Breadcrumb

Anmeldung einer Tierhaltung

 

Jeder Halter von Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen, Einhufern (Pferde, Esel, Zebras und Kreuzungen), Geflügel (Hühner, Enten, Gänse, Fasane, Perlhühner, Rebhühner, Tauben, Truthühner, Wachteln, Laufvögel), Bienenvölkern und Aquakulturen muss seinen Tierbestand unter Angabe der Anzahl der im Jahresdurchschnitt gehaltenen Tiere, ihrer Nutzungsart und des Standortes beim zuständigen Veterinäramt registrieren lassen. Für die Halter von Farmwild, Kameliden und weiteren hier nicht aufgeführten Klauentieren besteht ebenfalls Registrierungspflicht. Auch Hobbyhalter, die die genannten Tiere nicht aus wirtschaftlichen Gründen halten, sind zur Registrierung verpflichtet.

Als Tierbestand gelten alle Tiere, die hinsichtlich der gemeinsamen Unterbringung eine seuchenhygienische Einheit bilden, auch wenn sie verschiedenen Eigentümern gehören (z. B. Reitställe oder Fischteiche).

Für dieses nach § 26 der Verordnung zum Schutz gegen die Verschleppung von Tierseuchen im Viehverkehr (Viehverkehrsverordnung) sowie der Bienenseuchen-Verordnung und der Fischseuchenverordnung vorgeschriebenen Meldungen können Sie gerne das rechts im Feld Formulare / Infos zur Verfügung gestellte Formular „Anmeldebogen Tierhaltung“ nutzen. Dieses wird nach Eingang im hiesigen Amt der Tierseuchenkasse Nordrhein-Westfalen in Münster zur Registrierung vorgelegt. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Homepage der Tierseuchenkasse Nordrhein-Westfalen (siehe links).

Geflügelhalter müssen Ihre Hühner und Truthühner regelmäßig durch einen Tierarzt gegen die Atypische Geflügelpest (Newcastle Disease) impfen lassen. Außerdem muss ein Bestandsregister geführt werden (siehe „Bestandsregister Geflügel“ im Feld Formulare / Infos). In das Bestandsregister sind die im Bestand vorhandenen Tiere, alle Tierzugänge und Tierabgänge mit Name und Anschrift des bisherigen Tierhalters bzw. des Erwerbers oder die Registriernummern der beteiligten Betriebe sowie das Datum des Zugangs bzw. Abgangs einzutragen. Das Bestandsregister ist fortlaufend zu aktualisieren und dem Veterinäramt auf Verlangen vorzuzeigen.

Schaf und Ziegenhalter müssen Ihren Tierbestand ebenso in einem Bestandsregister erfassen (siehe „Bestandsregister Schaf und Ziege“ im Feld Formulare und Infos). Außerdem müssen Schafe und Ziegen mit Ohrmarken gekennzeichnet werden, damit sie eindeutig ihrem Ursprungsbestand zugeordnet werden können. Schafe und Ziegen müssen innerhalb der ersten 9 Lebensmonate individuell mit einem elektronischen und einem herkömmlichen Kennzeichen markiert werden. Soll ein Tier den Geburtsbetrieb vor Ablauf der ersten 9 Monate verlassen, hat die Kennzeichnung auch davor zu erfolgen. Eine Ausnahme von dieser Regelung ist für Tiere möglich, die innerhalb von 12 Monaten nach der Geburt innerhalb von Deutschland geschlachtet werden. Diese können mit einer einfachen, weißen Betriebsohrmarke gekennzeichnet werden. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Homepage des Landeskontrollverbandes Nordrhein-Westfalen unter der Rubrik Tierkennzeichnung (siehe links). Verlassen Schafe/Ziegen den Bestand (z.B. beim Verkauf der Tiere), ist der abgebende Tierhalter verpflichtet, ein Begleitdokument auszustellen (siehe „Begleitpapier Schaf und Ziege“ im Feld Formulare / Infos). Das Begleitdokument ist dem Empfänger bei der Übergabe der Schafe oder Ziegen auszuhändigen und muss von diesem mindestens drei Jahre lang aufbewahrt werden.

Bitte beachten Sie, dass bei der Haltung von Schweinen (Stall sowie Auslauf- oder Freilandhaltung) hohe Anforderungen an die Haltung sowie die Haltungseinrichtung gestellt werden. So muss der Tierhalter z.B. eine Bestandsbetreuung durch einen Tierarzt nachweisen können. Diese Bestandsbetreuung umfasst regelmäßige Betriebsuntersuchungen und Beratungen. Der Tierarzt hat die Ergebnisse seiner Betreuung im Betrieb des Schweinehalters zu dokumentieren. Zusätzlich ist ein Bestandsregister zu führen, in das alle Eingänge und Ausgänge von Schweinen taggenau einzutragen sind. Das Bestandsregister muss ständig und mindestens drei Jahre lang im Betrieb vorgelegt werden können.  Der Stall, in dem die Tiere gehalten werden, muss sich in einem guten Bauzustand befinden. Er muss verschließbar sein und an der Stalltür über ein Schild "Schweinebestand - für Unbefugte Betreten verboten" verfügen.  Im Falle von Auslauf- sowie Freilandhaltung von Schweinen werden besondere Anforderungen an die Einfriedung der Haltungseinrichtung gestellt. Die Schweinehaltung im Freiland bedarf außerdem der Genehmigung durch das Veterinäramt. Informieren Sie sich bitte beim hiesigen Amt rechtzeitig über die detaillierten geltenden Bestimmungen und Anforderungen.

Die umfangreichen Bestimmungen und Auflagen, die für die Haltung von Rindern gelten, können Sie gerne direkt bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Amtes für Verbraucherschutz, Tierschutz und Veterinärwesen der StädteRegion Aachen erfragen.