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Digitalgipfel Pflege 2026 in Aachen setzt Impulse für die digitale Zukunft der Branche.
StädteRegion Aachen. „Die Digitalisierung der Pflege ist längst keine Zukunftsfrage mehr, sondern entscheidend für eine verlässliche und menschennahe Versorgung. Digitale Lösungen können Fachkräfte spürbar entlasten. Aber nur, wenn sie konsequent praxistauglich und ohne zusätzliche Bürokratie umgesetzt werden. Der Digitalgipfel macht sichtbar, was heute schon möglich ist und wo wir als Region noch entschlossener vorangehen müssen“, fasste die Sozialdezernentin der StädteRegion Aachen, Annika Schmitz, den Digitalgipfel Pflege zusammen. Rund 100 Fachleute aus Pflege, Wirtschaft, Technologie und Politik haben dabei im AOK-Haus Aachen über Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung in der Pflege diskutiert. Organisiert wurde der Digitalgipfel Pflege von der AOK Rheinland/Hamburg gemeinsam mit Partnern des Projekts „Care for Sustainable Innovation“, das die digitale Transformation der Gesundheitswirtschaft in der Region gezielt vorantreibt. Care for Sustainable Innovation ist ein Projekt vom Region Aachen Zweckverband (RAZV), der Stadt und StädteRegion Aachen, der Wirtschaftsförderung für den Kreis Heinsberg mbH, der Uniklinik RWTH Aachen, der RWTH Aachen, des digitalHUB Aachen e.V., der MA&T Sell & Partner GmbH, des MedLife e.V. und der AGIT MBH.
Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in innovative digitale Produkte, Prozesse und Projekte, die bereits heute in Pflegeeinrichtungen zum Einsatz kommen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie digitale Technologien so eingesetzt werden können, dass sie den Arbeitsalltag erleichtern, die Versorgungsqualität verbessern und zugleich wirtschaftlich tragfähig sind. Das Programm verband Fachvorträge, Praxisbeispiele und Diskussionsrunden zu zentralen Themen der digitalen Transformation. Im Fokus standen sowohl etablierte Anwendungen als auch neue Ansätze, wie etwa Einblicke in die Digitalisierung unterschiedlicher Pflegedienste als Best-Practice-Beispiele, konkrete digitale Lösungen für Organisation und Arbeitsabläufe sowie Entwicklungen im Bereich KI-gestützter Technologien und mobiler Apps für die Pflege.
Deutlich wurde dabei auch, vor welchen strukturellen Herausforderungen die Branche steht: Fachkräftemangel, steigende Pflegebedarfe und ein hoher Dokumentationsaufwand prägen den Alltag vieler Einrichtungen. Digitale Lösungen setzen genau hier an und zeigen, wie Entlastung konkret aussehen kann: So wurden unter anderem ein Küchenmanagementsystem mit digital gesteuerter Speisenproduktion, ein App-gestütztes Hygienemanagementsystem sowie weitere aktuelle Projekte vorgestellt. Die Präsentation einer Plattform mit KI-Modulen für Pflegesoftwareanbieter oder hochauflösende Sensor- und Alarmsysteme für ein smartes Seniorenzimmer zeigten neue Möglichkeiten für eine datenbasierte Unterstützung der Pflege. Gezeigt wurde auch, wie Künstliche Intelligenz in der Biografiearbeit eingesetzt werden kann, um aus Sprachaufnahmen interaktive Lebensgeschichten für eine individuellere und vertrauensvollere Betreuung zu erstellen. Weitere Beispiele aus dem Bereich Qualifizierung und Zusammenarbeit machten digitale Potenziale sichtbar: Darunter KI-gestützte Lernplattformen mit Wissensmanagement oder eine Mitarbeiter-App in über 100 Sprachen für die interne Kommunikation. Die Beispiele verdeutlichen, dass Digitalisierung vor allem dort wirksam wird, wo sie konkrete Entlastung schafft und sich nahtlos in bestehende Arbeitsprozesse einfügt. „Wir erleben in vielen Projekten, dass digitale Anwendungen dann besonders erfolgreich sind, wenn sie sich konsequent an den tatsächlichen Bedarfen in den Einrichtungen orientieren. Genau solche Lösungen, die im Alltag wirklich funktionieren und akzeptiert werden, standen hier im Mittelpunkt“, hob Heiko Jansen, Regionaldirektor der AOK Rheinland/Hamburg in der Region Aachen – Düren – Heinsberg den Praxisbezug hervor.
Die Teilnehmenden des Digitalgipfel Pflege nutzten die Gelegenheit, sich mit Fachleuten auszutauschen, Kontakte zu knüpfen, Technologieanbieter kennenzulernen und Ansätze für zukünftige Kooperationen und Projekte zu diskutieren. „In der Region Aachen leben wir eine sehr enge Zusammenarbeit von Gesundheitsversorgung, Forschung und innovativen Unternehmen. Diese Vernetzung ist eine wichtige Voraussetzung, um neue digitale Lösungen zu entwickeln und sie auch in die praktische Anwendung zu bringen“, fasste Ulla Thönnissen, Geschäftsführerin des Region Aachen Zweckverbands (RAZV), die besonderen Stärken der Region zusammen.
Weitere Informationen zu digitalen und nachhaltigen Innovationen in der Gesundheitswirtschaft in der StädteRegion Aachen finden Sie hier: https://www.staedteregion-aachen.de/care-for-sustainable-innovation. Das Innovationsprojekt wird im Rahmen des Förderaufrufs Regio.NRW – Transformation aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und baut auf den Ergebnissen des EFRE-Projekts „Care and Mobility Innovation“ auf.
Kontakt
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