StädteRegion Aachen. Rund 40 Fachkräfte aus insgesamt 12 Familiengrundschulzentren haben sich jetzt über ihre Arbeit, aktuelle Herausforderungen und gelingende Praxisbeispiele ausgetauscht. Stadt und StädteRegion Aachen und die Stadt Stolberg hatten gemeinsam zur interkommunalen Vernetzungsveranstaltung der Familiengrundschulzentren (FGZ) ins Konferenzzentrum TZA in Aachen eingeladen. In der StädteRegion gibt es aktuell 12 aktive Familiengrundschulzentren – neun in Aachen, zwei in Stolberg und eines in Baesweiler. Sie leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Bildungs- und Teilhabechancen für Kinder und ihre Familien zu verbessern und Eltern als zentrale Partner im Bildungsprozess zu stärken. Dazu verbinden sie Schule mit sozialräumlichen Unterstützungsangeboten und schaffen Orte der Begegnung. Sie erleichtern den Zugang zu Beratungs- und Hilfestrukturen, fördern Elternbeteiligung und stärken das Vertrauen zwischen Familien und Schule.

Ein Impulsvortrag von Marco Becker aus dem Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration NRW eröffnete den fachlichen Austausch: „Familiengrundschulzentren greifen den von den Kitas bekannten Ansatz der Erziehungspartnerschaft von Eltern und pädagogischen Fachkräften auf. Ziel ist es, Eltern als kompetente Bildungspartner ihrer Kinder zu stärken und in gemeinsamer Verantwortung von Eltern und Schule den Grundschulkindern eine chancengerechte Bildungsbeteiligung zu ermöglichen“, so Becker.

Sebastian Heyn, Leiter des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der StädteRegion Aachen zog unterdessen eine positive Bilanz des Familiengrundschulzentrums in Baesweiler. „Seit dem Start im Jahr 2022 hat sich das Familiengrundschulzentrum in Baesweiler sehr gut entwickelt. Die Angebote für Kinder, Eltern und Familien wurden Schritt für Schritt aufgebaut und werden sehr gut angenommen. Das FGZ ist heute fest im Sozialraum verankert und bietet vielen Familien einen niedrigschwelligen Zugang zu Unterstützung, Austausch und gemeinsamen Aktivitäten. Die Erfahrungen aus Baesweiler zeigen, welchen Mehrwert Familiengrundschulzentren für Kommunen und Familien haben“, verdeutlichte Heyn.

Der Beigeordnete für Bildung, Jugend und Kultur der Stadt Aachen, Heinrich Brötz, fügte hinzu, dass für ihn die Familiengrundschulen ein Erfolgsmodell sind, weil sie die Grenzen zwischen Schule und Elternhaus im Sinne der Kinder durchlässiger machen. Gestärkte Eltern, die für ihre Anliegen, Ideen und Sorgen ein Forum finden, können auch in der Familie ihren Kindern bessere Rahmenbedingungen geben und positiv auf deren Bildung und Selbstbewusstsein einwirken.

Im Anschluss konnten sich die Teilnehmenden über Gelingensfaktoren, Bedarfe und erfolgreiche Ansätze in den unterschiedlichen Sozialräumen austauschen. Ergänzend dazu stellten die Familiengrundschulzentren an Informationsständen ihre vielfältigen Angebote vor – mit durchweg positiven Rückmeldungen.

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