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Wettbewerb „abpflastern“: StädteRegion ruft mit Kommunen zur Beteiligung auf.
StädteRegion Aachen. Der deutschlandweite Wettbewerb "abpflastern" ist jetzt im Frühjahr zum zweiten Mal an den Start gegangen. Die StädteRegion Aachen ruft gemeinsam mit den Kommunen Alsdorf, Herzogenrath, Stolberg und Würselen dazu auf, sich zu beteiligen. „Mitmachen lohnt sich gleich mehrfach: Wer Flächen entsiegelt, sorgt für kühlere Temperaturen im Sommer, entlastet die Kanalisation und schafft neuen Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Ob im eigenen Garten, auf dem Schulhof oder auf Firmengeländen – jede Fläche zählt und zeigt, wie einfach Klimaschutz im Alltag sein kann“, erklärt die Technische Dezernentin der StädteRegion Aachen, Susanne Lo Cicero-Marenberg.
Was ist abpflastern?
Beim Wettbewerb „abpflastern“ geht es darum, möglichst viele Flächen zu entsiegeln, das heißt Pflastersteine zu entfernen, Asphalt aufzubrechen oder sogenannte Schottergärten zurückzubauen, sodass die Flächen bepflanzt werden können und Regenwasser versickern kann. Beim Wettbewerb der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung Koblenz treten Kommunen ähnlicher Größe in insgesamt drei Ligen gegeneinander an. Zum Saisonende am 31. Oktober 2026 werden schließlich die Sieger in jeder Liga ermittelt.
Wer pflastert ab?
Teilnahmeberechtigt sind Privatpersonen, Vereine, Unternehmen sowie Einrichtungen der Verwaltung. Außerdem gibt es dieses Jahr erstmalig die Sonderwertung „Jugend pflastert ab“ für Schulen (https://jugend-pflastert-ab.de/). Jeder Einzelne kann einen kleinen Beitrag zu einer lebenswerten Kommune leisten.
Warum abpflastern?
Versiegelte Flächen heizen sich stark auf und geben Wärme lange ab. Entsiegelte und begrünte Flächen kühlen durch Schatten und Verdunstung. Dies hilft im Sommer das persönliche Wohlbefinden zu verbessern. Regenwasser kann vor Ort versickern, die Neubildung von Grundwasser wird gestärkt und die Kanalisation bei Starkregen entlastet. Damit kann Hochwasser und Überflutung vorgebeugt werden. Begrünte, entsiegelte Flächen schaffen Lebensräume für Insekten und andere Tiere, deren Lebensräume generell immer kleiner werden. Entsiegelungen können sich auch finanziell lohnen: Weniger versiegelte Fläche bedeutet geringere Niederschlagswassergebühren. Nach dem Abpflastern können die entsiegelten Flächen bei der entsprechenden Kommune gemeldet werden.
Wie abpflastern?
Je nach Belag werden unterschiedliche Werkzeuge benötigt. Schottergärten lassen sich oft schon mit Schaufel und Schubkarre zurückbauen. Bei Asphalt oder Pflastersteinen werden Spitzhacke oder Schlagbohrmaschine gebraucht. Das entnommene Material kann beim lokalen Wertstoffhof kostenpflichtig abgegeben werden. Danach ist eine Auflockerung des Bodens wichtig, damit dieser durchlüftet wird und Regenwasser versickern kann. Die entsiegelte Fläche sollte möglichst begrünt werden, um Lebensraum für Tiere zu bieten und Verdunstung und Kühlung zu fördern. Wichtig sind standortgerechte, heimische Pflanzen, die Nahrung für Insekten liefern. Um Nährstoffe für Pflanzen bereitzustellen, empfiehlt sich die Einbringung neuen Mutterbodens. Nicht immer kann eine Fläche vollentsiegelt werden. Doch auch der Einsatz von Rasengittersteinen an Einfahrten oder Stellplätzen schaffen Platz für Vegetation und helfen, Regenwasser lokal zu versickern. Teilentsiegelte Flächen fließen daher beim „abpflastern“-Wettbewerb auch mit 50 Prozent ins Ranking ein.
Wie kann ich teilnehmen?
Der Zustand der Fläche muss vor Beginn und nach Abschluss der Maßnahme dokumentiert werden. Die Fotos und das ausgefüllte Formular können auf https://www.abpflastern.de/ hochgeladen werden. Hier gibt es auch weiterführende Infos zum Thema Klimaanpassung. Die Eintragungen werden vom Projektteam geprüft, in ein Punktekonto umgemünzt und der jeweiligen Kommune gutgeschrieben.