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Schwimminitiative in der StädteRegion Aachen geht in die zweite Runde: 2.000 Kinder werden fit fürs Wasser gemacht. Dieses Jahr sind alle Kommunen dabei.

StädteRegion Aachen. „Was am Ende zählt ist, dass wir die Zahl der Kinder, die nicht schwimmen können, in der StädteRegion Aachen reduziert bekommen“, bringt es Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier auf den Punkt. Im Freizeitbad Baesweiler ist jetzt der Startschuss für die Schwimminitiative 2025 gefallen. Dieses Mal sind alle zehn städteregionsangehörigen Kommunen dabei. Sie ziehen mit dem Schulamt für die StädteRegion Aachen, der Oberen Schulaufsicht bei der Bezirksregierung Köln, dem RegioSportBund, dem Stadtsportbund Aachen, den Schulen, dem Schulsportausschuss für die StädteRegion Aachen und dem Bildungsbüro der StädteRegion an einem Strang.
Das Herzstück der Initiative sind die „Schulschwimmwochen“. Ab Anfang September bis mindestens November erhalten rund 2.000 von den Schulen ausgewählte Kinder eine Woche lang täglich eine Stunde zusätzlichen Schwimmunterricht. Dabei handelt es sich meistens um Viertklässler, aber auch jüngere und ältere Kinder können je nach Bedarf der teilnehmenden Schulen und Kommunen berücksichtigt werden.
Ein weiteres wichtiges Element der Schwimminitiative sind die Lehrkräftefortbildungen. Im Jahr 2024 wurden im Rahmen des Pilotprojektes unter der Federführung der Bezirksregierung Köln etwa 40 Lehrkräfte zusätzlich für den Schwimmunterricht fortgebildet. Diese Fortbildungen für Lehrkräfte der Primarstufe an Grund- und Förderschulen laufen kontinuierlich weiter. Außerdem wird der Pool zusätzlicher „Schwimmassistenzen“ größer, die die Lehrkräfte im Schwimmunterricht unterstützen. Das sind zum Beispiel Studierende, die durch den Stadtsportbund Aachen und den RegioSportBund für die pädagogische Arbeit mit Grundschulkindern gesondert ausgebildet werden. Schwimmassistentin Elisa Bleimann ist jetzt zum zweiten Mal mit dabei. „Mir gefällt es richtig gut, die Entwicklung der Kinder im Wasser zu sehen. Ich werbe gerne für die Ausbildung, weil es am Ende des Tages immer wieder schön ist, die dankbaren Kinderaugen zu sehen“, erzählt sie. Auch für Olga Siegmund, die Projektverantwortliche beim Stadtsportbund Aachen, ist Schwimmen eine Herzensangelegenheit. Sie selbst kommt aus dem Schwimm-Leistungssport. „Es ist nicht nur eine beliebte Freizeitaktivität, sondern macht den Kindern unglaublich viel Spaß. Das ist ein Schritt zu mehr Selbstvertrauen“, so Siegmund.
Und Schulrätin Petra Pooch ergänzt: „Die Erfolge der Kinder in den Schulschwimmwochen wirken sich auch positiv auf den Lernprozess in den anderen Schulfächern aus. Die teilnehmenden Kinder blühen förmlich auf.“ Sie verweist außerdem auf den „großen organisatorischen Unterbau“, der hinter den Schulschwimmwochen steckt: Von Wasserzeiten, über Busfahrten oder Personal in den Bädern. Das kann auch der Bildungsdezernent der StädteRegion Aachen, Markus Terodde bestätigen: „Ich habe auch schon eine Gruppendynamik erlebt, dass Kinder, die gemeinsam schwimmen gelernt haben, über sich hinauswachsen. Es ist eine Art von Teambuilding. Mir liegt bei der Schwimminitiative besonders am Herzen, dass wir potenziell alle Kinder erreichen können“.
Ein besonderes Lob gab es von Johannes-Elmar Kugel von der Bezirksregierung Köln. „Das Netzwerk hier ist beispielhaft und die Infrastruktur mittlerweile einzigartig. Ohne die vielen Wasserflächen könnten wir gar keinen Schwimmunterricht anbieten“, so Kugel. „Wenn Kinder nicht schwimmen können, entgeht ihnen nicht nur viel Freude an einem tollen Sport und an einem Freizeitvergnügen. Im schlimmsten Fall kann das sogar lebensgefährlich sein“, fasst Dr. Grüttemeier zusammen. In diesem Jahr kann die StädteRegion Aachen Haushaltsmittel in Höhe von bis zu 80.000 Euro in die Schwimminitiative einbringen.
Die Schulschwimmwochen 2025 werden vom Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen und von der StädteRegion Aachen gefördert. Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.staedteregion-aachen.de/schwimminitiative.