Breitbandausbau: Förderprogramm "Graue Flecken" - Gigabitförderung des Bundes 2.0


 

Der Bund fördert den Glasfaserausbau in Alsdorf, Baesweiler und Würselen mit mehr als 4,5 Millionen Euro.

Die Mittel für das „Graue Flecken Programm“ der StädteRegion Aachen stammen aus einem Förderprogramm des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr. „Ich freue mich sehr, dass wir diesen wichtigen Meilenstein jetzt erreicht haben. So schaffen wir in den drei Kommunen fast eine Vollversorgung mit Glasfaser. Dieser Erfolg bestätigt, dass es richtig war, die Gigabitkoordination bei der StädteRegion einzurichten“, betont Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier. Die Förderung des Bundes kommt den drei Nordkreiskommunen zugute, die sich mit der StädteRegion zusammengeschlossen haben, um die letzten Lücken bei einer schnellen Glasfaserversorgung zu schließen. Von der so genannten Wirtschaftlichkeitslücke fördert der Bund 50 Prozent und vom Land NRW sind 30 Prozent Förderung möglich. 20 Prozent der Kosten tragen die drei Kommunen als Eigenanteil. In den nächsten Wochen wird nun die Kofinanzierung des Landes beantragt. „Die Förderung durch den Bund ist eine wichtige Ergänzung zum eigenwirtschaftlichen Ausbau und in finanziell schwierigen Zeiten ein Zeichen der guten Zusammenarbeit in der StädteRegion. Der nun vorliegende Bescheid in Höhe von 4.517.605 Euro markiert den Start des 9-Millionen-Projektes“, erklärt der Städteregionsrat.

Auch unabhängig von der aktuellen Förderung passiert viel in Sachen Glasfaserausbau in den regionsangehörigen Kommunen. Wie der „Glasfaseratlas der StädteRegion Aachen“ zeigt, werden in den kommenden Jahren mehr als 50.000 neue Glasfaseranschlüsse in der Region gebaut. Hierdurch wird die Versorgungsquote gigabitfähiger Anschlüsse weiter ansteigen (aktuell 86%). Um auch die Adressen ans Glasfasernetz zu bringen, welche aufgrund ihrer Lage derzeit keine Perspektive auf einen zeitnahen eigenwirtschaftlichen Anschluss haben, engagiert sich die StädteRegion im Förderprogramm der „Grauen Flecken“. Hier sind Adressen ohne gigabitfähige Anschlusstechnologie (konkret Anschlüsse unter 300mbit/s im Download und 150mbit/s im Upload) förderfähig. 

Mit dem ersten “Graue Flecken” Projekt können in drei Kommunen insgesamt 267 weitere Adressen mit Glasfaser versorgt werden. Damit wird der erfolgreich begonnene eigenwirtschaftliche Ausbau sinnvoll ergänzt. Nachdem in den kommenden Jahren mehr als 150 Millionen Euro eigenwirtschaftliches Kapital in der Region verbaut werden, schaffen es die drei Projektkommunen mit dem Förderprogramm auf eine annähernde Vollversorgung mit Glasfaseranschlüssen.

Ein weiterer “Graue Flecken” Förderantrag wurde im September 2026 beim Bund eingereicht. Hierdurch könnten die Kommunen Herzogenrath und Würselen ebenfalls eine annähernde Vollversorgung erreichen. Insbesondere vor dem Hintergrund der gekündigten UGG-Ausbauabsichten ist dies ein großer Schritt. Die Vorbereitung der Förderung wurde in kürzester Zeit durchgeführt und mit Einreichung des Förderantrags erfolgreich abgeschlossen. Weitere Schritte folgen sobald der Antrag positiv beschieden wurde.

Detaillierte Informationen zu den Ergebnissen des Glasfaseratlasses, der Förderung und allen weiteren Themen erhalten Sie beim Koordinator für Digitale Infrastruktur Matthias Becker (s. Ansprechpartner/-innen).

Stand: 02.10.2026

 

 

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