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Doris Kleinsteuber in den Ruhestand verabschiedet. Eine „Frau für alle Fälle“ verlässt das Kataster- und Vermessungsamt der StädteRegion.

StädteRegion Aachen. „Ich werde euch alle sehr vermissen, aber ehrlich gesagt bin ich einfach auch froh, jetzt Rentnerin zu sein.“ Auf ihre unverblümt direkte Art hat Doris Kleinsteuber nach mehr als 30 Jahren im Kataster- und Vermessungsamt ihre Gefühle bei ihrer Verabschiedung auf den Punkt gebracht. Eine Veranstaltung, die übrigens nicht wie meist üblich sehr offiziell und in kleinem Kreis stattfand, sondern als lockere Feier mit eigentlich allen Beschäftigten des Amtes. Der Leiter des Katasteramtes, David Arzdorf, charakterisierte Kleinsteuber dabei als selbstbewusst, nachdrücklich, neugierig und direkt. „Doris Kleinsteuber war immer die gute Seele des Amtes und wird uns allen fraglos fehlen.“ Auch die technische Dezernentin, Susanna Lo Cicero-Marenberg, bedankte sich bei der künftigen Rentnerin für ihren jahrzehntelangen großen Einsatz für die StädteRegion. „Ihr war es beispielsweise auch sehr wichtig, ihre eigene Nachfolgerin schon direkt einzuarbeiten, damit kein Wissen verlorengeht. Doris Kleinsteuber war immer für jeden ansprechbar und hatte eigentlich für jedes Problem eine Lösung – quasi eine Frau für alle Fälle.“
 
Doris Kleinsteuber kam nach einer Ausbildung und verschiedensten Tätigkeiten im kaufmännischen Bereich 1993 zum damaligen Kreis Aachen. Dort wurde sie schon ein Jahr später als Vorzimmerkraft im Katasteramt eingesetzt. Eine Tätigkeit, die sie 30 Jahre lang, bis zu ihrem Ausscheiden, innehatte. „Dabei hat sie schon drei Amtsleiter und drei Dezernenten erlebt“, so Arzdorf. Und nicht nur im Katasteramt wurde ihre immer sehr direkte und zupackende Art geschätzt. So war Doris Kleinsteuber sowohl bei den Einsätzen rund um die Flüchtlingshilfe 2015, als auch während der Coronazeit und in der Hochwasserhilfe direkt vor Ort, wenn Hilfe benötigt wurde.

Doris Kleinsteuber hat sich für die neue freie Zeit schon einiges vorgenommen. Zum einen will sie sich verstärkt politisch engagieren. So ist sie beispielsweise schon seit 2020 Mitglied des Stadtrates in Übach-Palenberg. Auch ihre Arbeit als Schöffin am Gericht wird sie fortsetzen. Zudem strickt sie, trifft sie sich oft und gerne mit Freunden und unternimmt immer wieder vor allem Städtetouren, die sie gerne mit einem Musicalbesuch verknüpft. Natürlich wird sie auch im Ruhestand den Kontakt zu „ihrem Amt“ halten und sicher ein gern gesehener Gast – beispielsweise beim Betriebsausflug bleiben. Auf eines freut sie sich aber ganz besonders: „Endlich kann ich mal lange ausschlafen und in aller Ruhe frühstücken – darauf habe ich mich schon lange gefreut“.

Veröffentlicht am: 27.05.2024