StädteRegion Aachen. „Auch wenn man beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz vielleicht nicht als erstes ans Handwerk denkt, so gibt es doch mittlerweile etliche Möglichkeiten, KI-gestützt Arbeitsabläufe zu erleichtern. Lassen Sie sich gerne darauf ein. Denn das ist doch die Stärke des Handwerks: Sich nicht vor Veränderung zu drücken“, so Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier beim traditionellen Empfang der Kreishandwerkerschaft im Haus der StädteRegion. Bei dem Austausch kamen Gäste wie Kreishandwerksmeister Herbert May, der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Aachen, Yannic Schmitt, Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der städteregionsangehörigen Kommunen, Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung, Kommunal-, Landes- und Bundespolitik zusammen. Dabei ging es unter anderem um die aktuellen organisatorischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der mehr als 20 Innungen. Darunter den Fachkräftemangel, die Auswirkungen des andauernden Ukrainekrieges wie Steigerungen bei Energiepreisen, Materialkosten, Zinsen und Inflation, zunehmende Bürokratie sowie weitere gesetzliche Vorgaben. Hinzu kommen neue Anforderungen was Nachhaltigkeit angeht, auch in Bezug auf Dokumentationspflichten, Arbeitsschutz und Digitalisierung. Das koste Zeit, Geld und Nerven – Ressourcen, die im Arbeitsalltag ohnehin knapp sind. „Ob Energiewende, neue Baustandards oder moderne Fertigungstechniken: Handwerksbetriebe sind nicht nur Betroffene, sondern sogar aktive Mitgestalter des Strukturwandels“, führte Grüttemeier weiter aus.

Kreishandwerksmeister Herbert May appellierte an die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter aus der Landes- und Bundespolitik, bei handwerksrelevanten Themen aktiv auf die Kreishandwerkerschaft zuzukommen. „Wir stehen unterstützend und beratend zur Verfügung. Egal ob Vergabe, Verkehr, Genehmigungen, Ausbildung oder Fachkräftesicherung: je früher wir sprechen, desto einfacher wird die Lösung“, so May. „Unser gemeinsames Ziel sollte sein: Bürokratieabbau, der in der Werkstatt und auf der Baustelle ankommt“, erklärte er weiter.

Lobende Worte gab es unter anderem für den Kampf gegen Schwarzarbeit. Hier machen die Kreishandwerkerschaften und Ordnungsbehörden in der StädteRegion, den Kreisen Düren, Heinsberg und Euskirchen jetzt verstärkt gemeinsame Sache. Als weiteres hervorragendes Beispiel, wie Zusammenarbeit funktionieren kann, führte Herbert May den starken Austausch von KFZ-Innung und Straßenverkehrsamt an: „Produktiv, ehrlich – und vor allem auf Augenhöhe. Wenn solche Formate Schule machen, gewinnen alle: Verwaltung, Betriebe und die Bürgerinnen und Bürger“, so May.

Mit Stolz verwies der Städteregionsrat auf den neuen Rekord beim geförderten Wohnungsbau im vergangenen Jahr: „Für die Gesamtfördersumme von 118 Millionen Euro entstehen mehr als 500 bezahlbare Wohneinheiten. Die Nachfrage und Antragslage nach Wohnraumfördermitteln ist in der StädteRegion weiterhin enorm: So sind für 2026 und 2027 schon viele Projekte in Planung und Beratung, die die Wohnraumförderung der StädteRegion von Beginn an eng begleitet“, so Grüttemeier. Beim Thema Fachkräfte- und Nachwuchsmangel machten Grüttemeier und May auf die wachsende Bedeutung der Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland aufmerksam. Zentrale Anlaufstelle für neu zugewanderte und geflüchtete Menschen, internationale Fachkräfte sowie Unternehmen in der StädteRegion Aachen ist das Kompetenzzentrum Integration und Arbeit in den Aachen Arkaden, das jetzt um das Welcome Center Rheinisches Revier ergänzt wird.

„Mir ist wichtig, dass wir als Kommune an der Stelle unterstützen, wo wir das können, sei es bei eigenen Investitionen, die wir zum Beispiel im Schul- und Kita-Bereich tätigen, aber auch da, wo wir als Verwaltung dem Handwerk das Leben ein bisschen leichter machen können“, so Dr. Tim Grüttemeier zusammenfassend. Gemeinsam – da waren sich alle Beteiligten sicher – wird man in der StädteRegion Aachen die Herausforderungen der Zukunft auch im Handwerk meistern.

Kontakt

Öffentlichkeitsarbeit
Zollernstraße 10
52070 Aachen

Tel: +49 241 5198-1300
Fax: +49 241 5198-81300
pressestelle@staedteregion-aachen.de