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StädteRegion Aachen. Schon mehr als 7.000 Menschen haben die Ausstellung im mit Werken von Robert Capa in Monschau besucht. Diese rekordverdächtige Zwischenbilanz hat jetzt die Leiterin des Fotografie Forums der StädteRegion, Dr. Nina Mika-Helfmeier gezogen. Noch bis zum 3. Mai besteht die letzte Gelegenheit, die in Kooperation mit Magnum Photos entstandene Ausstellung in Monschau zu erleben. Auch am Maifeiertag (1. Mai) ist die Ausstellung regulär von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Dabei werden nicht nur Fotografien des einflussreichen Künstlers präsentiert, sondern diesen werden zahlreiche Zeitzeugnisse und Reproduktionen aus bedeutenden Magazinen zur Seite gestellt. Originale und Reproduktionen von Bildstrecken, die beispielsweise in Life, Picture Post oder Time erschienen sind, legen den bedeutenden Einfluss Capas auf den modernen Bildjournalismus offen. Ein Teil der Exponate wird zum ersten Mal in Deutschland gezeigt. Dr. Nina Mika-Helfmeier ordnet ein: „Capas beruflicher Aufstieg fällt in die 1930er Jahre, die große Blütezeit des Fotojournalismus. Seine journalistische Haltung zeichnet sich dabei durch eine besondere Nähe zur Realität, Authentizität sowie Engagement aus, oder wie er selbst zu sagen pflegte: ‚Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, warst du nicht nah genug dran.‘“

Robert Capa, dessen bürgerlicher Name Endre Ernő Friedmann lautete, wurde als Sohn einer jüdischen Familie in Budapest geboren. Seine bewegte fotografische Karriere begann ab 1931 in Berlin, wo er für die Agentur „Dephot“ arbeitete. Einer seiner ersten großen Aufträge wird in Monschau gezeigt: die Dokumentation einer Rede des russischen Revolutionärs Leo Trotzki in Kopenhagen. Schon hier zeigte sich Capas einzigartiges Talent und sein Mut: Obwohl Fotografen die Teilnahme untersagt war, schaffte er es mit einer kleinen Leica dennoch, die Veranstaltung zu fotografieren. Mit Erstarken des Nationalsozialismus floh Capa 1933 nach Paris, wo er ab 1935 die Kundgebungen und Märsche der Front Populaire für die Presse festhielt. Die dynamischen Aufnahmen mit ungewöhnlichen Perspektiven vermitteln den Betrachtenden das Gefühl, Teil des Geschehens zu sein. Eben diese Anteilnahme und unmittelbare Beteiligung sollte Capas Schaffen so berühmt machen. Mit Beginn des Spanischen Bürgerkriegs 1936 reiste Robert Capa mehrfach nach Spanien. Die Bilder aus jener Zeit sind heute weltberühmt und wurden bereits damals von den veröffentlichenden Zeitungen als „grandios“ beschrieben. Dass Capa sich stets der humanistischen Fotografie verpflichtet sah, zeigt sich u.a. in seinen Briefen aus jener Zeit, in denen er schrieb: „Die Frauen bleiben zurück, doch der Tod, der heimtückische Tod aus der Luft, holt sie ein.“

Mehrere Bildstrecken zeigen Capas Wirken während des Zweiten Weltkriegs. Er hielt die Auswirkungen und Schrecken des Krieges in England (1941), Tunesien (1943) sowie in Italien (1943) fest. Hier war Capa erstmalig bei Gefechten dabei und brachte mit seinen unmittelbaren Aufnahmen den Krieg in die Wohnzimmer der Zeitungsleserinnen und -leser. Als einer von wenigen Berichterstattern begleitete er am 6. Juni 1944 das US-Militär bei der Landung in der Normandie. Die Fotos des sogenannten D-Days gingen wie wenig andere in das kulturelle Gedächtnis der Welt ein.

Neben Aufnahmen aus den 1940er Jahren, die nach Kriegsende in Frankreich, Deutschland, Israel aber auch in der damaligen Sowjetunion entstanden sind, widmet sich ein Ausstellungskapitel Capas letztem fotografischen Auftrag in Vietnam. Während er eine französische Mission zur Evakuierung und Zerstörung zweier Forts begleitete, trat Capa auf eine Antipersonenmine und wurde getötet. Sein letztes Foto, das an der Straße zwischen Nam Dinh und Thai Binh entstand, präsentiert die Ausstellung ebenfalls.

Info zur Ausstellung:

„Robert Capa. Der visuelle Journalist“
8. Februar bis 3. Mai 2026
Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen
Austraße 9, 52156 Monschau
info@kuk-monschau.de | Tel. +49 (0)2472-803194

Öffnungszeiten:          
Di-Fr von 14.00 – 17.00 Uhr (Auch am 01.05.2026 von 14:00 – 17:00 Uhr regulär geöffnet) 
Sa & So von 11.00 – 17.00 Uhr
Mo geschlossen
Der Eintritt ist frei.

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Kultur
Zollernstraße 20
52070 Aachen