Modernisierung der Anlagentechnik, sondern auch das Nutzerverhalten eine wesentliche Rolle. Letzteres wird insbesondere durch das Bedürfnis nach einem gesunden Raumklima gesteuert; hierüber entscheiden u. a. Temperatur, Luftfeuchte und eine gute Luftqualität. Dabei steht außer Frage, dass konzentriertes Lehren und Lernen über viele Stunden täglich eine optimale Umgebung brauchen. Wie auch bei anderen öffentlichen Gebäuden sind Themen wie Gesundheit und Sicherheit von ebenso großem Interesse.

Eine smarte Schule kann noch mehr: Das dahinter liegende Konzept kann neben einer gesteigerten Energieeffizienz, einem Plus an Komfort und der Sicherstellung einer gesunden Lernumgebung auch didaktisch eingebunden werden. Ein modernes, mit IoT-Technologie ausgestattetes Schulgebäude macht den Schüler_innen den Nutzen der verbauten Technik im Alltag deutlich und praktisch erlebbar. So kann sowohl ein kompetenter Umgang mit der Technik vermittelt als auch für ein umweltbewusstes Verhalten sensibilisiert werden. Auf diese Weise lässt sich das Thema Smart School mit den Schüler_innen technisch, wirtschaftlich und sozial aufarbeiten. Der Medienkompetenzrahmen NRW, das Instrument des Landes, um Medienbildung fest im Fachunterricht zu verankern, dient dabei als Basis. Als Teil einer zukunftsorientierten Ausbildung in einer modernen digitalen Gesellschaft stellt die smarte Schule also einen wichtigen Baustein dar, der deutlich über die technische Seite hinausgeht.

Der beschriebene Ansatz umfasst nicht allein die Ausrüstung von Gebäuden mit Sensoren, sondern ebenso die Partizipation der Schüler_innen und beinhaltet neben der technischen auch eine pädagogische Komponente. Im Rahmen des Unterrichts sowie außerunterrichtlicher Arbeitsgruppen sollen verschiedene Themen beleuchtet werden. Denkbar ist auch die Gestaltung von Projektwochen oder die Integration der Inhalte in die außerschulische Begabtenförderung der STRAC.

Durch eine starke pädagogische Begleitung von Beginn an ist gewährleistet, übertragbare didaktische Konzepte für die Schule zu entwickeln. Aufbauend auf den technischen Komponenten, die im Schulgebäude installiert werden, werden reale Daten aus vier Clustern (Energieeffizienz, intelligente Wassernutzung, Sicherheit, Gesundheit) erhoben und von den Schülerinnen und Schülern zu Informationen aktiv verarbeitet.

Übertragbarkeit:
Das im Rahmen von Smart School zu erstellenden didaktisches Gesamtkonzept (mit Anwendungsfällen und Unterrichtsmaterialien) eignet sich sehr zur Übertragbarkeit auf andere Schulen. Die Anwendungsfälle im Rahmen des technischen Konzeptes lassen sich auch auf andere Gebäudetypen, insbesondere im kommunalen Bereich, übertragen.

Förderung, Kooperationspartner:
Das Projekt „Smart School“ wird durch das Land NRW im Rahmen des Programms „Digitale Modellregionen in NRW“ gefördert. Die Gesamtkosten betragen voraussichtlich 800.468,35 Euro, davon sind 640.374,68 Euro Landesmittel.

Themenfeld:
Smart City

Projektdauer:
24 Monate

Sachstand:
Das Projekt wurde mit Zuwendungsbescheid vom 26.08.2020 von der Bezirksregierung Köln als förderfähig befunden.

 

 

Kontakt

Digitalisierung / E-Government
Zollernstraße 20
52070 Aachen

Ansprechpartner/-innen

Frau Jacqueline Gottowik
Tel: +49 241 5198-1234