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Falls das Licht ausgeht: Neue Notstromanlage am Hilfeleistungszentrum der StädteRegion in Simmerath. Selbstvorsorge wichtig.

 

StädteRegion Aachen. Wer bei einem längeren Blackout nicht im Dunkeln sitzen möchte, greift auf eine alternative Stromversorgung zurück. Stellt der Privathaushalt die Energiezufuhr mit einem kleinen Generator oder einer Notstromschaltung an der Photovoltaik-Anlage sicher, so benötigt das Hilfeleistungszentrum der StädteRegion Aachen in Simmerath eine umfangreichere Anlage. 
Genau genommen ist sie so groß wie ein 30-Fuß-Seecontainer, also mehr als neun Meter lang, etwa zweieinhalb Meter breit und drei Meter hoch. Darin befindet sich die Technik der Netzersatzanlage die bis zu 650 kVA erzeugen kann, was ungefähr 520 Kilowatt entspricht. Mit dieser Leistung kann das gesamte Hilfeleistungszentrum mitsamt der Wache in Simmerath versorgt werden. Mehr noch: Eventuelle Neubauten und Erweiterungen können ebenfalls autark betrieben werden. Der Generator der Notstromversorgung wird über einen Dieselmotor betrieben.
„Alle Menschen müssen vorbereitet sein, wenn es zu einem längeren Stromausfall kommt - dies gilt natürlich auch für die StädteRegion Aachen als zuständige Behörde im Bevölkerungsschutz“, sagt Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier. Aus diesem Grund wurde die Netzersatzanlage in Simmerath erneuert und in diesem Jahr in Betrieb genommen. Das Investitionsvolumen für die neue Anlage beträgt 325.000 Euro brutto. 
Ein Stromausfall kann weitreichende Folgen haben. Aus diesem Grund raten Fachleute im Bevölkerungsschutz sich einen sogenannten "lebendigen“ Vorrat zu halten. Dies bedeutet, dass man die Vorratshaltung im wöchentlichen Einkauf berücksichtigt. Empfohlen wird, Wasser, Lebensmittel, Medikamente und mehr für zehn Tage bereitzustellen. Aber auch ein Vorrat für einzelne Tage kann einen lebenswichtigen Unterschied machen. „Die persönliche Vorsorge ist notwendig, da der Staat und Bevölkerungsschutz nicht für alles vorsorgen können“, sagt Dr. Tim Grüttemeier.
Nicht nur aufgrund der verheerenden Flut 2021 und des andauernden Kriegs in der Ukraine wird der Bevölkerungsschutz in der StädteRegion Aachen seit Jahren weiterentwickelt und ausgebaut. Bestandteil des Strategiepapiers im Bevölkerungsschutz, das mit Fachleuten im Jahr 2023 veröffentlicht wurde, sind nicht nur konkrete Anschaffungen der StädteRegion Aachen. Auch die hier lebenden Menschen sollen für den Fall der Fälle besser vorbereitet sein.
Bei einem länger dauernden Blackout können sie sich bei den als Leuchttürme im Bevölkerungsschutz gekennzeichneten Gebäuden informieren. Dies sind in der Regel die Rettungs- und Feuerwachen in den neun Kommunen des Altkreises Aachen. Dort kann man bei einem Stromausfall auch einen Notruf absetzen.
Wer mehr über Selbstvorsorge und den Bevölkerungsschutz in der StädteRegion Aachen wissen will: www.staedteregion-aachen.de/de/navigation/staedteregion/bevoelkerungsschutz

 

Kontakt

Amt für Brandschutz, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz
Kranzbruchstraße 15
52152 Simmerath
Tel: +49 241 5198-3888